Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Rheinland/Hamburg
Ort/Kasse korrigieren
Seitenpfad

Rückgang um 58 Prozent: Zahl der Verletzungen erreicht in der Corona-Pandemie ein Rekord-Tief

In den ersten Monaten der Corona-Pandemie ist die Zahl der Verletzungen und schweren Unfälle deutlich gesunken. Das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) der AOK Rheinland/Hamburg hat ermittelt, dass zwischen Januar und Juni 2020 rund 58 Prozent weniger Menschen wegen einer Verletzung krankgeschrieben waren als in der ersten Hälfte des Jahres 2019.

Die Auswertung der Krankschreibungen für das erste Halbjahr 2020 zeigt: Der Lockdown hat sich positiv auf Verletzungszahlen ausgewirkt

Die Experten sprechen von einem Rekord-Rückgang im 15-Jahres-Vergleich. Dazu hat das Institut die Daten von berufstätigen AOK-Versicherten aus Städten und Kreisen an Rhein und Ruhr ausgewertet.

„Wir gehen davon aus, dass vor allem das veränderte Freizeitverhalten zu diesem Ergebnis geführt hat. In der Lockdown-Phase haben die Menschen mehr Zeit zu Hause verbracht. Viele sind spazieren gegangen oder laufen gewesen. Sportarten, bei denen das Verletzungsrisiko höher ist, sind dafür deutlich weniger ausgeübt worden. Der Sport im Verein wurde heruntergefahren, Trainingshallen, Fußballplätze und Fitnessstudios waren gesperrt“, sagt Andreas Schmidt, Geschäftsführer des BGF-Instituts.

Aus den AOK-Werten ist außerdem abzulesen, dass die Zahl der Verletzungsfälle im ersten Halbjahr 2020 zwar um mehr als die Hälfte gesunken ist, sich die Zahl der Fehltage wegen einer Verletzung zugleich aber nicht derart signifikant verringert hat. Das heißt: Viele Krankenscheine wurden für einen längeren Zeitraum ausgestellt. Die durchschnittliche Dauer einer Verletzung stieg von 18,4 Kalendertagen in der ersten Hälfte des Jahres 2019 auf 20,7 Kalendertage in der ersten Hälfte 2020.

Die Zahlen der AOK Rheinland/Hamburg bestätigen einen Trend, der sich auch im Straßenverkehr niedergeschlagen hat. Das Statistische Bundesamt hatte kürzlich bekanntgegeben, dass es zwischen Januar und Juni 2020 deutlich weniger Verletzte aufgrund von Unfällen auf der Straße gegeben habe. Als Grund dafür wurde das durch die Corona-Pandemie bedingte geringe Verkehrsaufkommen genannt. Demnach wurden in Nordrhein-Westfalen im ersten Halbjahr 2020 knapp 20 Prozent weniger Verunglückte als im Vergleichszeitraum des Vorjahres gezählt.

Sie haben Fragen? Wir helfen Ihnen.