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Startschuss in Köln für die spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung

Gemeinsame Presseerklärung der AOK Rheinland/Hamburg, Verband der Ersatzkassen e. V., Landesvertretung NRW, BKK-Landesverband NORDWEST, Knappschaft, Vereinigte IKK, Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW, KV Nordrhein

Auch im Einzugsbereich der Stadt Köln ermöglicht jetzt der Vertragsabschluss über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eine umfassende häusliche Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. Das bedeutet, dass diese Patienten künftig auf ihren Wunsch zuhause sorgsam medizinisch und pflegerisch, bei Bedarf rund um die Uhr, versorgt werden können. Ziel ist es, für sie den Weg ins Krankenhaus oder in ein Hospiz zugunsten des letzten Lebensabschnittes in gewohnter häuslicher Umgebung zu vermeiden. Das Ziel der Palliativ-Medizin ist die Schmerzlinderung bei schwerstkranken Patienten.

Das Versorgungsgebiet des Palliative-Care-Teams am Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln erstreckt sich auf den linksrheinischen Einzugsbereich der Stadt Köln. Damit deckt das Palliative-Care-Team eine Einwohnerzahl von rund 630.000 Menschen ab.

Die gesetzlichen Krankenkassen, die diesen Vertrag unter Federführung der AOK Rheinland/Hamburg mit dem Palliative-Care-Team abgeschlossen haben, begrüßen den Durchbruch für die Schwerstkranken unter ihren Versicherten. Cornelia Prüfer-Storcks, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg, erklärt: "Patienten, die dies wünschen, werden einen schnellen, unbürokratischen Zugang zu dieser hochwertigen Versorgung bekommen." Damit kann jetzt eine Vielzahl von Patienten im Kölner Stadtgebiet im vertrauten häuslichen Umfeld spezialisiert medizinisch versorgt und umfassend gepflegt werden. Andreas Hustadt, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen in NRW, hebt das gemeinsame Vorgehen der Krankenkassen hervor: "Bei der SAPV handelt es sich nicht um ein Wettbewerbsfeld, da sind sich alle gesetzlichen Krankenkassen einig. Im Mittelpunkt steht für uns die bestmögliche Versorgung der Versicherten."

Beteiligt sind neben der AOK Rheinland/Hamburg und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein die Ersatzkassen (BARMER GEK, TK, DAK, KKH-Allianz, HEK, hkk) im Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), 98 Betriebskrankenkassen der BKK-Vertragsarbeitsgemeinschaft NRW, die Vereinigte IKK sowie die Knappschaft und die Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW.

Die Versorgung im Einzugsgebiet Köln garantieren aktuell unter der ärztlichen Leitung von Prof. Dr. Raymond Voltz (Inhaber des Lehrstuhls für Palliativmedizin an der Uni Köln, Direktor des Zentrums für Palliativmedizin im Dr. Mildred Scheel Haus auf dem Gelände der Uniklinik Köln, Gründungsmitglied und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin [DGP]) drei qualifizierte Palliativ-Ärzte, acht qualifizierte Palliativ-Pflegefachkräfte sowie die Koordinationsstelle des Zentrums für Palliativmedizin.

Zum Hintergrund: Etwa zehn Prozent aller Sterbenden benötigen eine besonders aufwändige, spezialisierte Versorgung. Um dies in häuslicher Umgebung zu ermöglichen, setzt die SAPV auf je ein Palliative-Care-Team innerhalb bestehender Strukturen der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung in Nordrhein. Verträge bestehen bisher in Düren, in der Städteregion Aachen, in Mettmann-Nord, in Essen, im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis sowie in Bonn mit dem linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises.
Ein Palliative-Care-Team besteht aus mindestens drei qualifizierten Palliativ-Medizinern und mindestens vier Palliativ-Pflegefachkräften. Voraussetzung für die Teilnahme an der Versorgung ist neben der Qualifikationsanforderung die Sicherstellung einer 24-Stunden-Bereitschaft an sieben Tagen in der Woche. Dazu kommen Kooperationen mit ambulanten Hospizen und Apotheken.

Hat der Patient vom Haus-, Fach- oder Krankenhaus-Arzt eine Verordnung bekommen, dann besucht das Palliative-Care-Team den Kranken zu Hause und plant die optimale häusliche Versorgung unter Einbeziehung des Haus- oder Facharztes. Die Betreuung kann sich auf bestimmte Phasen erstrecken oder nur auf einen Teilbereich der Versorgung.
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
Kontakt: Dr. Sabine Schlingmann
E-Mail: sabine.schlingmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1047
Telefax: 0211 8791-1125

Verband der Ersatzkassen e. V., Landesvertretung NRW
Dirk Ruiss
Telefon: 0211 3841015

BKK-Landesverband NORDWEST
Karin Hendrysiak
Telefon: 0201 179-1511

Knappschaft
Susanne Heinrich
Telefon: 0234 30482-100

Vereinigte IKK
Sylvia Strothotte
Telefon: 0211 23979-111

Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW
Frank Krenz
Telefon: 0251 2320-472

KV Nordrhein
Ruth Bahners
Telefon: 0211 5970-8077