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Selbstmedikation

Hausmittel haben ihre Grenzen

Erkältung, Kopfschmerzen oder die Schürfwunde am Knie – nicht immer ist sofort ein Arztbesuch notwendig. Bei harmlosen Befindlichkeitsstörungen können Hausmittel oder rezeptfreie Medikamente als Behandlung ausreichen. Allerdings sollten nur Beschwerden selbst behandelt werden, deren Verlauf der Betroffene einschätzen kann. Werden die Beschwerden stärker oder verändern sich, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Auch wenn die gleichen Beschwerden immer wieder auftreten, hat die Selbstmedikation ihre Grenzen erreicht. Es besteht dann die Gefahr, dass Symptome verschleiert und ernsthafte Krankheiten verschleppt werden. Bis dahin nie aufgetretene Symptome, wie Sehstörungen, Fieber, Erbrechen oder Nackensteife als Begleiterscheinungen von Schmerzen – das sind ernst zu nehmende Alarmsignale, die ebenfalls eine Untersuchung durch den Arzt erfordern.

Ganz wichtig ist auch, den Beipackzettel in der Medikamentenschachtel zu beachten. Er sollte gründlich gelesen werden, vor allem, wenn ein Medikament das erste Mal eingenommen wird. Manche Präparate dürfen nicht mit anderen Medikamenten oder bei bestimmten Krankheiten eingenommen werden. Diese so genannten Wechselwirkungen und Gegenanzeigen müssen unbedingt berücksichtigt werden. Daran sollten vor allem chronisch kranke Menschen denken, denn sie müssen oft täglich vom Arzt verordnete Arzneien zu sich nehmen. Schwangere und stillende Mütter sollten vor der Medikamenteneinnahme ihren Arzt fragen, denn manche Medikamente können dem Kind schaden.

Grundsätzlich sollte der Griff zu Medikamenten nicht zur Gewohnheit werden. Nicht jede Unpässlichkeit muss mit Tabletten bekämpft werden. Viele Beschwerden, wie beispielsweise Kopf- oder Rückenschmerzen können stressbedingt sein. Oft helfen in diesen Fällen ein reduziertes Arbeitspensum und ein Spaziergang an der frischen Luft ist besser als jede Tablette.