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Kümmern hilft – optimale Vernetzung für eine bessere Versorgung im Veedel

Welche Medikamente muss ich einnehmen? Wie oft sollte ich zum Facharzt gehen? Wer kümmert sich um meinen Haushalt, wenn ich im Krankenhaus bin? Mit diesen und anderen Fragen sind Menschen, die unter chronischer Herzinsuffizienz leiden, in Köln nicht allein. Die Herzschwestern des HerzNetzKöln² betreuen Patienten engmaschig, begleiten sie zu Arztbesuchen, unterstützen sie nach einem Krankenhausaufenthalt, vermitteln bei Sprachbarrieren und werden zu Bezugspersonen, die die Betroffenen im Umgang mit ihrer Erkrankung vertrauensvoll begleiten. Ein seit 2008 bestehender Versorgungsvertrag der AOK Rheinland/Hamburg mit dem HerzNetzKöln² bildet die Grundlage des Modells, das zu einer messbar besseren Versorgung führt, wie die jüngste Evaluation belegt hat.

Neues Projekt von AOK Rheinland/Hamburg und HerzNetzKöln²

Prof. Hans Wilhelm Höpp, einen der Leiter des HerzNetzKöln², hat das nicht überrascht: „Wir schließen Versorgungslücken – das klingt zunächst banal. Aber gerade unsere Herzschwestern erfahren dies im persönlichem Kontakt zu ihren Patienten immer wieder: Ein besseres Krankheitsverständnis, der unmittelbare Zugang zu notwendigen Hilfen und die Einbindung des familiären Umfelds stärken nicht nur die Versorgungsqualität, sondern auch Selbstverantwortung, Mitarbeit und Lebensqualität.“

Ausgehend von den erzielten Erfolgen ist nun eine Ausweitung des Projekts, unabhängig von der Art der Erkrankung, geplant: Unter dem Dach „dieKümmerei“ soll künftig ein neu eingerichtetes Quartiersbüro als Anlaufstelle dienen, die Gesundheits- und Sozialleistungen für die Menschen im Viertel koordiniert und allen Menschen offensteht. „Alle Menschen haben das Recht auf einen direkten Zugang zu hochwertigen Gesundheitsleistungen – dafür setzen wir uns als Ortskrankenkasse ein“, sagt Matthias Mohrmann, Mitglied des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg. „Mit ‚dieKümmerei‘ verknüpfen wir Angebote des Gesundheits- und Sozialwesens miteinander, um ungleiche Gesundheitschancen zu reduzieren und die Gesundheitskompetenz der Bewohnerinnen und Bewohner im Kölner Norden zu verbessern.“ Das Angebot richtet sich zunächst an Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg.

Die Schaffung eines neuartigen Gesundheitsnetzwerks, das den Patienten in den Mittelpunkt rückt, wird Versorgungsangebote bündeln, die medizinische und soziale Versorgung vor Ort miteinander verzahnen sowie die Prävention im Kölner Norden stärken. Hierbei arbeiten die AOK Rheinland/Hamburg und das HerzNetzKöln² eng mit der Stadt Köln und den vor Ort bereits engagierten Akteuren und Initiativen zusammen. Gesundheitsdezernent Dr. Harald Rau freut sich mit: „Wir unterstützen diesen innovativen Ansatz des Herznetzes für Köln. Dadurch wird es möglich, die Verbindung zwischen Patienten und ihrem Hausarzt oder Hausärztin zu stärken und Patienten direkt zu Hause zu helfen.“

Die konkreten Vorbereitungen für die Eröffnung der Quartierszentrale Mitte 2020 sind bereits in vollem Gange.