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Bundesweite AOK-Öffnung verfehlt das Ziel

Eine zwangsweise bundesweite Öffnung der Allgemeinen Ortskrankenkassen, wie sie im aktuellen Referentenentwurf zum „GKV-FKG“ festgehalten ist, führt aus Sicht der AOK Rheinland/Hamburg nicht zur beabsichtigten Stärkung der Versorgung. Auch das Vorhaben, die ehrenamtlichen Vertreter im Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes durch hauptamtliche Vorstände zu ersetzen, lehnt die Gesundheitskasse als Schwächung der Selbstverwaltung entschieden ab.

Pressemitteilung

Regionale Kompetenz ist die Voraussetzung für eine hochwertige Versorgung vor Ort

„Unsere regionale Verankerung ist ein Garant für die hochwertige Versorgung der Menschen“, sagt Dieter Kolsch, Versichertenvertreter und alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der Gesundheitskasse. „Mit wohnortnahen Angeboten und dem Wissen über die individuellen Bedürfnisse unserer Versicherten sind wir ein wichtiger Ansprechpartner für die Akteure in den Regionen. Eine zentralistische Einheitskasse ist der falsche Weg.“

Um den Versorgungswettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung zu fördern und nachhaltige Verbesserungen für die Bevölkerung zu erzielen, bedarf es mehr Freiraum für eine bedarfsgerechte Gestaltung der Gesundheitsversorgung, zum Beispiel bei der regionalen Vertragsgestaltung mit Kliniken und niedergelassenen Ärzten. Die geplante Zentralisierung führt in die gegenteilige Richtung.

„Die bundesweite Öffnung der regionalen Kassen fokussiert einseitig auf einen Preiswettbewerb, der Ineffizienzen in der Versorgung schafft, zulasten der Versorgungsqualität geht und zum Abbau von Geschäftsstellen führt“, erläutert Wolfgang Ropertz, Arbeitgebervertreter und alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. „Persönliche Angebote im häuslichen Umfeld wie eine zugehende Pflegeberatung und die Patientenbegleitung gehen verloren. Gesundheitsprojekte, die den Menschen vor Ort zugutekommen, sind in diesem Umfang nicht mehr möglich, es sind Qualitätseinbußen für die Versorgung in der Fläche zu befürchten.“

Es darf keine Verdrängung der Sozialpartner aus der Selbstverwaltung der gesetzlichen Krankenversicherung geben

Die im Referentenentwurf formulierten Pläne, Arbeitgeber und Versicherte aus dem GKV-Spitzenverband auszuschließen, führt aus Sicht der AOK Rheinland/Hamburg zu einer deutlichen Schwächung der Selbstverwaltung. Dazu Dieter Kolsch: „Im Spitzenverband der Krankenkassen werden wichtige Entscheidungen für Versicherte und Arbeitgeber getroffen. Daher ist es unabdingbar, dass wir die Form der paritätisch besetzten Selbstverwaltung für eine gute Gesundheitsversorgung stärken und nicht durch eine neue Gesetzgebung demontieren.“