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KV Nordrhein und AOK Rheinland/Hamburg erweitern Hausärzte-Strukturvertrag

Zwei Monate nach dem Abschluss des neuen Hausärzte-Strukturvertrags haben sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und die AOK Rheinland/Hamburg auf einen Ausbau des seit 1. Juli geltenden Vertrags verständigt.

09.09.2014

Die ergänzenden Module gelten ab dem 1. Oktober und betreffen Extra-Vergütungen der am Vertrag teilnehmenden Hausärzte für Hausbesuche, Dringlichkeitsbesuche, Pflegeheimbesuche, Überleitungsmanagement und Arzneimittelcheck. „Die im bestehenden Vertrag enthaltene Option, die Vereinbarung zu ergänzen, wurde genutzt“, sagt Dr. med. Peter Potthoff, Vorsitzender der KV Nordrhein. „Unser Ziel bleibt es, die Behandlung betreuungsintensiver Patienten zu verbessern und die hausärztliche Versorgung zu stärken.“

Mehr Geld für Haus-, Heim- und Dringlichkeitsbesuche


Im Rahmen des seit 1. Juli geltenden Vertrags erhalten Hausärzte für den erhöhten Aufwand bei Beratung, Behandlung und Betreuung ihrer häufig multimorbiden Patienten eine zusätzliche Vergütung in Form von Betreuungspauschalen, denen festgelegte Diagnosen zugeordnet sind – maximal 7,50 Euro je Behandlungsfall. Die neuen, ab dem 1. Oktober abrechenbaren Module des Hausärzte-Strukturvertrags enthalten eine zusätzliche Vergütung für die bei der Behandlung notwendigen Haus-, Dringlichkeits- und Pflegeheimbesuche, also die Behandlung im häuslichen Umfeld der Patienten. „Das zusätzliche Geld wird von der AOK Rheinland/Hamburg extrabudgetär bereitgestellt und ist nicht Bestandteil der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV)“, sagt Bernhard Brautmeier, stellvertretender Vorsitzender der KV Nordrhein. Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg, erklärt dazu: „Den Hausärzten mit ihren Praxisteams kommt eine Schlüsselrolle bei der Versorgung unserer Versicherten zu. Unser Vertrag soll diese Rolle unterstützen.“

Haus- und Pflegeheimbesuche werden bis zu einer Entfernung von 10 Kilometern mit 15, ab 10,1 Kilometern mit 17,50 Euro vergütet; bei Dringlichkeitsbesuchen werden 40 Euro bezahlt. Vergütet werden auch das Überleitungsmanagement, die Koordination der Behandlung mit einem Krankenhausarzt (telefonisch oder persönlich), und der Arzneimittelcheck, bei dem der Hausarzt die Arzneimittelverordnungen des Patienten prüft und bei Bedarf anpasst. Neu ist, dass die Betreuungspauschale ab 1. Oktober auch bei DMP-Patienten honoriert wird, wenn eine zweite Diagnose nach dem Indikationskatalog für die an einem DMP (Disease Management Programm) teilnehmenden Patienten vorliegt.

Teilnehmen am Hausärzte-Strukturvertrag können alle Haus- und Kinder- und Jugendärzte; ein Antrag ist nicht erforderlich. Die Ärzte müssen lediglich den jeweiligen Behandlungsfall mit der Symbolnummer 91324 kennzeichnen. Und der Patient muss in den Vertrag eingeschrieben sein. Die AOK Rheinland/Hamburg sendet ihren Versicherten eine vorbereitete Teilnahmeerklärung zu.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1232