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Krankenstand der AOK-Versicherten 2010 konstant – Zunahme der psychischen Erkrankungen verläuft ungebremst

Der Krankenstand der rund einer Millionen AOK-Versicherten in Beschäftigungsverhältnissen im Rheinland hat sich 2010 mit 5,30 Prozent gegenüber dem Vorjahr (5,27 Prozent) kaum verändert.

23.02.2011

Die Arbeitsunfähigkeitsmeldungen nahmen geringfügig zu (163,50 Fälle je 100 Versicherte/Jahr). Auch die durchschnittlichen Genesungszeiten verlängerten sich kaum spürbar von 11,79 auf 11,83 Kalendertagen. Obwohl die Gesamtwerte nahezu auf dem Vorjahresniveau blieben, zeigen sich in der Struktur des Arbeitsunfähigkeitsgeschehens interessante Entwicklungen.

Besorgniserregend bleibt die ungebremste Zunahme der psychischen Erkrankungen. Die Krankmeldungen stiegen von 6,4 auf 6,8 (je 100 Versicherte im Jahr), die Ausfalltage auf 183 je 100 Versicherte im Jahr. Das bedeutet eine Zunahme um knapp acht Prozent und ein Anteil von 9,4 Prozent an allen Arbeitsunfähigkeitstagen. Damit etablieren sich die psychischen Erkrankungen hinter den Muskel-Skelett- und den Atemwegserkrankungen als drittgrößte Diagnosegruppe. Beinahe jeder zehnte Krankheitstag entfällt damit auf psychische Erkrankungen.

Die Atemwegserkrankungen wiederum sind stark von saisonalen Schwankungen abhängig. Nachdem die Schweinegrippe 2010 weitestgehend ausgeblieben ist, nahmen die Krankmeldungen in diesem Bereich in 2010 um sieben Prozent um. Der konjunkturelle Aufschwung 2010 sorgte nach der weit verbreiteten Kurzarbeit in vielen gewerblichen Branchen in 2009 wieder für hohe Beschäftigung. Damit kam es auch zu einem erneuten Anstieg der Muskel-Skelett-Erkrankungen und der Arbeitsunfälle, im ersten Fall um 3,8 Prozent, im zweiten Fall um 5,4 Prozent. In beiden Fällen lagen sie damit aber beinahe exakt auf dem Niveau von 2008.

Das BGF-Institut in Köln ist eine Einrichtung der AOK Rheinland/Hamburg. Der Arbeitsschwerpunkt ist die Hilfestellung an Unternehmen, arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken zu reduzieren. Dies ist heute eine wichtige Managementaufgabe. Nachhaltige Erfolge werden nicht durch einmalige Maßnahmen erreicht, sondern durch ein fundiertes Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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