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2. Landespräventionskonferenz:

Weiterentwicklung der Präventionsstrategie für Rheinland-Pfalz

Auf Basis der Landesrahmenvereinbarung Prävention des Landes Rheinland-Pfalz fand heute das zweite Zusammentreffen der rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Spitzenvertreter*innen der gesetzlichen Krankenversicherung, der Renten- und Unfallversicherung, der kommunalen Spitzenverbände sowie der Arbeitsagentur im Rahmen der Landespräventionskonferenz in Ingelheim statt.

Ziel der Zusammenkunft war es, die Impulse aus der Arbeit der Landespräventionsnetzwerke und dem Landespräventionsausschuss zu diskutieren und über die weitere strategische Ausrichtung von Gesundheitsförderung und Prävention in Rheinland-Pfalz zu entscheiden. Im Ergebnis beschlossen die Partner ein Eckpunktepapier zur Präventionsstrategie des Landes Rheinland-Pfalz.

Es wurde ausdrücklich festgestellt, dass sich die eingerichteten Strukturen bewährt haben und sich in den vergangenen zwei Jahren eine tragfähige Kultur des gemeinsamen und vernetzten Handelns etabliert hat und fortgesetzt werden soll. Dazu gehören insbesondere auch als Leuchttürme die vier Landespräventionsnetzwerke:

- Gesund aufwachsen

- Gesund leben und arbeiten

- Gesund im Alter

- Kommunale Gesundheitsförderung

Durch die Landespräventionsnetzwerke ist gewährleistet, dass alle Lebensphasen der Menschen - von Kindheit an bis ins Alter - in den Fokus der Gesundheitsförderung rücken. Aufgrund spezieller Bedarfe wurden in den Netzwerken für die jeweiligen Lebensphasen prioritäre Zielgruppen und Handlungsfelder im Rahmen der Gesundheitsförderung definiert, die in den nächsten Jahren erweitert und ausgebaut werden.

Gemeinsam verfolgen die Teilnehmer*innen der Landespräventionskonferenz das Ziel, dem Themenbereich „Resilienz“ in Rheinland-Pfalz verstärkte Aufmerksamkeit zu verschaffen. Dazu sprach als Gastredner Prof. Dr. Klaus Lieb vom Deutschen Resilienz Zentrum in Mainz und gab Impulse für die Umsetzung. Darüber hinaus soll künftig für präventive Organisationsentwicklungsprozesse und Projektvorhaben ein einheitlicher Qualitätsstandard verbindlich berücksichtigt werden. Maßnahmen sollen nachhaltig und partizipativ, das heißt unter Beteiligung der Menschen in der jeweiligen Lebenswelt geplant und umgesetzt werden.

Ziel der regelmäßig stattfindenden Landespräventionskonferenz ist es, Gesundheitsförde-rung und Prävention in Rheinland-Pfalz zu stärken und weiterzuentwickeln. Ebenso soll Transparenz über die Präventionsstrategie im Land bei allen Verantwortlichen sowie in der Öffentlichkeit hergestellt werden. Dies wird künftig auch über Webportale erfolgen.

Statements der beteiligten Partner:

Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Gesundheitsministerin des Landes Rheinland-Pfalz:

„Zweieinhalb Jahre nach Unterzeichnung der Landesrahmenvereinbarung Prävention können wir sagen, dass es uns gelungen ist, einen Rahmen zu schaffen, der alle Akteure kontinuierlich zusammenbringt und erstmals gemeinsame verbindliche Zielsetzungen im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention ermöglicht. Neben der Stärkung der Resilienz, sollten wir unsere Anstrengungen bündeln und auch die gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung in den Vordergrund stellen. Denn diese Gesundheitsziele sind im Kampf gegen Volkskrankheiten wie Diabetes Mellitus II oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach wie vor von großer Wichtigkeit. Prävention noch stärker in der Kita, der Schule, am Arbeitsplatz oder auch in der Kommune erlebbar zu machen bleibt eine wichtige Aufgabe. Wir wollen Lebensräume so gestalten, dass sie einen gesunden Lebensstil erleichtern und dieser Einzug in den Alltag der Menschen hält.“

Udo Hoffmann, Beauftragter des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse:

„Vorbeugen ist besser als heilen – dieses Motto ist heute aktueller denn je. Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland begrüßt daher, dass mit Unterzeichnung der Landesrahmenvereinbarung Prävention Mitte 2016 in Rheinland-Pfalz neue Strukturen geschaffen wurden, die es ermöglichen, die Verantwortlichen für Prävention und Gesundheitsförderung aus unterschiedlichsten Bereichen zusammenzubringen. Nur auf dieser breiten Basis ist es möglich, Prävention und Gesundheitsförderung zum Wohle aller Menschen in Rheinland-Pfalz nachhaltig, bedarfsorientiert und umfassend umzusetzen. Wir freuen uns, diesen spannenden Prozess mitzugestalten und mit unseren Erfahrungen aus mehr als 30 Jahren Gesundheitsförderung in Kitas, Schulen, Betrieben, Pflegeeinrichtungen sowie der individuellen Gesundheitsförderung unterstützen zu können.“

Martin Schneider, Leiter der VDEK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz:

„Prävention und Gesundheitsförderung kommen bei der Bevölkerung nur dann an, wenn wir die Menschen in ihrer Lebenswelt erreichen, also dort, wo sie arbeiten, leben oder sich aufhalten. In der zweiten Landespräventionskonferenz werden nun die Ergebnisse vieler Gespräche und die bisherige Arbeit in den Netzwerken zusammengefasst und Grundlagen für weitere Projekte in Rheinland-Pfalz gelegt. Dabei werden Projekte, die bereits ihr gesundheitsförderliches Potenzial gezeigt haben, ausgebaut und Präventionsprojekte für besonders von Gesundheitsrisiken bedrohte Zielgruppen entwickelt, für die es bisher noch keine oder kaum Angebote gibt. Ich bin mir sicher: Mit der zweiten Landespräventionskonferenz in Rheinland-Pfalz fällt der Startschuss für viele wirkungsvolle Präventionsprojekte in Rheinland-Pfalz. Die Ersatzkassen werden ihren Anteil dazu gerne beitragen.“

Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstand der IKK Südwest:

„Die IKK Südwest setzt sich bereits seit vielen Jahren für das Thema Prävention und die Stärkung der Gesundheitskompetenz von Mitgliedern und Versicherten ein – noch bevor dies zu einem gesetzlich verankerten Auftrag für die Krankenkassen wurde. Unser Ziel ist es, Menschen in den verschiedenen Lebenswelten gleiche Gesundheitschancen zu vermitteln. Früh haben wir daher auch das Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement in Unternehmen verfolgt und kompetente Teams von Gesundheitsberatern in den Regionen installiert, die für jeden Betrieb passgenaue Lösungen bereithalten; wir engagieren uns darüber hinaus erfolgreich mit Projekten in Kindertagesstätten und Schulen. Alle hier gesammelten Erfahrungen und unsere bestehende Vernetzung mit Gesundheits-Partnern in Rheinland-Pfalz dienen dem gemeinsamen Ziel einer Weiterentwicklung in der lebensweltorientierten Gesundheitsförderung. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und voneinander lernen zu können.“

Armin Schimsheimer, Leiter der Regionalvertretung Rheinland-Pfalz und Saarland des BKK Landesverband Mitte:

„Gesund aufwachsen, gesund arbeiten und Gesundheit im Alter sind heute wichtiger als je zuvor. Prävention und Gesundheitsförderung kann daher nicht früh genug beginnen“, sagt Armin Schimsheimer vom BKK Landesverband Mitte. Denn: Besonders während der Kindergarten- und Schulzeit sind die Kinder vielseitig interessiert, lernbereit und wissbegierig, so der Regionalvertreter Rheinland-Pfalz und Saarland des Krankenkassenverbandes. „Entsprechende Programme erzielen in diesem Lebensabschnitt am schnellsten Lernerfolge. Eine Investition in frühzeitige Gesundheitsförderung ist daher eine Investition in spätere Lebensqualität“, so Schimsheimer.

Armin Beck, Leiter der Regionaldirektion der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See:

„Mit der Einführung der Landesrahmenvereinbarung Prävention wurde bereits die rechtliche Grundlage für ein flächendeckendes, bedarfsgerechtes und qualitativ hochwertiges Präventionsangebot gelegt. Die jetzt erarbeiteten Eckpunkte zur Präventionsstrategie zeichnen die Strecke, die wir in Rheinland-Pfalz gehen werden, klar und deutlich voraus. Durch das bundesweit einzigartige Verbundsystem der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, werden wir einen wichtigen Beitrag zum Erreichen des gemeinsamen Ziels, der Verankerung einer hochwertigen Prävention und Gesundheitsförderung in der Gesellschaft, leisten.“

Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit:

„Wenn Arbeits- und Gesundheitsförderung gut verzahnt sind, ist ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Arbeitsaufnahme gelegt. Daher bieten wir unseren Kundinnen und Kunden gesundheitsorientierte Beratungsgespräche und Unterstützungsangebote an. Des Weiteren motivieren unsere Beraterinnen und Berater die Kunden zur freiwilligen Nutzung von Gesundheitsangeboten der Krankenkassen“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regio-naldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Landesverband Mitte:

Der Landesverband Mitte der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) begrüßt die Entwicklung von Prävention und Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz seit der ersten Präventionskonferenz. Die Zusammenarbeit der Sozialversicherungsträger mit dem Land und mit anderen Akteuren wurde strukturell erheblich verbessert. Besonders bemerkbar macht sich dies durch die Arbeit der Netzwerke. Wir unterstützen ausdrücklich die Ausrichtung auf den Schutz und die Stärkung der psychischen Gesundheit sowie des Muskel-Skelett-Systems. Hier sehen wir Potential für eine weitere und noch engere Zusammenarbeit besonders der Sozialversicherungsträger, die in Zukunft nach der bisherigen Anlaufphase die Menschen in den unterschiedlichen Lebenswelten wirksam erreichen muss. Dabei werden die DGUV und die Unfallversicherungsträger ihr Know-how für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und in Bildungseinrichtungen gezielt einbringen. Vor dem Hintergrund der fortgeschriebenen Bundesrahmenempfehlungen sehen wir gute Chancen, die Präventionsarbeit in Rheinland-Pfalz im Sinne der jeweiligen gesetzlichen Aufträge gemeinsam zu stärken und erfolgreich weiterzuentwickeln.

Gemeinsames Statement der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz:

"Die Rentenversicherungsträger begrüßen die Präventionsstrategie in Rheinland-Pfalz als zukunftsweisenden Schritt zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention. Ob Reha, Beratung der Betriebe oder Prävention: Die Rentenversicherung bringt viel Know-how mit, das wir gern zur Verbesserung der Gesundheit in Rheinland-Pfalz zur Verfügung stellen."

Dr. Karl-Heinz Frieden, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz:

„Sport und Bewegungsangebote sind nicht nur Gesundheitsprävention, sondern auch Standortvorteile für Kommunen, da die Menschen solche Angebote und Einrichtungen zu Recht als Bestandteil von Lebensqualität wahrnehmen. Gerade in einer alternden Gesellschaft ist es wichtig, dass Menschen in Bewegung und dadurch möglichst lange fit bleiben, um so in ihrer vertrauten Umgebung blieben können. Gesundheitsprävention, insbesondere Bewegung, kann allerdings nicht staatlich verordnet werden. Wir können aber einen Beitrag leisten, dass Kinder und Eltern in Kindertageseinrichtungen und Schulen zu einem gesunden Lebensstil motiviert werden. Auch Verkehrskonzepte, die mehr Fußwege zu Kita und Schule anstelle des Elterntaxis vorsehen, und das Angebot von Sportplätzen, Sporthallen sowie attraktiven Grünanlagen können wichtige Anreize setzen. Gesundheitsprävention kann nur mit einem gut funktionierenden Netzwerk in Zusammenarbeit von Staat, Zivilgesellschaft, Eltern, Kitas, Schulen, Vereinen und weiteren relevanten Akteuren wie den Krankenkassen erreicht werden. Die Arbeit der Landespräventionskonferenz zeigt, dass die Landesrahmenvereinbarung Prävention auf einem guten Weg ist, mit Leben gefüllt zu werden.“

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