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Neue Grippe ließ den Krankenstand der AOK-Versicherten 2009 ansteigen

Einen leichten Anstieg verzeichnete der Krankenstand im letzten Jahr unter den AOK-Versicherten im Rheinland. Bei einer Million Versicherten, die in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, erhöhte sich der so genannte Lohnfortzahlungskrankenstand 2009 von 3,57 Prozent auf 3,60 Prozent. Auch der Krankenstand der Krankengeldempfänger (nach sechs Wochen) ging von 1,59 Prozent auf 1,64 Prozent leicht nach oben. Damit ergab sich 2009 ein Gesamtkrankenstand von 5,24 Prozent nach 5,16 Prozent im Jahr 2008.

Kennzeichnend war eine leichte Zunahme der Arbeitsunfähigkeitsmeldungen im vergangenen Jahr, gleichzeitig ging die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeitsdauer von 11,71 auf 11,79 Kalendertage nach oben. Der Anstieg der Krankmeldungen lag ausschließlich an einer Zunahme der Atemwegserkrankungen und der Psychischen Störungen.

Die Atemwegserkrankungen stiegen je 100 Versicherte von 276 auf 298 Krankmeldungen. Das entspricht einer Zunahme von acht Prozent. Bei den Psychischen Erkrankungen stieg die Fallzahl je 100 Beschäftigte von 157 auf 167 an, was einem Anstieg von 6,4 Prozent entspricht. In allen anderen Diagnosegruppen hat es im Jahr 2009 kaum Veränderungen gegeben. Die Rückenerkrankungen gingen sogar zurück.

Das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) der AOK Rheinland/Hamburg sieht den Anstieg der Atemwegserkrankungen als einmalige saisonale Ursache an. Diese war im vergangenen Jahr durch die so genannte Schweinegrippe geprägt. Sorgen macht dagegen der regelmäßig jährliche Anstieg der Psychischen Erkrankungen, deren Fallzahl vor fünf Jahren noch bei 127 lag und nun auf 167 angestiegen ist – damit in diesem Zeitraum um fast ein Drittel. Die AOK Rheinland/Hamburg und ihr Institut konzentrieren sich daher mit Präventionsmaßnahmen immer mehr auf Psychische Erkrankungen und deren Ursachen in den Betrieben.

Detaillierte Auswertungen für Betriebe sind ab einer gewissen Größenordnung von AOK-Versicherten im Unternehmen auf Anforderung möglich.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen der Geschäftsführer des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in Köln, Heinz Kowalski, Telefon 0221 27180-101, zur Verfügung.
Um 16 Prozent sind im Jahr 2009 bei der AOK Rheinland/Hamburg in Hamburg die Krankmeldungen wegen Atemwegserkrankungen gestiegen. Während 2008 auf 100 AOK-Versicherte nur 290 Krankmeldungen wegen Atemwegsstörungen entfielen, waren es im vergangenen Jahr 335 Krankmeldungen. Einen solch drastischen Anstieg hat die AOK in Hamburg bisher in keinem Jahr beobachten können. Insgesamt stieg der Krankenstand unter den Beschäftigten innerhalb der AOK-Versicherten in Hamburg auf 5,75 Prozent nach 5,61 Prozent im Jahr 2008.

Im Einzelnen ging der Krankenstand der Lohnfortzahlungsempfänger in den Betrieben von 3,79 Prozent auf 3,89 Prozent in die Höhe. Auch der Langzeitkrankenstand der Krankengeldempfänger (nach sechs Wochen) stieg von 1,82 Prozent auf 1,86 Prozent. Diese Langzeitfälle werden inzwischen stark von Psychischen Erkrankungen geprägt. Allerdings beobachtet das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) der AOK Rheinland/Hamburg eine Abflachung des Anstiegs. Während die Arbeitsunfähigkeitstage bei diesen Erkrankungen je 100 Versicherte im Jahr 2007 von 190 Fällen auf 209 Fälle im Jahr 2008 gestiegen sind, betrug der Anstieg im Jahr 2009 nur noch 2,5 Fälle.

Da die AOK und ihr Fachinstitut die Präventionsansätze auf diese Diagnosegruppe konzentriert haben, sieht man den gebremsten Anstieg als Erfolg an. Mit über 200 Arbeitsunfähigkeitstagen je 100 Versicherte wegen Psychischer Störungen liegt Hamburg allerdings weiterhin in der Spitzengruppe deutscher Großstädte.

Detaillierte Auswertungen für Betriebe sind ab einer gewissen Größenordnung von AOK-Versicherten im Unternehmen auf Anforderung möglich.

Weitere Auskünfte geben Angela Friebe und Thomas Wollermann beim BGF-Institut in Hamburg, Telefon: 040 2390-8730.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
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Kontakt: André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1125