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Lymphknotenkrebs – Bestmögliche Versorgung für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg

Die AOK Rheinland/Hamburg ist zum 1. April 2010 als erste AOK deutschlandweit dem Vertrag zur „Integrierten Versorgung von Patienten mit Malignen Lymphomen“ (IVML) beigetreten.

Durch dieses bundesweit ausgerichtete Versorgungsmodell soll sichergestellt werden, dass möglichst viele Patienten mit dieser Krebserkrankung des lymphatischen Systems optimal und nach den neuesten Erkenntnissen der Lymphomforschung behandelt werden.

„In der Erforschung und Behandlung von Lymphomen ist Deutschland weltweit führend. Wir wollen, dass unsere an Krebs erkrankten Versicherten unmittelbar nach dem Vorliegen ihrer Diagnose die bestmögliche Therapie in spezialisierten Behandlungszentren erhalten“, betont Cornelia Prüfer-Storcks, Mitglied des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg. Außerdem werde so verhindert, dass die Versicherten von Arzt zu Arzt geschickt werden: „Mit diesem Versorgungsmodell stellen wir sicher, dass die Versicherten von Spezialisten durch die Behandlung geführt und die einzelnen Behandlungsprozesse optimal aufeinander abgestimmt werden“, so Prüfer-Storcks.

Der Vertrag zur integrierten Versorgung von Patienten mit malignen Lymphomen wurde erstmals 2008 zwischen dem Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), den Studiengruppen des Kompetenznetzes Maligne Lymphome e.V. (KML), dem Bundesverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen e.V. (BNHO), der Arbeitsgemeinschaft der leitenden Hämatologen und internistischen Onkologen im Krankenhaus e.V. (ADHOK) und der Universitätsklinik Köln stellvertretend für alle teilnehmenden Behandlungszentren geschlossen und 2009 unbefristet verlängert.

Optimale Behandlung innerhalb klinischer Studien

Jedes Jahr erkranken etwa 14.000 Menschen in Deutschland an einem malignen Lymphom, einem bösartigen Tumor des lymphatischen Systems. Wird das Lymphom frühzeitig erkannt und optimal behandelt, sind die Chancen auf eine dauerhafte Heilung bei einigen Lymphomarten sehr groß und liegen beispielsweise für das Hodgkin Lymphom bei über 80 Prozent. Zunehmend bessere Therapieerfolge gibt es auch für andere Lymphomarten. „Da bislang nur etwa 50 Prozent der Hodgkin-Patienten und 10 Prozent aller Non-Hodgkin-Patienten im Rahmen von qualitätsgesicherten Therapieprotokollen behandelt werden, gibt es eine erhebliche Anzahl an Patienten, über deren Behandlungsqualität keine Daten vorliegen“, erläutert Prof. Dr. Michael Hallek, Vorsitzender des Kompetenznetzes Maligne Lymphome e.V. (KML) und Studienleiter der Deutschen CLL Studiengruppe. „Erst wenn möglichst viele Ärzte und Patienten dem Vertrag beitreten, findet ein qualitätsgesicherter Lern- und Erfahrungsprozess statt, von dem die Patienten langfristig profitieren“, so Professor Hallek.

Bei der integrierten Versorgung arbeiten die beteiligten Fachärzte Hand in Hand - insbesondere die ambulante Versorgung bei niedergelassenen Ärzten und die stationäre Versorgung in Kliniken und Krankenhäusern sind gut aufeinander abgestimmt. Die international anerkannten Therapieoptimierungs-Protokolle der im Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) zusammengeschlossenen deutschen Lymphom-Studiengruppen bilden die Grundlage der qualitätsgesicherten Behandlung in der IVML. Deutschlandweit beteiligen sich zahlreiche Unikliniken, Krankenhäuser und Arztpraxen an diesem Versorgungsmodell, das bereits seit 2008 für Versicherte der Ersatzkassen angeboten wird.

Eine regelmäßig aktualisierte und nach Postleitzahlen sortierte Liste der teilnehmenden Behandlungszentren kann unter www.lymphome.de eingesehen werden. Dort finden sich auch alle für die Patienten und Behandlungszentren relevanten Teilnahmedokumente.

Wodurch wird die hohe Versorgungsqualität in der IVML gewährleistet?

  • Jede Erst-Diagnose eines Lymphoms wird durch eine zweite Gewebeuntersuchung in einem auf Lymphome spezialisierten Referenzzentrum für Pathologie überprüft.

  • Nur von den KML-Studiengruppen autorisierte Behandlungszentren (Praxen, Krankenhäuser, Universitätskliniken) dürfen teilnehmen, wenn sie die erforderlichen Qualitätsstandards erfüllen.

  • Patienten werden nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft behandelt, nach Möglichkeit im Rahmen von Studien, die eine optimale Versorgung gewährleisten und der Verbesserung bestehender Behandlungsstandards dienen.

  • Können die Behandlungspfade der Studien z.B. aufgrund weiterer Erkrankungen nicht angewendet werden oder möchte der Patient nicht an einer Studie teilnehmen, holen die behandelnden Ärzte eine zweite Meinung ein und beraten sich mit den Spezialisten der KML-Studiengruppen über das weitere Vorgehen.

  • In facharztübergreifenden Expertenrunden (Tumorkonferenzen) werden die Befunde und das therapeutische Vorgehen jedes einzelnen Patienten diskutiert.

  • Jeder Patient hat einen festen Ansprechpartner, der ihn durch die gesamte Therapie führt und ggf. auch dem Hausarzt Bericht erstattet.

  • Der gesamte Behandlungsverlauf wird dokumentiert und wissenschaftlich ausgewertet.


Teilnahme an der Integrierten Versorgung für Patienten mit Malignen Lymphomen

Lymphom-Patienten, die bei einer der folgenden Krankenkassen versichert sind, können an der IVML teilnehmen:


  • AOK Rheinland/Hamburg

  • BARMER GEK

  • Techniker Krankenkasse (TK)

  • Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK)

  • KKH-Allianz

  • HEK Hanseatische Krankenkasse

  • hkk



Dazu müssen sich die Patienten unmittelbar nach dem Vorliegen der Diagnose und auf jeden Fall vor dem Beginn der Behandlung in einem an der IVML teilnehmenden Behandlungszentrum vorstellen und eine schriftliche Teilnahmeerklärung ausfüllen. Die Teilnahme an der integrierten Versorgung ist freiwillig und kann vom Patienten jederzeit widerrufen werden. Behandlungszentren können sowohl niedergelassene Onkologen in einer Praxis oder onkologische Abteilungen in einem Krankenhaus oder einer Klinik sein, die dem Vertrag zur integrierten Versorgung von Patienten mit malignen Lymphomen beigetreten sind. Sie koordinieren dann die fachübergreifende Behandlung durch Hämatologen, Strahlentherapeuten, diagnostische Radiologen, Pathologen und ggf. anderen Fachärzten.

Weitere Informationen und Ansprechpartner:

Kompetenznetz Maligne Lymphome e. V. (KML)
Universitätsklinikum Köln (AöR)
Joseph-Stelzmann-Str. 9, 50924 Köln
Tel.: 0221 478-7400, Fax: 0221 478-7406
E-Mail: lymphome@uk-koeln.de
www.lymphome.de

Silke Hellmich
Pressesprecherin
Tel.: 0221 478-7405
Fax: 0221 478-7406
E-Mail: silke.hellmich@uk-koeln.de

Dr. Birgit Fath
Geschäftsführerin des KML
Tel.: 0221 478-7403
Fax: 0221 478-7406
E-Mail: lymphome@uk-koeln.de
AOK Rheinland/Hamburg
Geschäftsbereich Integrierte Versorgungssysteme
Tina Lehnen
Tel.: 0211-8791-2623
Fax: 0211-8791-2590

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
Kontakt: André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1125
Verband der Ersatzkassen e. V., (vdek)
Abteilung Gesundheit
Dr. Martin Kluxen
Tel.: 030 26931-1960
Fax: 030 26931-2900