Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Rheinland/Hamburg
Ort/Kasse korrigieren
Geschäftsstellen werden geladen ...

Tinnitus

Wenn es im Ohr pfeifft und hämmert

Wenn es im Ohr klingelt, piept, hämmert, pocht, summt, knattert oder pfeift, dann sind das typische Anzeichen für Tinnitus. Etwa 30 Prozent aller Menschen haben im Laufe ihres Lebens irgendwann mal einen Tinnitus. Häufig verschwinden solche Ohrgeräusche von selbst wieder. Hauptursache für die Entstehung des Tinnitus ist Lärm.

Tinnitus ist die medizinische Bezeichnung für jedes Geräusch, dass der Betroffene selbst, aber kein anderer hört. Diese Ohrgeräusche, die nur die Betroffenen selbst wahrnehmen, werden subjektiver Tinnitus genannt. Bei subjektiven Ohrgeräuschen klagen die Betroffenen meist über dauerhafte Töne wie Rauschen, Zischen und Pfeifen in unterschiedlicher Lautstärke. Manche Patienten nehmen diese Töne nur bei absoluter Ruhe wahr. Andere hören sie ständig. Letzteres ist für die Betroffenen sehr belastend.

Außerdem gibt es noch den so genannten objektiven Tinnitus. Diese Geräusche können durch entsprechende Verstärkung auch für andere hörbar gemacht werden. Wesentlich häufiger und auch belastender ist aber der subjektive Tinnitus. Beim objektiven Tinnitus wird meist ein pulsierendes oder klopfendes Geräusch festgestellt. Es gibt im Mittelohr kleine Muskeln, die ganz kleine Bewegungen auslösen können, die dann hochverstärkt auch für andere zu hören sind. Der Patient hört diese Geräusche aber ganz laut, weil sie direkt am Innenohr sind.

Eine der häufigsten Ursachen für die Entstehung der subjektiven Ohrgeräusche ist ein Lärmschaden. Dieser kann akut sein, etwa nach einem Disco- oder Konzertbesuch. Auch ein Silvesterknaller kann ein akutes Ohrgeräusch auslösen. Diese akuten Geräu-sche verschwinden meist wieder von allein. Es gibt aber auch Schäden, die durch chronischen Lärm entstehen, zum Beispiel bei großer Belastung am Arbeitsplatz durch Maschinengeräusche. Weitere mögliche Auslöser für Tinnitus können Stoffwechselerkrankungen, Tumore, Blutgefäßmissbildungen, Kiefergelenkschäden, Halswirbelsäulenschäden, Depressionen oder Stress sein. Sie kommen aber nur selten vor.

Wer erheblicher Lautstärke ausgesetzt war und danach Ohrgeräusche bemerkt, sollte Lärm meiden. Auch wenn die Geräusche nach einem Disco-Besuch meist nach kurzer Zeit von allein verschwinden, so bedeutet es doch, dass der Betroffene lärmempfindlich ist. Er muss auch in Zukunft mit verstärktem Lärmschaden rechnen, wenn er sich großer Lautstärke aussetzt. Wenn ein Tinnitus plötzlich neu auftaucht, mehr als zwei Tage anhält, wenn der Betroffene Schwindel verspürt oder schlechter hört als vorher, dann sollten Betroffene auf jeden Fall zum Arzt gehen. Ist die Ursache des Tinnitus´ eine andere Erkrankung, muss diese behandelt werden.

Tinnitus ist für viele Betroffene eine starke seelische Belastung. Egal welche Ursachen anhaltende Ohrgeräusche haben, jede Therapie sollte dem Patienten auch Techniken vermitteln, mit denen er die seelische Belastung überwinden oder zumindest beherrschen lernen kann. Das sollte ein entsprechender Psychotherapeut machen, der dann mit dem Patienten die optimale Therapie oder Methode einübt.