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Gemeinsame Presseerklärung: Hilfe für Schwerstkranke durch spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung (SAPV) in Leverkusen

Auch in Leverkusen ermöglicht jetzt der Vertragsabschluss über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eine umfassende häusliche Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen.

14.03.2012

Die Patienten können somit künftig auf ihren Wunsch zu Hause sorgsam medizinisch und pflegerisch, bei Bedarf rund um die Uhr, versorgt werden. Ziel ist es, für sie zugunsten des letzten Lebensabschnitts in gewohnter häuslicher Umgebung den Weg ins Krankenhaus oder in ein Hospiz zu vermeiden. Ziel der Palliativ-Medizin ist die Schmerzlinderung bei schwerstkranken Patienten.

Das Versorgungsgebiet des Palliative-Care-Teams „Ambulantes Palliativzentrum Leverkusen“ (APZ) bietet im Rahmen des seit 1.3.2012 bestehenden Vertrages eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung für Leverkusen, Leichlingen und Burscheid an. Damit deckt das Palliative-Care-Team eine Einwohnerzahl von über 220 000 Menschen ab.

Die gesetzlichen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, die diesen Vertrag unter Federführung der AOK Rheinland/ Hamburg mit dem Palliative-Care-Team abgeschlossen haben, begrüßten das Verhandlungsergebnis für die Schwerstkranken unter ihren Versicherten. Wilfried Jacobs, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, erklärte: „Patienten, die dies wünschen, werden einen schnellen, unbürokratischen Zugang zu dieser hochwertigen Versorgung bekommen.“ Andreas Hustadt, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen in NRW, betonte: „Für die Krankenkassen ist dies kein Wettbewerbsfeld. Im Vordergrund steht eine optimale Versorgung.“ Damit kann jetzt eine Vielzahl von Patienten in Leverkusen, Leichlingen und Burscheid im vertrauten häuslichen Umfeld spezialisiert medizinisch versorgt und umfassend gepflegt werden.

Beteiligt sind neben der AOK Rheinland/Hamburg und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein die Ersatzkassen (BARMER GEK, TK, DAK, KKH-Allianz, HEK, hkk) im Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek),

77 Betriebskrankenkassen, die IKK classic sowie die Knappschaft und die Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW.

Für die Versorgung in diesem Einzugsgebiet stehen fünf qualifizierte niedergelassene Palliativ-Ärzte zur Verfügung. Die Ärzte kommen aus den Fachgebieten Allgemeinmedizin, Innere Medizin und spezielle Schmerztherapie. Dazu kommen qualifizierte Palliativ-Pflegefachkräfte aus dem Ambulanten Diakonischen Palliativnetzwerk (Diakoniestation Opladen, Diakonie-Sozialstation Burscheid, Diakonie-Sozialstation Leichlingen und Diakoniestation Schlebusch).

Zum Hintergrund: Etwa zehn Prozent aller Sterbenden benötigen eine besonders aufwändige, spezialisierte Versorgung. Um dies in häuslicher Umgebung zu ermöglichen, setzt die SAPV auf je ein Palliative-Care-Team innerhalb bestehender Strukturen der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung in Nordrhein. SAPV-Verträge bestehen bisher in Düren, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln, in der Städteregion Aachen, in Mettmann-Nord, im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis, in Mönchengladbach, Oberhausen  sowie in Bonn mit dem linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises.

Ein Palliative-Care-Team besteht aus mindestens drei qualifizierten Palliativ-Medizinern und mindestens vier Palliativ-Pflegefachkräften. Voraussetzung für die Teilnahme an der Versorgung ist neben der Qualifikationsanforderung die Sicherstellung einer 24-Stunden-Bereitschaft an sieben Tagen in der Woche. Dazu kommen Kooperationen mit ambulanten Hospizen und Apotheken.

Hat der Patient vom Haus-, Fach- oder Krankenhaus-Arzt eine Verordnung bekommen, besucht das Palliative-Care-Team den Kranken zu Hause und plant die optimale häusliche Versorgung unter Einbeziehung des bisher betreuenden Haus- oder Facharztes. Dieser kann auch weiter in die Versorgung eingebunden werden.

Pressekontakt

Federführend für die Veröfffentlichung:
AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
Kontakt: André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1125

Verband der Ersatzkassen e. V,
Landesvertretung NRW
Dirk Ruiss
Telefon: 0211 384-1015

BKK-Landesverband
NORDWEST
Karin Hendrysiak
Telefon: 0201 179-1511

Knappschaft
Susanne Heinrich
Telefon: 0234 30482-100

IKK classic
Michael Förstermann
Telefon: 0351 4292-12500

Landwirtschaftliche
Krankenkasse NRW
Frank Krenz
Telefon: 0251 2320-472

KV Nordrhein
Dr. Heiko Schmitz
Telefon: 0211 5970-8505