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Zivilisationskrankheit Gicht

Ernährungs- und Lebensweise umstellen

Die Gicht ist eine Stoffwechselstörung. Häufig ist ein plötzlicher, akuter Schmerz, der oft am Zehengelenk nachts oder am frühen Morgen auftritt, ein erstes typisches Zeichen für eine Gichterkrankung. Das Gelenk ist meist geschwollen, gerötet und extrem schmerzempfindlich. Im Körper wird zuviel Harnsäure gebildet oder durch die Nahrung aufgenommen. Beim gesunden Menschen wird die Harnsäure über die Nieren ausgeschieden.

Die Anlage für Gicht ist meistens ererbt. Der Ausbruch der Krankheit wird jedoch wesentlich beeinflusst durch eine fleischhaltige Ernährung und üppigen Alkoholgenuss. Gichtpatienten sind oft übergewichtig, haben erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck und Diabetes Typ 2.
Von den erhöhten Harnsäurewerten im Blut ist anfangs nichts zu merken. Bis es zum ersten Gichtanfall kommt, vergehen meist Jahre. Nach der ersten Schmerzattacke ist das Gelenk aber wieder voll belastbar und man denkt, es sei alles in Ordnung. Wird dann nichts unternommen, können wiederholte Anfälle zur chronischen Gicht führen. Im weiteren Verlauf kann es zu bleibenden Gelenkschäden und teilweise nicht mehr behandelbaren Nierenerkrankungen kommen.

Oft kann die Verschlimmerung der Erkrankung aber alleine durch eine Ernährungs- und Lebensumstellung positiv beeinflusst werden. Weniger Fleisch und Fisch wäre vorteilhafter. Besser ist die Eiweißzufuhr durch Käse, Milch und Quark. Auch Kartoffeln, Obst und Gemüse sind zu empfehlen. Purinhaltiges Gemüse wie zum Beispiel Linsen, Erbsen und Bohlen sollten Sie meiden. Ganz wichtig ist auch, viel zu trinken.

Es gibt heute jedoch auch wirksame Medikamente gegen Gicht. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto größer sind die Chan-cen, die Krankheit in den Griff zu bekommen. AOK-Versicherte sollten deshalb das Angebot ihrer AOK nutzen, sich nach dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre gründlich durchchecken zu lassen. Auf eine familiäre Veranlagung für Gicht sollten sie ihren Arzt hinweisen.