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Hilfe für Schwerstkranke durch spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung in Oberhausen

Gemeinsame Presseerklärung der AOK Rheinland/Hamburg – die Gesundheitskasse, des Verbandes der Ersatzkassen e. V., Landesvertretung NRW, des BKK-Landesverbandes NORDWEST, der Knappschaft sowie der IKK classic

18.10.2011

Auch in Oberhausen ermöglicht jetzt der Vertragsabschluss über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eine umfassende häusliche Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. "Das bedeutet, dass diese Patienten künftig auf ihren Wunsch zu Hause sorgsam medizinisch und pflegerisch, bei Bedarf rund um die Uhr, versorgt werden können", erläuterte Dr. Peter Potthoff, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. Ziel ist es, für sie den Weg ins Krankenhaus oder in ein Hospiz zu vermeiden zugunsten des letzten Lebensabschnittes in gewohnter häuslicher Umgebung. Ziel der Palliativ-Medizin ist die Schmerzlinderung bei schwerstkranken Patienten.

Das Versorgungsgebiet des Palliative-Care-Teams "Palliative-Care-Team Oberhausen (PCTO), St. Clemens Hospitale gGmbH" erstreckt sich auf die Stadt Oberhausen. Damit deckt das Palliative-Care-Team eine Einwohnerzahl von ca. 215 000 Menschen ab.

Die gesetzlichen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, die diesen Vertrag unter Federführung der AOK Rheinland/Hamburg mit dem Palliative-Care-Team abgeschlossen haben, begrüßen den Durchbruch für die Schwerstkranken unter ihren Versicherten. Wilfried Jacobs, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, erklärte: "Patienten, die dies wünschen, werden einen schnellen, unbürokratischen Zugang zu dieser hochwertigen Versorgung bekommen. Für die Krankenkassen ist dies kein Wettbewerbsfeld." Damit kann jetzt eine Vielzahl von Patienten in Oberhausen im vertrauten häuslichen Umfeld spezialisiert medizinisch versorgt und umfassend gepflegt werden.

Beteiligt sind neben der AOK Rheinland/Hamburg und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein die Ersatzkassen (BARMER GEK, TK, DAK, KKH-Allianz, HEK, hkk) im Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), 82 Betriebskrankenkassen der BKK-Vertragsarbeitsgemeinschaft NRW, die IKK classic sowie die Knappschaft und die Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW.

Für die Versorgung in diesem Einzugsgebiet stehen sechs qualifizierte Palliativ-Ärzte aus dem ambulanten und stationären Bereich zur Verfügung. Die Ärzte kommen aus den Fachgruppen Allgemein-Medizin, Innere Medizin, spezielle Schmerztherapie, Notfallmedizin, Hämatologie und internistische Onkologie. Aus dem stationären Bereich sind Ärzte aus der St. Clemens Hospitale Sterkrade gGmbH beteiligt. Außerdem gehören qualifizierte Palliativ-Pflegefachkräfte aus dem Verbund der St. Clemens Hospitale Sterkrade gGmbH zu dem Team. 

Zum Hintergrund:

Etwa zehn Prozent aller Sterbenden benötigen eine besonders aufwändige, spezialisierte Versorgung. Um dies in häuslicher Umgebung zu ermöglichen, setzt die SAPV auf je ein Palliative-Care-Team innerhalb bestehender Strukturen der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung in Nordrhein. Verträge bestehen bisher in Düren, in Essen, in Duisburg, in Köln, in der Städteregion Aachen, in Mettmann-Nord, im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis, in Mönchengladbach, in Düsseldorf sowie in Bonn mit dem linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises.

Ein Palliative-Care-Team besteht aus mindestens drei qualifizierten Palliativ-Medizinern und mindestens vier Palliativ-Pflegefachkräften. Voraussetzung für die Teilnahme an der Versorgung ist neben der Qualifikationsanforderung die Sicherstellung einer 24-Stunden-Bereitschaft an sieben Tagen in der Woche. Dazu kommen Kooperationen mit ambulanten Hospizen und Apotheken.

Hat der Patient vom Haus-, Fach- oder Krankenhaus-Arzt eine Verordnung bekommen, besucht das Palliative-Care-Team den Kranken zu Hause und plant die optimale häusliche Versorgung unter Einbeziehung des bisher betreuenden Haus- oder Facharztes. Dieser kann auch weiter in die Versorgung eingebunden werden.

Federführend für die Veröffentlichung:

AOK Rheinland/Hamburg
André Maßmann
Telefon: 0211 8791-1262

Verband der Ersatzkassen e.V.
Landesvertretung NRW
Dirk Ruiss
Telefon: 0211 384-1015

BKK-Landesverband NORDWEST
Karin Hendrysiak
Telefon: 0201 179-1511

Knappschaft
Susanne Heinrich
Telefon: 0234/30482-100

IKK classic
Sylvia Strothotte
Telefon: 0211 23979-111

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1232