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Krankenstand in Hamburg leicht gestiegen

Einen leichten Anstieg des Krankenstandes von Arbeitnehmern in Hamburg verzeichnet die AOK Rheinland/Hamburg im ersten Halbjahr 2008 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Während im ersten Halbjahr 2007 3,84% der hamburgischen Versicherten der AOK Rheinland/Hamburg Lohnfortzahlung erhielten, lag der Wert im Vergleichszeitraum 2008 bei 3,88%. Dies zeigt eine Analyse der Krankenstandsdaten der ersten sechs Monate, die das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) der AOK Rheinland/Hamburg jetzt durchgeführt hat. Insgesamt wurden die anonymisierten Daten von rund 90.000 AOK-Versicherten aus mehr als 23.000 Unternehmen in Hamburg ausgewertet.

Auch die Zahl der Beschäftigten, die länger als sechs Wochen ihrem Arbeitsplatz fernblieben und Krankengeld bezogen, stieg von 1,71% im ersten Halbjahr 2007 auf 1,84% in 2008 an. Im Jahr 2002 hatte dieser Wert noch 2,22% betragen.

Die durchschnittliche Dauer je Krankmeldung lag im ersten Halbjahr 2008 mit 11,8 Kalendertagen auf ähnlichem Niveau wie in den ersten sechs Monaten des Jahres 2007 mit 11,9 Kalendertagen (2000: 12,8 Tage). Der Anstieg der Krankmeldungen ist in Hamburg im Wesentlichen auf Verdauungserkrankungen (plus 8,12%), Infekte (plus 6,4%), psychischen Erkrankungen (plus 5,7%) und Erkrankungen des Nervensystems und der Sinnesorgane (plus 5,6%) zurückzuführen.

Die meisten Fehltage sind auf Muskel- und Skeletterkrankungen (31,7%) zurückzuführen, gefolgt von Krankheiten der Atemwege (15,6%).

Die psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen sind weiterhin auf dem Vormarsch: Im ersten Halbjahr 2002 waren Betroffene 23 Tage krankgeschrieben, 2008 schrieben die Ärzte die Patienten durchschnittlich 25,7 Tage krank. Im ersten Halbjahr 2002 wurden 7,9% aller Fehltage für diese Diagnosegruppe erfasst, im ersten Halbjahr 2008 sind es bereits 10% aller Ausfalltage.

Hier spiegelt sich der zunehmende Druck in der Arbeitswelt wider, mit dem viele Beschäftigte nicht fertig werden. Reiz- und Informationsüberflutung, erhöhter Leistungsdruck am Arbeitsplatz und Unsicherheit durch die berufliche Situation sind als Ursachen zu nennen. Wurden die psychischen Erkrankungen in der Vergangenheit oftmals als solche nicht erkannt, so führt heute eine bessere Aufklärung über die Krankheitsbilder und die Aufweichung des Stigmas „Depression“ dazu, dass Betroffene heute häufiger ärztliche Behandlung suchen und erhalten.

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