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AOK-Auswertung zeigt: Nie war eine gesunde Nachbarschaft so wertvoll wie in Corona-Zeiten

85 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass ein guter Kontakt zu den Nachbarn vor Einsamkeit schützt. Auffallend bei der repräsentativen Umfrage ist, dass vor allem Jüngere den direkten Draht nach nebenan schätzen. Die AOK Rheinland/Hamburg zeichnet beispielhafte Nachbarschaftsprojekte aus.

Gesunde Nachbarschaften

Sie kaufen füreinander ein, sie haben ein offenes Ohr für die Sorgen ihrer Mitmenschen, sie bieten ihren Nachbarn Hilfe an und machen schwere Zeiten erträglicher: In der Corona-Krise ist eine gesunde Nachbarschaft besonders wertvoll. Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar im Auftrag der AOK Rheinland/Hamburg hat ergeben, dass eine große Mehrheit der Menschen das Miteinander im Wohnumfeld während der Pandemie mehr denn je zu schätzen gelernt hat. 85 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass eine gute Nachbarschaft vor Einsamkeit schützt. 73 Prozent haben die Erfahrung gemacht, dass in Corona-Zeiten auf die Nachbarn immer Verlass ist.

Gute Nachbarschaft schützt vor Einsamkeit

Auffallend ist, dass vor allem jüngere Menschen die Nähe als besonders positiv empfinden: So erleben 78 Prozent der 14- bis 29-Jährigen in diesen Zeiten Verlässlichkeit in der Nachbarschaft, und sogar 91 Prozent der 30- bis 39-Jährigen stimmen zu, dass eine gute Nachbarschaft vor Einsamkeit schützt. Bei den Senioren sind es 82 Prozent, bei Alleinstehenden quer durch alle Altersgruppen vier von fünf (80 Prozent).

Das Bewusstsein um die gesundheitlichen Risiken von Vereinsamung ist also bereits bei der jüngeren Generation angekommen. Schon 20- oder 30-Jährige schätzen den guten Draht nach nebenan. „Ob und wie wir in die Gemeinschaft eingebunden sind, hat einen entscheidenden Einfluss auf unsere Lebensqualität. Gelebte Nachbarschaften bieten Rückhalt, fördern Teilhabe und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus", sagt Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg.

Eine knappe Mehrheit der Befragten (52 Prozent) beobachtet, dass die Corona-Krise die Qualität des Miteinanders verbessert und die Nachbarschaft gestärkt hat. Wie sollte dieser neue Zusammenhalt dann bewahrt werden? 63 Prozent der Menschen wollen sich von Haustür zu Haustür austauschen und das Gespräch pflegen. Jeder Zweite (50 Pro-zent) sieht Vorteile in Einkaufsgemeinschaften, fast jeder Dritte (34 Prozent) findet es gut, mit Nachbarn spazieren zu gehen oder Sport zu treiben. Etwa jeder Vierte (24 Prozent) hält Kulturangebote im Wohnumfeld für besonders wichtig in Zeiten ausfallender Schützenfeste, Trödelmärkte oder Konzerte.

Die Umfrage der AOK Rheinland/Hamburg zeigt: Der Anruf nebenan, der Dialog im Treppenhaus oder die gemeinsame Runde durch den Park ist unter Nachbarn seit Beginn der Corona-Krise stärker in den Fokus gerückt. Alles natürlich unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. Die Bereitschaft, den Nachbarn zu unterstützen, steigt. Das sind ganz wichtige Aspekte für die gesellschaftliche Entwicklung und Gesundheit. „Nachbarschaftliches Engagement kann viel bewirken – zum Beispiel kann es Menschen vor Einsamkeit bewahren oder aus der Isolation zurück in soziales Miteinander helfen", sagt Günter Wältermann. Klar müsse aber auch sein, dass Nachbarschaftshilfe kein Ersatz für professionelle Hilfe sein kann: „Wenn man diese Grenze nicht erkennt, überfordert man nachbarschaftliches Engagement."

Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften" mit 10.000 Euro dotiert

Wohnortnahe Netzwerke auch in schwierigen Zeiten zu stärken, ist das Ziel des Förderpreises „Gesunde Nachbarschaften", bei dem die AOK Rheinland/Hamburg mit dem Aktionsbündnis Netzwerk Nachbarschaft kooperiert. Der Preis richtet sich an Nachbarinitiativen, die innovative Projekte für ein gesundes Miteinander auf- oder ausbauen. „Entscheidend für viele Nachbarschaften ist jetzt die Frage, wie sie sich als Gemeinschaft neu vernetzen und sich nachhaltig helfen können", sagt Erdtrud Mühlens, Gründerin von Netzwerk Nachbarschaft.

Der Förderpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Preisgeld geht an zehn nachbarschaftliche Gesundheitsprojekte im Rheinland und in Hamburg, die jeweils mit 1.000 Euro gefördert werden. Bewerbungen für den Förderpreis sind bis Mittwoch, 30. September 2020, möglich.

Infos und Anmeldung unter: aok-foerderpreis.netzwerk-nachbarschaft.net

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