Angebot anzeigen für:
Suche bei der AOK Rheinland/Hamburg
Ort/Kasse korrigieren
Kontakt zu meiner AOK Rheinland/Hamburg
Ort/Kasse korrigieren
Geschäftsstellen werden geladen ...

Startschuss in Bonn/Rhein-Sieg für die spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung

Vertragsabschluss über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) ermöglicht jetzt eine umfassende häusliche Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen.

Gemeinsame Presseerklärung

Auch in Bonn und im linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises ermöglicht jetzt der Vertragsabschluss über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eine umfassende häusliche Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. Das bedeutet, dass diese Patienten künftig auf ihren Wunsch zuhause sorgsam medizinisch und pflegerisch, bei Bedarf rund um die Uhr, versorgt werden können. Ziel ist es, für sie den Weg ins Krankenhaus oder in ein Hospiz oder das Sterben im Altenheim zugunsten des letzten Lebensabschnittes in gewohnter häuslicher Umgebung zu vermeiden. Das Anliegen der Palliativ-Medizin ist die Schmerzlinderung bei schwerstkranken Patienten.

Das Versorgungsgebiet des „Palliative-Care-Teams Bonn/Rhein-Sieg“ am Malteser-Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg erstreckt sich auf den Einzugsbereich Großraum Bonn (Bonn-Zentrum, -Bad Godesberg, -Hardtberg und -Beuel – dies in Abstimmung mit dem Palliativ-Care-Team am St. Josef Hospital in Troisdorf) sowie im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis auf die Orte Alfter, Rheinbach, Meckenheim, Bornheim, Swisstal und Wachtberg. In diesem Bereich leben insgesamt 470.000 Menschen.

Die gesetzlichen Krankenkassen, die diesen Vertrag unter Federführung der AOK Rheinland/Hamburg mit Ärzten, Pflegefachkräften und weiteren Beteiligten abgeschlossen haben, begrüßten den Durchbruch für die Schwerstkranken unter ihren Versicherten. Cornelia Prüfer-Storcks, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg, erklärte: „Patienten, die dies wünschen, werden einen schnellen, unbürokratischen Zugang zu dieser hochwertigen Versorgung bekommen.“ Damit kann jetzt eine Vielzahl von Patienten in Bonn und im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis im vertrauten häuslichen Umfeld spezialisiert medizinisch versorgt und umfassend gepflegt werden.

Beteiligt sind neben der AOK Rheinland/Hamburg und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein die Ersatzkassen (Barmer GEK, TK, DAK, KKH-Allianz, HEK, hkk) im Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), 98 Betriebskrankenkassen der BKK-Vertragsarbeitsgemeinschaft NRW, die Vereinigte IKK Nordrhein sowie die Knappschaft und die Landwirtschaftliche Krankenkasse.

Für die Versorgung in Bonn und im linksrheinschen Rhein-Sieg-Kreis steht das Palliativ-Care-Team am Malteser-Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg bereit. Das Palliative-Care-Team besteht aus vier qualifizierten Palliativ-Ärzten und fünf qualifizierten Palliativ-Pflegefachkräften. Zu den Palliativärzten zählt u. a. Prof. Dr. med. Lukas Radbruch, Leiter des Zentrums für Palliativmedizin am Malteser-Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg.

Zum Hintergrund: Etwa zehn Prozent aller Sterbenden benötigt eine besonders aufwändige, spezialisierte Versorgung. Um dies in häuslicher Umgebung zu ermöglichen, setzt die SAPV auf je ein Palliative-Care-Team in den 33 Regionen in Nordrhein (in Abhängigkeit der Einwohnerzahl), in denen bereits Palliativ-Netzwerke arbeiten. Verträge bestehen bisher in Düren, in der Städteregion Aachen und in Mettmann-Nord sowie im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. Ein Palliative-Care-Team besteht aus mindestens drei qualifizierten Palliativ-Medizinern und mindestens vier Palliativ-Pflegekräften. Voraussetzung für die Teilnahme an der Versorgung ist neben der Qualifikationsanforderung die Sicherstellung einer 24-Stunden-Bereitschaft an sieben Tagen in der Woche. Dazu kommen Kooperationen mit ambulanten Hospizen und Apotheken.

Hat der Patient vom Haus-, Fach- oder Krankenhaus-Arzt eine Verordnung bekommen, dann besucht das Palliative-Care-Team den Kranken zu Hause und plant die optimale häusliche Versorgung unter Einbeziehung des Haus- oder Facharztes. Die Betreuung kann sich auf bestimmte Phasen erstrecken oder nur auf einen Teilbereich der Versorgung.

„Bei der SAPV handelt es sich nicht um ein Wettbewerbsfeld“, so Dirk Ruiss, Sprecher des Verbandes der Ersatzkassen in NRW, „da sind sich alle gesetzlichen Krankenkassen einig. Im Mittelpunkt steht für uns die bestmögliche Versorgung der Versicherten.“


AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
Kontakt: André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1125

Verband der Ersatzkassen e. V.
Landesvertretung NRW
Dirk Ruiss
Telefon: 0211 384-1015

BKK-Landesverband NORDWEST
Karin Hendrysiak
Telefon: 0201 179-1511

Knappschaft
Susanne Heinrich
Telefon: 0234 30482-100

Vereinigte IKK
Sylvia Strothotte
Telefon: 0231 57583-1201

Landwirtschaftliche
Krankenkasse NRW
Frank Krenz
Telefon: 0251 2320-472

KV Nordrhein
Ruth Bahners
Telefon 0211 5970-8077