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Startschuss in Duisburg für die spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung

Gemeinsame Presseerklärung

12.05.2011

Auch im Einzugsbereich der Stadt Duisburg ermöglicht jetzt der Vertragsabschluss über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eine umfassende häusliche Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. Das bedeutet, dass diese Patienten künftig auf ihren Wunsch zuhause sorgsam medizinisch und pflegerisch, bei Bedarf rund um die Uhr, versorgt werden können. Ziel ist es, für sie den Weg ins Krankenhaus oder in ein Hospiz zugunsten des letzten Lebensabschnittes in gewohnter häuslicher Umgebung zu vermeiden. Das Ziel der Palliativ-Medizin ist die Schmerzlinderung bei schwerstkranken Patienten.

Das Versorgungsgebiet des Palliative-Care-Teams „Palliativ Care Duisburg eG“ erstreckt sich auf den Einzugsbereich Duisburg sowie Teile der angrenzenden Regionen Moers, Rheinberg, Krefeld, Düsseldorf, Ratingen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Dinslaken. Damit deckt das Palliative-Care-Team eine Einwohnerzahl von rund 600.000 Menschen ab.

Die gesetzlichen Krankenkassen, die diesen Vertrag unter Federführung der AOK Rheinland/Hamburg mit dem Palliative-Care-Team abgeschlossen haben, begrüßen den Durchbruch für die Schwerstkranken unter ihren Versicherten. Wilfried Jacobs, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, erklärt: „Patienten, die dies wünschen, werden einen schnellen, unbürokratischen Zugang zu dieser hochwertigen Versorgung bekommen.“ Damit kann jetzt eine Vielzahl von Patienten in Duisburg und den angrenzenden Regionen im vertrauten häuslichen Umfeld spezialisiert medizinisch versorgt und umfassend gepflegt werden.

Beteiligt sind neben der AOK Rheinland/Hamburg und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein die Ersatzkassen (BARMER GEK, TK, DAK, KKH-Allianz, HEK, hkk) im Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), 83 Betriebskrankenkassen der BKK-Vertragsarbeitsgemeinschaft NRW, die Vereinigte IKK sowie die Knappschaft und die Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW.

Die Versorgung im Einzugsgebiet Duisburg garantieren sechs niedergelassene qualifizierte Palliativ-Ärzte aus den Fachgruppen Allgemeinmedizin, Anästhesie, Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie sowie qualifizierte Palliativ-Pflegefachkräfte aus den regionalen Pflegediensten (Die Pflege, Malteser, medidoc).

Zum Hintergrund: Etwa zehn Prozent aller Sterbenden benötigen eine besonders aufwändige, spezialisierte Versorgung. Um dies in häuslicher Umgebung zu ermöglichen, setzt die SAPV auf je ein Palliative-Care-Team innerhalb bestehender Strukturen der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung in Nordrhein. Verträge bestehen bisher in Düren, in der Städteregion Aachen, in Mettmann-Nord, in Essen, in Köln (linksrheinisch), im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis sowie in Bonn mit dem linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises.

Ein Palliative-Care-Team besteht aus mindestens drei qualifizierten Palliativ-Medizinern und mindestens vier Palliativ-Pflegefachkräften. Voraussetzung für die Teilnahme an der Versorgung ist neben der Qualifikationsanforderung die Sicherstellung einer 24-Stunden-Bereitschaft an sieben Tagen in der Woche. Dazu kommen Kooperationen mit ambulanten Hospizen und Apotheken.

Hat der Patient vom Haus-, Fach- oder Krankenhaus-Arzt eine Verordnung bekommen, dann besucht das Palliative-Care-Team den Kranken zu Hause und plant die optimale häusliche Versorgung unter Einbeziehung des Haus- oder Facharztes. Die Betreuung kann sich auf bestimmte Phasen erstrecken oder nur auf einen Teilbereich der Versorgung.

Pressekontakt

Federführend für die Veröffentlichung:
AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
Kontakt: Dr. Sabine Schlingmann
E-Mail: sabine.schlingmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1047
Telefax: 0211 8791-1125


Verband der Ersatzkassen e. V.
Landesvertretung NRW
Dirk Ruiss
Telefon: 0211 384-1015

BKK-Landesverband NORDWEST
Karin Hendrysiak
Telefon: 0201 179-1511

Knappschaft
Susanne Heinrich
Telefon: 0234 30482-100

Vereinigte IKK
Sylvia Strothotte
Telefon: 0211 23979-111

Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW
Frank Krenz
Telefon: 0251 2320-472

KV Nordrhein
Frank Naundorf
Telefon 0211 5970-8077