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Trotz eines leichten Anstiegs auch 2007 vergleichsweise niedrige Krankenstände im Rheinland

Der Krankenstand der AOK-Versicherten im Rheinland blieb trotz eines leichten Anstiegs in 2007 sehr niedrig.

Der Jahresdurchschnitt von Versicherten, die Lohnfortzahlung erhielten lag bei 3,42 % - im Vergleich zu 2006 mit 3,30 %. Dies zeigt die Jahresbilanz des AOK Rheinland/Hamburg-eigenen Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung. Insgesamt wurden die anonymisierten Daten von fast einer Million Versicherten aus 150.000 rheinischen Unternehmen ausgewertet. Länger als sechs Wochen arbeitsunfähig waren 1,53 % (2006: 1,47 %). Im Jahr 2000 waren noch 1,78 % aller Versicherten länger als sechs Wochen arbeitsunfähig gewesen und hatten Krankengeld bezogen.

Gestiegen sind auch die erfassten Krankmeldungen. Im Jahr 2007 wurden 152 Krankheitsfälle je 100 Beschäftigte gezählt (2006: 144 Fälle). Der Anstieg der Krankmeldungen zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf infektiöse Erkrankungen
(+15,2 %), Erkrankungen der Atemwege (+10,9 %) und Verdauungserkrankungen (+8,4 %) zurückzuführen. Diese scheinbar hohen Steigerungsraten erklären sich jedoch bei den Atemwegserkrankungen dadurch, dass aufgrund des Ausbleibens einer Erkältungswelle im Jahr 2006 die Werte in 2007 wieder das Normalniveau widerspiegeln. Zudem verursachte in 2007 das Norovirus einen Anstieg bei den infektiösen Erkrankungen.

Die durchschnittliche Erkrankungsdauer je Krankmeldung lag im Jahr 2007 mit 11,9 Kalendertagen etwas niedriger als 2006 (12,1 Kalendertage).

Fast 30 % aller Krankheitstage entstehen aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen. Die Zahl der Fehltage dieser Erkrankungsart blieb in den vergangenen drei Jahren stabil und war damit deutlich niedriger als vor der Jahrtausendwende. Im Jahr 2000 verursachten Rückenbeschwerden, Gelenk- und Sehnenerkrankungen noch 690 Krankheitstage je 100 Versicherte, im Jahr 2007 waren es nur 526 Tage. Ein Grund für diesen fast 24prozentigen Rückgang wird vor allem in den Gesundheitsförderungsprogrammen gesehen: Beispielsweise sanken bei mehreren Unternehmen, die für ihre Beschäftigten Rückentrainings am PC oder Hebe-Trage-Trainings in der Produktion angeboten hatten, die Rückenerkrankungen um die Hälfte.

Viele Firmen investierten in den letzten Jahren außerdem verstärkt in die Arbeitssicherheit, was sich am Rückgang der Anzahl der Arbeitsunfälle um 34 % in den letzten sieben Jahren ablesen lässt. Für 2007 wurden nur noch 6,6 Fälle je 100 Versicherte erfasst, im Jahr 2000 hatte die Zahl noch bei 10 Arbeitsunfällen je 100 AOK-Versicherte gelegen.

Zu immer häufigeren Fehltagen führen die psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen. Sie erhöhten sich im Jahr 2007 um 6,9 %. Auch die erfassten Fälle überstiegen die bisherigen Werte der zurückliegenden Jahre. Je 100 Beschäftigte wurden 2007 5,4 Arbeitsunfähigkeitsfälle erfasst. Im Jahr 2000 waren es 4,7 gewesen. Zudem stieg die durchschnittliche Falldauer im gleichen Zeitraum von 20 auf 26 Kalendertage und damit auf einen Spitzenwert. Die Ursachen können nur vermutet werden: Reiz- und Informationsüberflutung, erhöhter Leistungsdruck am Arbeitsplatz und Unsicherheiten durch persönliche und berufliche Situation. Aber auch bessere Aufklärung über die Krankheitsbilder und die Aufweichung des Stigmas „Depression“ in den vergangenen Jahren führen wahrscheinlich dazu, dass Betroffene heute häufiger ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen.

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