Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Rheinland/Hamburg
Ort/Kasse korrigieren
Seitenpfad

Deutsche nehmen weniger Jod zu sich

Aktuelle Daten zeigen, dass die deutsche Bevölkerung nicht optimal mit Jod versorgt ist. Bei Kindern und Jugendlichen ist die Jodversorgung sogar rückläufig. Das kann zu Störungen bei der psychomotorischen und geistigen Entwicklung führen.

Zu wenig Jod, besonders bei Kindern und Jugendlichen

In Deutschland nehmen viele Erwachsene und Jugendliche noch immer zu wenig Jod zu sich. Das geht aus dem aktuellen Jodmonitoring hervor, das im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) regelmäßig durchgeführt wird.

Laut der Erhebung besteht bei knapp 30 Prozent der Erwachsenen und 44 Prozent der Kinder und Jugendlichen das Risiko einer zu geringen Jodaufnahme. Im Vergleich zur ersten Erhebung (2003-2006) hat sich die Jodversorgung bei Kindern und Jugendlichen sogar verschlechtert. Als mögliche Ursache für den Rückgang wird die Verwendung von weniger jodiertem Speisesalz in der Lebensmittelindustrie genannt.

Jodhaltige Lebensmittel regelmäßig essen

Jod ist ein für den menschlichen Körper unverzichtbares Spurenelement, das mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Kinder jenseits des Säuglingsalters daher eine tägliche Menge von 100 bis 200 Mikrogramm (mit zunehmendem Alter ansteigender Bedarf) sowie für Erwachsene bis 50 Jahre 200 Mikrogramm. Ab dem Alter von 51 Jahren sinkt der Bedarf mit 180 Mikrogramm pro Tag wieder etwas.

Frauen, die schwanger sind oder stillen, haben einen erhöhten Jodbedarf. Ihnen wird eine Zufuhr von 230 beziehungsweise 260 Mikrogramm pro Tag empfohlen. Mit jodhaltigen Lebensmitteln, wie Seefisch, Milch oder Milchprodukten kann die Jodbilanz deutlich verbessert werden. Zudem sollte zur Gewährleistung einer ausreichenden Jodzufuhr konsequent nur Speisesalz verwendet werden, das mit Jod versetzt ist, sogenanntes jodiertes Speisesalz.

Hinweis: Für Menschen mit einer Schilddrüsenerkrankung oder einer Autoimmunerkrankung, die zu einer Schilddrüsenüberfunktion führt, gelten gegebenenfalls andere Empfehlungen zur Jod-Aufnahme. Diese sollten individuell mit dem Arzt besprochen werden.

Warum ist Jod wichtig?

Jod ist im Körper für den Aufbau von Schilddrüsenhormonen notwendig. Diese steuern zahlreiche Prozesse im Körper wie den Energiestoffwechsel, den Herzrhythmus, das Wachstum oder die Gehirnentwicklung. Ein Jodmangel kann zu Störungen des Stoffwechsels, Organveränderungen und Krankheiten führen.

Bei Kindern kann eine dauerhaft niedrige Jodzufuhr psychomotorische Entwicklungsstörungen, Hördefekte, verminderte intellektuelle Leistung und Lernschwäche verursachen.

Auch während der Schwangerschaft kann Jodmangel das Risiko für Komplikationen erhöhen. Allgemeinsymptome, die auf Jodmangel hindeuten können, sind Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, ständige Müdigkeit, depressive Verstimmungen sowie trockene, schuppige Haut, Verdauungsstörungen und geringe Abwehrkräfte.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr Fahrrad fahren in Pandemie-Zeiten: Die AOK-Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ beginnt am 1. Mai 2021. Jetzt anmelden!
Mehr erfahren
Von Zuhause aus fit bleiben: Mit unseren neuen Onlinekursen trainieren AOK-Versicherte ab jetzt kostenfrei.
Mehr erfahren
Von Zuhause aus fit bleiben: Mit unseren neuen Onlinekursen trainieren AOK-Versicherte ab jetzt kostenfrei.
Mehr erfahren

Kontakt zu meiner AOK Rheinland/HamburgOrt/Kasse ändern

Zur Kontaktseite

Newsletter

Der AOK-Newsletter schickt monatlich die neuesten Meldungen aus den Bereichen Medizin, Fitness, Ernährung, Karriere und Gesundheit in Ihr Postfach.

Um einen RSS-Feed zu abonnieren, benötigen Sie einen Browser, der RSS unterstützt. Die aktuellen Standardbrowser (z. B. Mozilla Firefox, Internet Explorer oder Chrome) unterstützen RSS-Feeds. Um die Feeds zu abonnieren, klicken Sie bitte auf den unten angegebenen Link. Benennen Sie den RSS-Link nach Ihren Wünschen und speichern Sie ab. Über eine neue Schaltfläche in Ihrem Browser können Sie dann die News erreichen.
Die RSS-Technologie ermöglicht Ihnen die tagesaktuellen News aus der Themenwelt der aok.de einfach und bequem zu abonnieren. Sie können sich unsere News-Themen in ihrem Browser oder einem RSS-Reader anzeigen lassen. Teilweise unterstützen auch Bildschirmschoner und E-Mail-Programme den RSS-Feed. Sie können daher die News sehr flexibel einsetzen.
Zur Kontaktseite
Sie haben Fragen? Wir helfen Ihnen.