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Patienten generell zufrieden mit den Krankenhäusern – kleine, ländliche Kliniken schneiden besser ab

Die Versicherten der AOK sind mit ihren Krankenhäusern im Rheinland generell zufrieden und geben den Kliniken durchschnittlich eine "Zwei minus".

Vier von 132 bewerteten Krankenhäusern haben von den Patienten ein "Sehr gut" bekommen und damit am besten abgeschnitten, kein Haus wurde schlechter als "befriedigend" bewertet.

Das ist das Resultat einer großen Patientenbefragung der AOK Rheinland/Hamburg mit knapp 26.000 Teilnehmern. Gefragt wurde dabei nach Faktoren wie ärztliche und pflegerische Versorgung, Organisation und Service. Die Patienten konnten bei der Beantwortung der 16 Fragen maximal 96 Punkte vergeben, das entspricht einer Zustimmung von 100 Prozent. Im Gesamturteil für alle Krankenhäuser ergab sich ein durchschnittlicher Wert von 76,5 %. Die AOK Rheinland/Hamburg wird die Ergebnisse ab Dezember in ihren Krankenhaus-Navigator einstellen.

"Neben Kriterien wie Häufigkeit und Qualitätsergebnisse von Behandlungen gehört auch die Zufriedenheit der Patienten zur Gesamtbewertung von Krankenhäusern. Wir machen diese Ergebnisse transparent, damit sie Patienten und Ärzten eine Orientierung bei der Auswahl des richtigen Krankenhauses sein können", so Cornelia Prüfer-Storcks, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg.

Am besten bewerteten die Patienten insgesamt die ärztliche Versorgung mit 79,2 Prozent der möglichen Punkte – eine glatte Zwei. Damit ist die Versorgung durch die Klinikärzte von den Patienten besser benotet worden als alle Krankenhäuser in der Gesamtnote (76,5 %). Ebenfalls gut fiel die Bewertung für die pflegerische Betreuung mit 77,2 % aus. Die Organisationsabläufe in den analysierten Krankenhäusern erhielten von den Patienten einen Wert von 75,7 %, der Wert für Service lag bei 73,5 % und für Behandlungserfolg bei 71,5 %. Die zweithöchste Zustimmung erfolgte mit 78,4 % auf die Frage: Würden Sie dieses Krankenhaus ihrem besten Freund/Freundin weiterempfehlen?

Die Untersuchung brachte eine Reihe von interessanten Einzelergebnissen hervor, so der Zusammenhang zwi-schen der Bewertung des Krankhausaufenthaltes insgesamt mit der Art der Unterbringung. Patienten im Vier-Bett-Zimmer sind in allen Facetten unzufriedener mit ihrem Klinik-Aufenthalt als Patienten in Ein-, Zwei- oder Drei-Bett-Zimmern (im Verhältnis 71,2 % zu 78,7 %). Cornelia Prüfer-Storcks: "Nur knapp 7 % der Patienten sind in Vier-Bett-Zimmern untergebracht. Die Befra-gungsergebnisse zeigen, dass dies zu Recht ein Auslaufmodell ist."

Auch die regionale Verteilung zeigt Unterschiede. In der Gesamtbewertung landeten Krankenhäuser aus ländlich geprägten Regionen und Kreisen auf den ersten Plätzen.
Mit über 85 % der möglichen Punkte und damit am besten schnitten diese vier Krankenhäuser ab:

1. Rheintor-Klinik, Neuss
2. LVR-Klinik für Orthopädie, Viersen
3. St.-Josef-Hospital GmbH, Xanten
4. St.-Marien-Hospital, Bonn


Auch zeigte sich, dass kleinere Kliniken (Häuser mit bis zu 200 Betten) bei den Organisationsabläufen deutlich besser abschnitten als Großkliniken mit mehr als 800 Betten. Cornelia Prüfer-Storcks: "Diese Ergebnisse sollten Ansporn für große Kliniken sein, an Organisation und Service zu arbeiten. Leerlauf und Wartezeiten sind vermeidbar."

Bei den Trägergruppen haben je nach Krankenhausgröße mal die freigemeinnützigen, mal die öffentlichen Häuser die Nase vorn. Die privaten Klinikträger landen auf Platz Zwei oder Drei.

Aus Patientensicht sehr wichtig ist das Verhalten der Ärzte in der Klinik. Hier gab es im Vergleich der Arztgruppen deutliche Unterschiede. So benoteten die Patienten Gynäkologen – ohne Geburtshilfe – (83,6 %) und Urologen (82,3 %) am besten. Ärzte aus der Inneren Medizin (74,1 %) und der Unfallchirurgie (76,9 %) schnitten am schlechtesten ab. Ausschlaggebend für die unterschiedliche Beurteilung der Facharztgruppen waren Kriterien wie Aufklärung der Patienten und Berücksichtigung von Wünschen und Bedenken.

Mit dem Alter steigt die Zufriedenheit mit dem Krankenhausaufenthalt. Über 70-Jährige beurteilen insbesondere Service und Organisation sehr viel milder als 18- bis 30-Jährige.

Die Untersuchung wird regelmäßig alle zwei Monate anonym von der AOK Rheinland/Hamburg vorgenommen. Versicherte der größten Krankenkasse in NRW zwischen 18 und 80 Jahren, die mindestens zwei Übernachtungen in einem Krankenhaus absolviert haben, werden nach ihrer Beurteilung gefragt. Bisher haben sich fast 40 % der Befragten beteiligt, was für ein großes Interesse spricht, die eigenen Erfahrungen weiterzugeben.

Alle Ergebnisse der Patientenbefragung können Sie hier nachlesen: www.weisse-liste.aok-gesundheitsnavi.de

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
Kontakt: André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1125