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Grauer Star

Ein winziger Schnitt bringt klare Sicht

Im Alter lässt die Sehkraft bei vielen Menschen nach. Oft genügt eine Brille, damit die Betroffenen wieder normal sehen können. Doch in manchen Fällen reicht eine Sehhilfe nicht aus. Vor allem ältere Menschen ab dem 70. Lebensjahr leiden häufig unter dem grauen Star. Bei dieser Augenkrankheit, auch Katarakt genannt, ist die Augenlinse durch Veränderungen in den Eiweißfasern getrübt. Dadurch verschlechtert sich im Laufe der Zeit allmählich das Sehvermögen. In etwa zehn Prozent der Fälle entsteht ein grauer Star auch nach einer Augenverletzung, durch die Einwirkung von Sonnenstrahlen oder durch eine Stoffwechselkrankheit wie Diabetes. In seltenen Fällen ist die Krankheit angeboren, beispielsweise wenn sich ein Kind im Mutterleib mit Röteln infiziert hat.

Weil die Erkrankung nur sehr langsam fortschreitet, merken die Betroffenen erst sehr spät, dass etwas nicht stimmt. Viele Menschen fühlen sich zum Beispiel von entgegenkommendem Verkehr geblendet. Sie sehen dann wie durch eine schmutzige Scheibe oder durch ein milchiges Glas. Der Betroffene kann aber auch kurzsichtiger werden, es können Doppelbilder auftreten, Kontraste verlieren an Schärfe und Farben verlieren ihre Leuchtkraft. Insgesamt erscheint die Umwelt matt und unscharf.
Ein grauer Star kann nicht mit Medikamenten behandelt werden. Mit einer kleinen Operation lässt sich die Sehkraft aber wieder herstellen. Der Arzt entfernt dann durch einen winzigen Schnitt die trübe Linse und ersetzt sie durch eine Linse aus Kunststoff.
Gutes Sehen ist im Alter besonders wichtig. Denn wer schlecht sieht, kann schnell stolpern oder fallen. Deshalb sollten ältere Menschen ihre Sehkraft regelmäßig vom Augenarzt überprüfen lassen.