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Krankenkassen zahlen 500 Millionen Euro mehr für Klinik-Behandlung in NRW

Gemeinsame Pressemitteilung der gesetzlichen Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen

01.03.2012

Die 360 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen erhalten in diesem Jahr rund 500 Millionen Euro mehr für die Behandlung der Patientinnen und Patienten in ihren Häusern. Das ist das Ergebnis der Einigung zwischen den Krankenkassenverbänden und der Krankenhaus-Gesellschaft NRW über den landesweiten Basisfallwert. Damit beträgt 2012 das Budgetvolumen der Kliniken 13,6 Milliarden Euro, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 3,6 Prozent. Das Gesundheitsministerium NRW genehmigte jetzt die Vereinbarung.

Der Landesbasisfallwert ist die entscheidende Richtgröße für den Preis von Krankenhausbehandlungen. Er wird jährlich gemäß der erwarteten Entwicklung der Patientenzahl von den Vertragspartnern festgelegt. Für die Krankenhäuser im Lande ist jetzt ein Wert in Höhe von 2960,67 € als Ausgangspunkt einer Krankenhausbehandlung maßgebend. Eine Blinddarmentfernung wird dadurch zum Beispiel im Jahre 2012 von den gesetzlichen Krankenkassen mit 2300 Euro vergütet, eine Bypass-OP am Herzen mit 14300 Euro und eine normale Entbindung mit 1500 Euro.

In NRW werden auf dieser Basis insgesamt 4,6 Millionen Krankenhausfälle mit dem genannten Budgetvolumen von 13,6 Milliarden Euro finanziert – dies entspricht vergleichsweise der gesamten Wirtschaftsleistung des EU-Landes Estland. Der vorauskalkulierte Anstieg der stationären Leistungsmengen beträgt 2,2 Prozent. Nach Ansicht der gesetzlichen Krankenkassen werden die Krankenhäuser damit angemessen vergütet. Sorgen bereiteten, hieß es weiter, die im Bundesvergleich hohen Leistungsmengen und ihr starker Anstieg in den letzten Jahren, die weitgehend losgelöst von der demographischen Entwicklung eingetreten seien. Noch immer würden zu viele und häufig unnötige Leistungen stationär erbracht, erklärten die Krankenkassen.

Zum Jahreswechsel war bereits der Finanzierungsfonds für die Berufsausbildung z. B. in der Krankenpflege, Logopädie oder Ergotherapie um 3,3 Prozent auf 340,5 Millionen Euro erhöht worden. Dadurch finanzieren die Krankenkassen rund 21000 Auszubildende an den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern.

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