HPV-Impfung schützt vor Krebs

Schutzimpfungen für Kinder werden von einem Großteil aller Eltern befürwortet. Trotzdem besteht noch Aufklärungsbedarf, beispielsweise zur HPV-Impfung. An diesem Punkt setzt die neue Informationskampagne der AOK Rheinland/Hamburg und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) an.

Eine junge Frau wird geimpft. Es gibt spezielle HPV-Impfstoffe, um das Risiko von Gebärmutterhalskrebs zu minimieren. © iStock / Pornpak Khunatorn

HPV-Impfung noch nicht ausreichend bekannt

Vier von fünf befragten Eltern (79 Prozent) halten Impfungen im Kindesalter für sinnvoll, das ergab eine repräsentative Umfrage der AOK Rheinland/Hamburg. Nur 59 Prozent der Mütter und Väter sehen sich grundsätzlich ausreichend über Nutzen und Risiken von Impfungen informiert.

Es besteht Aufklärungsbedarf, gerade was Schutzimpfungen gegen bestimmte Krebsarten angeht: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Befragten wusste nicht von der Existenz einer Impfung gegen das humane Papillomvirus (HPV), 40 Prozent berichteten, noch nicht durch den Kinderarzt oder die Kinderärztin auf das Angebot hingewiesen worden zu sein.

HPV erhöht das Risiko von Krebs im genitalen Bereich. Eine rechtzeitige Impfung kann Abhilfe schaffen. Wie eine schwedische Studie belegt, senkt eine Impfung vor dem 17. Geburtstag das Risiko für Gebärmutterhalskrebs bei Frauen um 88 Prozent.

AOK und KVNO klären auf

Um sowohl die Bekanntheit der HPV-Schutzimpfung als auch die Impfquote zu steigern, haben die AOK Rheinland/Hamburg und die KVNO jetzt eine Informationskampagne ins Leben gerufen.

Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, erklärt: "Es besteht großes Vertrauen in die niedergelassene Ärzteschaft sowie in die Krankenkassen beim Thema Impfungen. Im Kampf gegen den Gebärmutterhalskrebs müssen wir dieses Vertrauen mobilisieren und gezielt Aufklärung betreiben, um durch frühzeitige Prävention bestmöglich vor einer Erkrankung zu schützen."

"Gebärmutterhalskrebs ist weltweit die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Deutschland erkranken jährlich etwa 4.600 Frauen neu, 1.600 sterben daran. Durch eine hohe Impfquote beider Geschlechter kann ein Gemeinschaftsschutz erreicht werden. Mediziner raten zur HPV-Impfung im Kindesalter ab neun Jahren. Die Kosten dafür übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen", so Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg.

STIKO rät zur Impfung ab dem 9. Lebensjahr

Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfiehlt die HPV-Impfung für Kinder und Jugendliche von 9 bis 14 Jahren, gegebenenfalls auch bis 17 Jahre. Im Idealfall sollte die Impfung vor den ersten Intimkontakten stattfinden. Die Impfung schützt Mädchen und Jungen vor krebsauslösenden Viren.

Weitere wichtige Informationen zu Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche sowie Details zur HPV-Impfung finden Sie hier.

Aktualisiert: 25.08.2022

Waren diese Informationen hilfreich für Sie?

Kontakt zu Ihrer AOK Rheinland/Hamburg

Online Kontakt aufnehmen

Zum Kontaktformular

Onlineportal „Meine AOK“

Zum Onlineportal