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Corona-Krise: Wichtige Informationen für Arbeitnehmer

Im Zuge der Corona-Krisensituation verändert sich für viele Arbeitnehmer ihre berufliche Situation. Krankschreibung, Kurzarbeit und Lohnfortzahlung – die AOK gibt eine Übersicht.

Krankmeldung telefonisch möglich

Bis zum 30. Juni 2021 müssen Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nicht persönlich zum Arzt gehen – eine telefonische Krankschreibung ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie möglich. Die Sonderregelung sieht eine eingehende telefonische Befragung des Patienten durch den Arzt vor. Er kann den Patienten bis zu sieben Kalendertage telefonisch krankschreiben. Eine einmalige Verlängerung der Arbeitsunfähigkeit für bis zu sieben weitere Kalendertage ist ebenfalls telefonisch möglich.

Kurzarbeitergeld

In der aktuellen Krisen-Situation stellen immer mehr Betriebe ihre Mitarbeiter auf Kurzarbeit um. Eine Erhöhung des Kurzarbeitergelds wurde mit Inkrafttreten zum 1. Mai 2020 beschlossen:

Beschäftigte ohne Kind:

  • Stufenweise Erhöhung des Kurzarbeitergelds auf bis zu 80 Prozent
  • bis 3. Monat 60 Prozent
  • ab 4. Monat 70 Prozent
  • ab 7. Monat 80 Prozent

Beschäftigte mit Kind:

  • Stufenweise Erhöhung des Kurzarbeitergelds auf bis zu 87 Prozent
  • 1. Bis 3. Monat 67 Prozent
  • ab 4. Monat 77 Prozent
  • ab 7. Monat 87 Prozent

Voraussetzung für die Erhöhung des Kurzarbeitergelds ist, dass mindestens 50 Prozent der regulären Arbeitszeit ausfallen.

Dazu gibt es auch neue gesetzliche Regelungen:

  • Wenn aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Entwicklungen Aufträge ausbleiben, kann ein Betrieb Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sein könnten. Diese Schwelle lag bisher bei 30 Prozent der Belegschaft.
  • Auch Leiharbeitnehmer können aktuell Kurzarbeitergeld beziehen.
  • Die Sozialversicherungsbeiträge, die Arbeitgeber normalerweise für ihre Beschäftigten zahlen müssen, soll die Bundesagentur für Arbeit nun vollständig erstatten. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, Zeiten der Kurzarbeit stärker für die Weiterbildung der Beschäftigten zu nutzen.

Diese Regelungen zum erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld gelten bis zum 31. Dezember 2021, wenn Betriebe spätestens für März 2021 erstmalig Kurzarbeitergeld erhalten.

Mehr Informationen finden Sie im AOK-Fachportal und auf den Seiten der Arbeitsagentur.

Kinderkrankengeld

Um Eltern in der Corona-Pandemie zu entlasten, hat der Gesetzgeber den Anspruch auf Kinderkrankengeld bereits in 2020 erweitert. Auch in 2021 stehen Eltern mehr Kinderkrankentage zur Verfügung:

  • Elternpaare pro Elternteil und Kind zehn zusätzliche Tage (bisher zehn), also 20 Tage für 2021
  • Alleinerziehende 20 zusätzliche Tage pro Kind (bisher 20), also 40 Tage für 2021
  • Paare und Alleinerziehende mit zwei Kindern können maximal 80 Tage beantragen.
  • Bei mehr als zwei Kindern erhöht sich der Anspruch auf höchstens 90 Tage pro Elternpaar oder Alleinerziehendem.

Der Anspruch gilt nicht nur bei Krankheit des Kindes, sondern auch wenn das Kind pandemiebedingt zu Hause betreut werden muss, weil

  • Schulen, Einrichtungen zur Betreuung von Kindern oder für Menschen mit Behinderung geschlossen sind,

  • Schul- oder Betriebsferien behördlich angeordnet oder verlängert werden,

  • das Kind in Quarantäne muss,

  • die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben ist,

  • der Zugang zu Kinderbetreuungsangeboten eingeschränkt ist,

  • die Eltern behördlich dazu aufgefordert sind ihr Kind zu Hause zu betreuen.

Ist das Kind erkrankt, reichen Eltern eine ärztliche Bescheinigung als Nachweis bei der AOK ein. Muss Ihr Kind pandemiebedingt zu Hause betreut werden, können Sie die Leistung direkt bei Ihrer AOK beantragen.

Schließung von Geschäften

Einige Arbeitgeber müssen aufgrund der aktuellen Lage ihre Niederlassungen schließen, oder entscheiden sich freiwillig dafür, um die Ansteckungsgefahr zu senken.

Kommt es zu einer solchen Schließung, ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Gehälter weiterzuzahlen. Gemäß dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) spricht man von einem sogenannten Annahmeverzug, wenn der Arbeitgeber die Arbeitskraft seiner Angestellten nicht abruft. Wenn dem so ist, dürfen Sie als Arbeitnehmer der Arbeit fernbleiben, ohne Konsequenzen zu fürchten.

Mehr Informationen finden Sie im AOK-Fachportal

Erhalte ich als Arbeitnehmer in Quarantäne weiter meinen Lohn?

Ja. Kann ein Arbeitnehmer wegen Quarantänemaßnahmen nicht am Arbeitsplatz erscheinen, greift das Infektionsschutzgesetz. Dieses regelt, dass Arbeitgeber die Betroffenen bis zu sechs Wochen lang in voller Höhe weiterbezahlen müssen.

Wer zahlt mein Gehalt weiter?

Im Fall einer angeordneten Quarantäne wegen einer COVID-19-Infektion oder eines Infektionsverdachts erhält der Arbeitnehmer maximal sechs Wochen lang eine Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Anschließend zahlt die Krankenkasse nach entsprechender Prüfung Krankengeld, soweit eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Liegt keine Arbeitsunfähigkeit vor, ist die Behörde zuständig, die die Quarantäne angeordnet hat.

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