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Männergesundheit: Das sollten Sie wissen

Männergesundheit wird oft vernachlässigt und verdrängt. Die AOK beantwortet Fragen rund um das Thema und bietet einen Überblick über alle Leistungen zu Früherkennung und Vorbeugung.

Männergesundheit – was ist das eigentlich?

Manche Krankheiten treffen nur oder überwiegend Männer – und zwar jeder Altersstufe. Zu den reinen Männerleiden zählen zum Beispiel Hodenkrebs und Prostatakrebs. Von anderen Krankheiten, etwa Darmkrebs und der Erweiterung der Bauchschlagader, sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Deshalb gibt es spezielle Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen nur für Männer, meist beim Urologen oder Andrologen. Erste Anlaufstelle ist immer der Hausarzt.

Manche Krankheiten treten tatsächlich in der Regel erst in fortgeschrittenem Alter auf. Hodenkrebs aber trifft beispielsweise besonders junge Männer zwischen 20 und 45 Jahren. Seelische Erkrankungen kennen keine Altersgrenzen.

Selbst akute Herzinfarkte erleiden schon Männer, die jünger als 45 sind. Und zwar insgesamt doppelt so häufig wie Frauen. Körperliche Fitness ist die beste Vorbeugung gegen Herz- und Kreislauferkrankungen, gegen Übergewicht und andere sogenannte Zivilisationskrankheiten.

Manche Erkrankungen kann man nicht vermeiden, denn die erbliche Vorbelastung spielt mitunter eine entscheidende Rolle. Doch wie der Körper mit einer Krankheit fertig wird, wie stark man kämpfen kann, das lässt sich durch eine positive Lebenseinstellung und einen aktiven Lebensstil mit Sport beeinflussen. Die Heilungschancen bei Krebs sind deutlich höher, je früher ein Tumor erkannt wird. Deshalb ist die regelmäßige Früherkennungsuntersuchung so wichtig, ebenso die Selbstbeobachtung. Für die Vorsorgeuntersuchungen entstehen Ihnen keine Kosten.

Grundsätzlich sind beide Ärzte für Männer zuständig. Beide können zum Beispiel eine Untersuchung der Prostata vornehmen. Urologen kümmern sich um die harnbildenden und -leitenden Organe von Männern. Andrologen bilden eine auf Männer spezialisierte Gruppe innerhalb der Urologen. Sie kennen sich besonders mit den Themen Fruchtbarkeit, Potenz und Erektionsstörungen aus.

Erster Ansprechpartner bei Schmerzen, Problemen und Auffälligkeiten ist aber der Hausarzt. Er wird Sie an den richtigen Facharzt verweisen. Das kann zum Beispiel auch ein Proktologe, ein Spezialist für Erkrankungen des Enddarms, sein.

So hilft die AOK: Der AOK Arztnavigator unterstützt Sie bei der Suche nach dem richtigen Arzt in Ihrer Nähe.

Bewegung ist für Männer genauso wichtig wie Essen und Trinken. Regelmäßiger Sport hält den Körper fit, stärkt Herz, Kreislauf, Muskeln und Gelenke und hilft beim Stressabbau. Wer aktiv ist, beugt Zivilisationskrankheiten wie Herz- und Gefäßkrankheiten, Bluthochdruck, Übergewicht oder Gicht vor.
Studien zeigen, dass 60 bis 100 Minuten leichtes Joggen pro Woche die Lebenserwartung um fünf bis sechs Jahre erhöht.

So hilft die AOK: Die AOK unterstützt sie bei einer gesunden Lebensführung mit vielen Angeboten – zum Beispiel Gesundheitskursen in Ihrer Nähe, Online-Programmen und Tipps von erfahrenen Spezialisten in den AOK-Expertenforen.

Sexuelle Unlust, Erektionsstörungen, Zeugungsunfähigkeit – über intime Beschwerden reden Männer nicht gerne. Dabei sollten Paare genau das tun: darüber sprechen. Psychologische Faktoren wie Stress beeinflussen den Hormonhaushalt, also auch das Sexualhormon Testosteron. Ist die Seele aus dem Gleichgewicht leiden auch Fruchtbarkeit und Potenz. Die Lust geht ebenfalls flöten. Nimmt der Leidensdruck zu oder es stecken körperliche Gründe dahinter, ist der Arzt der richtige Ansprechpartner. Nicht gut für die Stehkraft sind Übergewicht, Rauchen und Alkohol.

So hilft die AOK: Im exklusiven AOK-Expertenforum Partnerschaft & Sexualität beantworten Fachleute Ihre Fragen rund um das Thema.

Nein, auch die seelische Gesundheit vieler Männer ist gefährdet. So werden immer häufiger Depressionen auch bei Männern diagnostiziert. Gesundheit ist umfassend zu sehen. Körperliches und seelisches Wohlbefinden steigert die Lebensqualität. Deshalb steht die Psyche ebenso im Fokus.

  • Depression ist weltweit die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit.
  • Dreimal mehr Männer begehen Suizid als Frauen.

Weitere Informationen zum Thema Depressionen erhalten Sie auf der Themenseite Depression: Symptome, Ursachen und Hilfe.

Die AOK übernimmt die Kosten für die medizinisch notwendigen Behandlungen. Bei manchen Diagnosen kann eine ärztliche Zweitmeinung helfen, die eigene gesundheitliche Situation besser zu verstehen und sich für die am besten geeignete Therapie zu entscheiden.

So hilft die AOK: Die AOK unterstützt Sie dabei, schnell die ärztliche Zweitmeinung eines Spezialisten zu bekommen.

Hodenkrebs: die häufigste Krebsform bei jungen Männern

Hodenkrebs ist zwar insgesamt eine eher seltene Tumorerkrankung, aber in der Gruppe der Männer zwischen 20 und 45 Jahren die häufigste. Familiäre Vorbelastungen erhöhen das Risiko, selbst an einem Hodentumor zu erkranken. Die gute Nachricht: Die Heilungschancen sind mit 95 Prozent sehr gut, vorausgesetzt, der Krebs wird frühzeitig erkannt.

Eine regelmäßige Selbstuntersuchung der Hoden zeigt zuverlässig Auffälligkeiten, die auf eine Erkrankung hindeuten können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie dabei bestimmte Veränderungen feststellen:

  • Schwellung oder Knoten in einem der Hoden
  • Veränderung in Größe und Form
  • Ansammlung von Flüssigkeit im Hodensack
  • Schmerzen in einem der Hoden oder im Hodensack
  • Schmerzen in der Leistengegend oder im Unterleib
  • Ziehen oder andere Veränderungen in der Brust und im Brustgewebe.

Im Rahmen der Krebsvorsorge für Männer ab 45 wird empfohlen, neben der jährlichen Untersuchung der Prostata, auch die äußeren Geschlechtsorgane vom Arzt abtasten zu lassen.

Es besteht kein Zusammenhang zwischen Hodenkrebs und heißen Bädern, Sport oder enger Kleidung.

Wird Hodenkrebs frühzeitig erkannt, lässt er sich mit Chemotherapie und Bestrahlung sehr gut behandeln. Ist die Erkrankung schon weiter fortgeschritten, muss unter Umständen der betroffene Hoden entfernt werden. Fruchtbarkeit und Sexualfunktionen bleiben in der Regel erhalten.

Einmal im Monat sollten Männer ihre Hoden abtasten. Die regelmäßige Selbstuntersuchung ist die beste Vorsorge. Das Abtasten sollten sich Jungs schon in der Pubertät zur Routine machen, denn Männer kennen ihre Hoden selbst am besten und bemerken Ungewöhnliches. Fallen die genannten Veränderungen auf, sollte ein Arzt diese möglichst bald untersuchen, damit eine Behandlung – falls nötig – so früh wie möglich starten kann.

Video: den Hoden selbst abtasten

Darmkrebs und was Männer sonst noch (be)trifft

Für einige Krankheiten, unter denen besonders oder ausschließlich Männer leiden, gibt es Früherkennungsuntersuchungen. Dazu zählen zum Beispiel Darmkrebs und Prostatakrebs. Die Vorsorgetermine beim Arzt helfen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und besser zu behandeln.

Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland circa 61.000 Menschen im Jahr an Darmkrebs. Männer haben ein etwas höheres Risiko zu erkranken als Frauen.

Die Darmspiegelung ist neben dem Stuhltest ein wesentliches Instrument der Früherkennung. Seit diese Methode eingesetzt wird, ist die Erkrankungsrate deutlich gesunken. Durch die Vorsorge können bereits Vorstufen von Krebs entdeckt und entfernt werden, so dass Krebs gar nicht erst entstehen muss. Versicherte haben ab dem 50. Geburtstag Anspruch auf zwei Darmspiegelungen zur Früherkennung. Dazwischen müssen mindestens zehn Jahre Abstand sein.

So hilft die AOK: Männer ab 50 Jahren bekommen Post: Versicherte werden alle fünf Jahre von der AOK zur Darmkrebsvorsorge eingeladen.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern insgesamt und die dritthäufigste Todesursache. Prostatakrebs entsteht, wenn Zellen der Vorsteherdrüse anfangen, sich unkontrolliert zu vermehren.

Tückisch ist, dass im Frühstadium kaum Symptome auftreten und somit die Krebszellen Zeit haben, sich zu entwickeln. Erst wenn der Tumor größer wird, treten Symptome auf wie Probleme beim Wasserlassen oder Blut im Urin. Oft kann die Blase nicht vollständig entleert werden. Umso wichtiger ist die Vorsorge, bei der Hausarzt oder Urologe die Prostata über den Enddarm abtasten.

So hilft die AOK: Die AOK übernimmt bei Männern ab 45 Jahren die Kosten für die jährliche Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs.

Ein Bauchaortenaneurysma kann lebensbedrohlich sein und trifft Männer sechsmal häufiger als Frauen, vor allem ältere. Diese sackartige oder spindelförmige Erweiterung der Hauptschlagader im Bauchraum kann einen Riss in der Gefäßwand und sehr starke innere Blutungen bewirken. Dadurch entsteht eine lebensbedrohliche Situation. Riskant ist, dass man diese Veränderung selbst nicht spüren kann, sie verursacht in der Regel auch keine Schmerzen. Eine Ultraschalluntersuchung ermöglicht es dem Arzt, ein Bauchaortenaneurysma frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

So hilft die AOK: Die AOK übernimmt die Kosten für das Aneurysma-Screening zur Früherkennung bei Männern ab 65 Jahren.

Hautkrebs trifft alle. Er zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Die gefährlichste Art ist der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom. Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Achten Sie auf Ihre Haut. Suchen Sie bei Hautveränderungen oder Auffälligkeiten an den Pigmentmalen einen Arzt auf. Größter Risikofaktor für alle Arten ist zu viel und zu starke UV-Strahlung.

So hilft die AOK: Die AOK übernimmt die Kosten für die Früherkennung von Hautkrebs.

Seelische Gesundheit: Auch die Psyche kann krank werden

Wenn es mehr als eine kleine Krise ist, wenn sich die negativen Gedankenmuster nicht mehr durchbrechen lassen, ist professionelle Hilfe nötig. Diese als Betroffener oder Angehöriger zu nutzen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern verantwortungsbewusst. Oft ist es einfacher, sich anonym beraten zu lassen.

Spezielle AOK-Programme helfen Betroffenen und Angehörigen, Symptome zu deuten und damit umzugehen. Sie unterstützen dabei, die Psyche zu stärken und Stress zu reduzieren.

moodgym ist ein kostenloses Online-Training für eine stärkere Psyche. Die Übungen helfen, ungesunde Gedankenmuster zu erkennen, sie durch neue zu ersetzen und so das Handeln positiv zu verändern. Ziel des Programms ist es, depressive Symptome zu verringern und Depressionen zu verhindern.

Stress ist einer der größten Gesundheitsräuber. Stress wirkt nicht nur auf den Magen oder das Herz. Die Stressfaktoren in den Griff zu bekommen bedeutet mehr Lebensqualität. Das individuelle Online-Trainingsprogramm „Stress im Griff“ verhilft Ihnen zu mehr Gelassenheit. Es läuft über mehrere Wochen und zeigt Ihnen in vier Phasen, wie Sie Stress im Privat- und Berufsleben reduzieren können.

Der Familiencoach Depression hilft bei der Bewältigung des Alltags mit einem depressiv erkrankten Angehörigen. Das Online-Programm gibt Empfehlungen, wie Angehörige und Freunde von Menschen mit depressiven Erkrankungen diese unterstützen und sich selbst vor Überforderung schützen können.

Check-up: der Gesundheitscheck für Erwachsene

Die AOK bietet Versicherten zwischen 18 und 34 Jahren einmalig, dann ab 35 Jahren alle drei Jahre einen kostenlosen Gesundheitscheck. Diese regelmäßigen Kontrollen weisen frühzeitig auf Herz-, Kreislauf- und Nierenerkrankungen, ebenso Störungen des Stoffwechsels wie Diabetes oder andere Krankheiten hin. Ansprechpartner ist der Hausarzt.

Gesund leben mit der AOK

Ob Abnehmen, Yoga, Entspannungstraining oder Ernährungsumstellung – die AOK bietet ein breites Angebot für alle, die mehr für ihre Gesundheit tun wollen:

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