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Mandelentzündung bei Kindern:

Wenn das Schlucken schwer fällt

Plötzliches hohes Fieber, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden bei Kindern können Symptome einer Mandelentzündung sein. Gewissheit gibt ein Blick in den Rachen: Die Gaumenmandeln sind rot, geschwollen und manchmal mit kleinen gelblichweißen Stippen übersät. Meistens tritt diese Erkrankung in den Wintermonaten oder im Frühjahr auf. Sie wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Besonders betroffen sind Jugendliche und Schulkinder, seltener Kleinkinder.

Gaumenmandeln spielen eine wichtige Rolle im Immunsystem. Hier werden Abwehrzellen und Antikörper produziert und in den Blut- und Lymphkreislauf sowie in die Mundhöhle und den Verdauungstrakt abgegeben. Deshalb sind dicke Mandeln bei Kindern ein Zeichen für ein funktionierendes Immunsystem.
Sind die Mandeln rot, entzündet und schmerzhaft, handelt es sich um eine nicht-eitrige Mandelentzündung, die ohne spezielle Therapie nach ein bis drei Tagen wieder abklingt. Kinder sollten sich schonen und viel kalte Flüssigkeit trinken. Nicht geeignet sind jedoch Zitronen- oder Orangensaft, weil sie den Rachen reizen können. Freude kann man seinem Nachwuchs mit einer Portion Eiscreme machen. Das kühlt den Gaumen und lindert so die Beschwerden.

Sind die Mandeln mit weißlichen Pünktchen oder schmierigen Belägen übersät, handelt sich um eine eitrige Mandelentzündung, die der Arzt mit Antibiotika gut bekämpfen kann. Noch vor wenigen Jahren wurden Gaumenmandeln häufig operativ entfernt. Inzwischen hat bei den Ärzten ein Umdenken eingesetzt. Mandeln spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern. Deshalb sollten sie so lange wie möglich erhalten bleiben.

Die Mandeln müssen jedoch operativ entfernt werden, wenn
- das Kind mehr als vier bis fünf Mal im Jahr unter eitrigen Mandelentzündungen mit Fieber und Lymphknotenschwellungen leidet
- wenn die Mandeln so groß sind, dass sie die Atmung oder das Schlucken behindern
- die Mandeln als ständiger Krankheitsherd andere Organe beeinträchtigen können.