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Wenn´s juckt und krabbelt:

Keine Panik vor lausigen Zeiten

Kopfläuse bei Kindern gehören zu den typischen "Mitbringseln" aus Zeltlagern, der Schule oder Kindergärten, auf die Eltern gerne verzichten würden. Allen Maßnahmen zum Trotz tauchen die kleinen Plagegeister aber immer wieder auf. Kopfläuse verbreiten sich sehr schnell. Nur acht bis neun Tage braucht ein Ei, um sich zu einer kleinen Kopflaus zu entwickeln.

Die Weibchen kleben die Läuseeier vor allem an die Haare im Nacken und im Ohrbereich. Die so genannten Nissen sitzen vorzugsweise dicht am Haaransatz, nahe der Kopfhaut und lassen sich kaum abstreifen. Mit dem Nachwachsen der Haare wandern sie dann Richtung Haarspitze. Kopfläuse verursachen durch Umherkriechen und Bisse Juckreiz. Betroffene kratzen sich und das wiederum führt zu Ekzemen, Borkenbildung und Hautschäden.

Bis zu 140 Eier produziert ein Weibchen im Laufe seines Lebens. Und weil die Nissen auch an Mützen und Kleidern haften bleiben, können sich Kopfläuse leicht weiter verbreiten. Ob im Bus oder in der Straßenbahn, im Kindergarten oder im Büro: Überall da, wo viele Menschen zusammen kommen, besteht die Gefahr der Übertragung. Es kann jeden treffen. Läuse nisten sich nicht nur bei unsauberen oder ungepflegten Zeitgenossen ein. Sie fühlen sich auch in den Haaren von reinlichen Mitmenschen pudelwohl.

Was ist zu tun, wenn es passiert ist?

- Die Haare mit einem speziellen Antiläuseshampoo oder Gel behandeln oder mit Antiläusespray einsprühen. Entsprechende Präparate gibt es in der Apotheke zu kaufen. Anwendungsvorschriften genau beachten! Die Behandlung sollte nach einigen Tagen sicherheitshalber wiederholt werden.
- Die Haare mit einem speziellen, fein gezinkten, Läusekamm (Nissenkamm) und Essigwasser auskämmen,
- Kopfkissen und Handtücher unbedingt auskochen,
- Bürsten, Kämme und Haarschmuck auskochen oder, wenn das nicht möglich ist, wegwerfen,
- Als Zusatzmaßnahme ist auch eine halbstündige Sitzung unter der Trockenhaube sinnvoll, denn Hitze tötet die Läuseeier ab.

Wenn Eltern bei ihren Sprösslingen Kopfläuse entdecken, sollten sie umgehend den Klassenlehrer in der Schule oder die Erzieherin im Kindergarten informieren. Falsche Scham ist nicht angebracht. Denn um ein Ausbreiten der Plage zu verhindern, müssen möglichst schnell Gegenmaßnahmen getroffen werden.