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Krankenstand im Rheinland 2015 leicht gestiegen

Grippewelle ein Faktor – BGF-Maßnahmen haben sich dennoch bewährt.

22.02.2016

Der Krankenstand der etwa eine Million AOKversicherten Beschäftigten im Rheinland hat sich 2015 mit 5,70 Prozent gegenüber 2014 (5,53 Prozent) leicht erhöht. Besonders bei den Kurzzeiterkrankungen war der Anstieg 2015 spürbar: Von 3,94 Prozent im Jahr 2014 erhöhte sich der betreffende Wert auf 4,10 Prozent in 2015. Die Zahl der Langzeiterkrankungen – also solche mit mehr als 42 Arbeitsunfähigkeitstagen – stieg von 1,59 Prozent im Vorjahr auf 1,61 Prozent in 2015. Die erhöhte Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage dürfte vor allem auf die Grippe- und Erkältungswelle zu Beginn des vergangenen Jahres zurückzuführen sein. So stieg der Wert der krankheitsbedingten Fehltage, denen eine Atemwegserkrankung zugrunde lag, gegenüber 2014 um etwa 20 Prozent. Auch bei Fehltagen durch Infektionen war ein Anstieg von rund 7 Prozent zu verzeichnen. Erfreulich jedoch: Alle weiteren Diagnosegruppen wiesen im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang auf. Insbesondere hat sich derkontinuierliche Anstieg psychischer Erkrankungen, der in den vergangenen Jahren zu verzeichnen war, in 2015 offensichtlich nicht fortgesetzt.

Die Fehltage nahmen hier im Vergleich zum Vorjahr um etwa 4 Prozent ab. Neben anderen Faktoren spielen dabei auch Maßnahmen der AOK Rheinland/Hamburg im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) eine große Rolle. Betriebliche Maßnahmen zur Stressbewältigung und Verbesserung der psychischen Widerstandskraft, wie auch die Sensibilisierung Beschäftigter für Möglichkeiten der Entspannung, dürften diesen positiven Trend mitbeeinflusst haben. Auch Arbeitssituationsanalysen zur Aufdeckung betrieblicher Stressoren waren in AOK-betreuten Betrieben in der Vergangenheit der erste erfolgreiche Schritt zur Ermittlung und Behebung psychischer Belastungen. Der leicht erhöhte Krankenstand des Jahres 2015 zieht sich trotz dieser Erfolge dennoch durch fast alle Branchen. Den höchsten Wert gab es erneut in der öffentlichen Verwaltung, die schon 2014 den Spitzenplatzeingenommen hatte. Auch 2015 kam es hier zu einem deutlichen Anstieg von 7,33 Prozent in 2014 auf 7,78 Prozent. Auf Platz zwei rangierte die Ver- und Entsorgungsbranche im Rheinland – dort erhöhte sich der Krankenstand ebenfalls merklich (von 7,10 Prozent auf 7,39 Prozent). Dahinter folgte der Wert in den Alten- und Pflegeheimen – auch mit einem leichten Anstieg von 7,07 Prozent auf 7,31 Prozent.

Nach wie vor die geringsten Krankenstände wurden im Jahr 2015 im Gastgewerbe (3,86 Prozent) und in der Informations- und Kommunikationsbranche (3,91 Prozent) ermittelt. Ein Service der AOK Rheinland/Hamburg: Detaillierte anonyme Auswertungen für Betriebe sind ab einer Anzahl von 50 AOK-Versicherten im Unternehmen auf Wunsch jederzeit möglich.

Pressekontakt

Für weitere Auskünfte steht die Teamleiterin Gesundheitsberichterstattung, Petra Meisel, im Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung – BGF GmbH in Köln zur Verfügung.

E-Mail: petra.meisel@bgf-institut.de

Telefon: 0221 27180-107

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Schall
E-Mail: andre.schall@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1539
Telefax: 0211 8791-1232