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Neues zur Zahngesundheit bei Kleinkindern in Hamburg

Mit einem bundesweit einzigartigen Modellvorhaben zielt die AOK Rheinland/Hamburg auf die Versorgungslücke bei Kindern unter drei Jahren

05.08.2013

Heute fiel der Startschuss für ein neues Modellvorhaben zur Zahngesundheit bei Kleinkindern in Hamburg. Gemeinsam mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hamburg (KZV) und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf erprobt die AOK Rheinland/Hamburg einen neuartigen präventiven Versorgungsansatz. In dem vorliegenden Modell werden Eltern bereits vor der Geburt und auch anschließend gemeinsam mit dem Kind in den ersten drei Lebensjahren systematisch durch den Zahnarzt und sein Team betreut.

Das Konzept umfasst die gezielte Beratung über das richtige Verhalten zur Pflege der Milchzähne sowie ein intensives Training möglichst beider Elternteile beim Pflegen des eigenen Gebisses.

Teilnahmeberechtigt sind Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg, die ein Kind erwarten oder Eltern eines Kindes sind, welches zum Zeitpunkt der Einschreibung nicht älter als ein Jahr ist.

Versorgungslücke bei den Kindern unter drei Jahren

Der Gesetzgeber sieht bislang erst ab dem dritten bis fünften Lebensjahr drei jährliche Vorsorgeuntersuchungen vor. „Zwar haben auch jüngere Kinder Anspruch auf Zahnarztbesuche, jedoch ist nur wenigen Eltern bewusst, dass in diesem frühen Alter Zahnprophylaxe notwendig ist“, weiß Thomas Bott, stellvertretender Regionaldirektor der AOK in Hamburg, und stellt fest: „Es besteht somit eine Versorgungslücke im Alter von null bis drei Jahren.“

Ergebnisse von Untersuchungen bei Ein- und Zweijährigen ergaben, dass bereits vier Prozent der Kinder manifeste Karies haben. Berücksichtigt man zusätzlich Initialläsionen, also eine beginnende Karies, sind es sogar 15 Prozent. Das bedeutet vier erkrankte Milchzähne pro Kind. „Dies zeigt klar, dass der Grundstein für die Kariespolarisation früh gelegt wird und etablierte präventive Versorgungsangebote zu spät einsetzen“, betont Prof. Dr. Ursula Platzer, Direktorin der Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.

Kleinkinder lernen hauptsächlich durch Nachahmen

Der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) Hamburg, Dr./RO Eric Banthien begrüßt dieses Modell:  „Das Bewusstsein der Eltern und ihre Befähigung zu effektiven Reinigungstechniken der Zähne ist die entscheidende Voraussetzung für eine nachhaltige Zahngesundheit ihrer Kinder“, so Banthien. „Wer selbst auf die Gesundheit der eigenen Zähne wert legt und bei seinen Kindern vom ersten Milchzahn an auf die richtige Zahnpflege achtet, kann es ein Leben lang vor Karies schützen.“

Modellvorhaben dienen dazu, einen besonderen Bedarf der Versicherten besser zu erkennen. Sie bieten Krankenkassen die Möglichkeit neue präventive oder therapeutische Leistungen zu erproben, die laut Gesetzgeber noch nocht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung zählen.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung bei der AOK Rheinland/Hamburg wurde heute das Modellvorhaben vorgestellt. Ab sofort haben Hamburger Zahnärzte die Möglichkeit, sich für dieses Modell einzuschreiben. 

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse Hamburg
Antje Meyer
E-Mail: antje.meyer@rh.aok.de
Telefon: 040 2023-1401
Telefax: 040 2023-4939