Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Mutter ist schwer dement und ich als ihre Betreuungsperson habe ab 01.06.2021 die sog. Kombinationsleistung beantragt. Beabsicht ist, dass mein Vater weiterhin die häusliche Pflege erbringt und ich zusätzlich meine Arbeitszeit auf 15 Stunden, verteilt auf 3 Arbeitstage pro Woche reduziere. Zusätzlich sollen sog. Pflegesachleistungen durch einen Pflegedienst in Form von 4x pro Woche kleine Grundpflege und 1x pro Woche Große Grundpflege hinzukommen. Zum finanziellen Ausgleich würde ich das prozentual übrig gebliebene Pflegegeld als Ausgleich erhalten. 

Seit 2017 hat meine Mutter den Pflegegrad 3. Aufgrund der deutlichen Verschlimmerung ihres Zustandes habe ich einen Höherstufungsantrag gestellt.

Bei der Terminvereinbarung mit dem Pflegedienst für ein Pflegegespräch wurde mir jedoch bereits am Telefon mitgeilt, dass keine Abrechnung über die sog. Leistungskomplexe möglich sei. Die Abrechnung würde ausschließlich als Grundpflege nach Zeit berechnet werden.

In der Konsequenz bedeutet das natürlich, dass die Summe die der Pflegedienst benötigt höher ausfällt und weniger Pflegegeld zur Verfügung steht. Um meinen Verdienstausfall jedoch zu kompensieren wird dieses dringend benötigt.

Meine Frage lautet also: Ist es rechtens vom Pflegedienst die Abrechnung  über die verschiedenen Leistungskomplexe zu verweigern und stattdessen ausschließlich Grundpflege nach Zeit abzurechnen?

Über eine fachkundige Antwort würde ich mich wirklich sehr freuen.