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Krankenhausplanung NRW: Optimale Versorgung für alle ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe

Düsseldorf, 23.08.2021 – Nach der Vorstellung der neuen NRW-Krankenhausplanung durch Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann sowie Vertreter der nordrhein-westfälischen Ärztekammern, der Krankenhausgesellschaft und der gesetzlichen Krankenkassen am vergangenen Freitag unterstreicht die AOK Rheinland/Hamburg die Forderung nach bedarfsgerechten stationären Versorgungsstrukturen im Land, die sich primär am Patientenwohl orientieren und festgelegten Qualitätskriterien folgen.

Die Neuordnung der Krankenhauslandschaft muss sich am Patientenwohl orientieren

„Die neue Krankenhausplanung für NRW ist ein gutes, bundesweit vorbildliches Instrument, um die stationären Versorgungsstrukturen im Land weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist dabei klar: Wir wollen, dass alle Menschen Zugang zu einer optimalen Krankenhausbehandlung haben – unabhängig von ihrer persönlichen Gesundheitskompetenz, ihren Kenntnissen des Versorgungssystems und ihrem sozialen Status“, sagt Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg. „Es ist eine Frage der gesellschaftlichen Verantwortung, dafür Sorge zu tragen, dass auch diejenigen, die nicht über medizinisches Fachwissen verfügen und keine persönlichen Kontakte im Gesundheitssystem haben, bestmöglich versorgt werden. Wir dürfen Gesundheit als wesentlichen Bestandteil der Daseinsvorsorge nicht allein dem Wettbewerb überlassen. Der Markt regelt nicht alles.“

Für eine Krankenhausplanung, die Qualität zum Maßstab macht, seien Veränderungen in der Krankenhauslandschaft notwendig. „Versorgungsschwerpunkte und Versorgerrollen vieler Kliniken werden sich ändern“, so Mohrmann weiter. Bestimmte, gerade komplexe Leistungen müssten konzentriert und die Schnittstellen zur ambulanten Versorgung in den Blick genommen werden. Auch der zunehmende Mangel an medizinischen und pflegerischen Fachkräften mache einen Abbau von Mehrfachstrukturen unumgänglich.

Eine flächendeckende und wohnortnahe Grundversorgung – gerade im ländlichen Raum – stelle dabei niemand in Frage. Etablierte Strukturen, wie beispielsweise die auf die Behandlung von Schlaganfall-Erkrankten spezialisierten „Stroke Units“, stünden ebenfalls nicht zur Disposition. Es gehe vielmehr darum, fachliche Kompetenzen in Feldern, in denen eine Spezialisierung medizinisch sinnvoll sei, aber bislang noch nicht erfolgt ist, im Sinne einer bestmöglichen Patientenversorgung zu bündeln.

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