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Hilfe für Schwerstkranke durch spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Dormagen

Auch in Dormagen ermöglicht jetzt der Vertragsabschluss über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eine umfassende häusliche Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen.

17.03.2014

Die Patienten können somit künftig auf ihren Wunsch zu Hause sorgsam medizinisch und pflegerisch, bei Bedarf auch rund um die Uhr, betreut werden. Der letzte Lebensabschnitt wird so in gewohnter häuslicher Umgebung verbracht – und nicht im Krankenhaus oder in einem Hospiz. Ziel der Palliativ-Medizin ist die Schmerzlinderung bei Patienten mit schwersten, unheilbaren Erkrankungen.  

Das Palliative-Care-Team „SAPV-PCT Region Dormagen“ bietet im Rahmen des bestehenden Vertrages seit dem 1. März 2014 eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung für die gesamte Stadt Dormagen, angrenzende Gebiete der Gemeinde Rommerskirchen, der Stadt Grevenbroich, Neuss-Süd und Pulheim an. Damit wird eine Einwohnerzahl von über 150.000 Menschen abgedeckt.

Die gesetzlichen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, die diesen Vertrag unter Federführung der AOK Rheinland/Hamburg mit dem Palliative-Care-Team abgeschlossen haben, begrüßten das Verhandlungsergebnis im Sinne der Schwerstkranken unter den Versicherten. Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, erklärte: „Patienten, die dies wünschen, werden einen schnellen, unbürokratischen Zugang zu dieser hochwertigen Versorgung bekommen. Für die Krankenkassen ist dies kein Wettbewerbsfeld.“ Im Vordergrund stehe eine optimale Versorgung.

Beteiligt sind neben der AOK Rheinland/Hamburg und der Kassenärzt-lichen Vereinigung Nordrhein die Ersatzkassen (BARMER GEK, TK, DAK-Gesundheit, KKH, HEK, hkk) im Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), der BKK-Landesverband NORDWEST mit 73 teilnehmenden BKKn, die IKK classic sowie die Knappschaft und die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau.

Für die Versorgung in diesem Einzugsgebiet stehen vier qualifizierte Palliativ-Ärzte (niedergelassen tätig) aus den Fachgebieten Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Notfallmedizin und Spezielle Schmerztherapie bereit. Dazu kommen 21 qualifizierte Palliativ-Pflegefachkräfte des Caritasverbands Rhein-Kreis Neuss e. V. und des Diakonischen Werks Rhein-Kreis
Neuss e. V..

Zum Hintergrund: Etwa zehn Prozent aller Sterbenden benötigen eine besonders aufwändige, spezialisierte Versorgung. Um dies in häuslicher Umgebung zu ermöglichen, setzt die SAPV auf je ein Palliative-Care-Team innerhalb bestehender Strukturen der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung in Nordrhein. SAPV-Verträge bestehen bisher in der Städteregion Aachen, in Düren, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln, Leverkusen, Wuppertal, im Kreis Mettmann, im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis, in Mönchengladbach, Oberhausen, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, im Kreis Heinsberg, in den Kreisen Kleve und Wesel sowie in Bonn mit dem linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises und dem südlichen Rhein-Erft-Kreis.

Ein Palliative-Care-Team besteht aus mindestens drei qualifizierten Palliativ-Ärzten und mindestens vier Palliativ-Pflegefachkräften. Voraussetzung für die Teilnahme an der Versorgung sind neben den Qualifikationsanforderung die Sicherstellung einer 24-Stunden-Bereitschaft an sieben Tagen in der Woche. Dazu kommen Kooperationen mit ambulanten Hospizen und Apotheken.

Hat der Patient vom Haus-, Fach- oder Krankenhaus-Arzt eine Verordnung bekommen, besucht das Palliative-Care-Team den Kranken zu Hause und plant die optimale häusliche Versorgung unter Einbeziehung des bisher betreuenden Haus- oder Facharztes. Dieser kann auch weiter in die Versorgung eingebunden werden.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Schall
E-Mail: andre.schall@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1539
Telefax: 0211 8791-1232


BKK-Landesverband
NORDWEST
Karin Hendrysiak
Telefon: 0201 179-1511


IKK classic
Michael Lobscheid
Telefon: 01880 4551560


Knappschaft
Dr. Wolfgang Buschfort
Telefon: 0234 304-82050


KV Nordrhein
Dr. Heiko Schmitz
Telefon: 0211 5970-8505


Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
Frank Krenz
Telefon: 0251 2320-472


Verband der Ersatzkassen e.V, Landesvertretung NRW
Sigrid Averesch
Telefon: 0211 38410-15