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Diabetes bei Kindern

Lehrer und Betreuer informieren

20.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind von Diabetes mellitus, der „Zuckerkrankheit“, betroffen. Die meisten von ihnen leiden unter dem Typ 1-Diabetes, einer Form der Krankheit, die durch eine Autoimmunerkrankung ausgelöst wird. Dabei zerstören Abwehrzellen körpereigenes Gewebe, in diesem Fall die Insulin produzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Die Krankheit spielt eine wichtige Rolle im täglichen Leben. Um den Kindern einen möglichst unbeschwerten Alltag zu ermöglichen, sollten Lehrer und Betreuer in Vereinen oder Freizeitgruppen über die Krankheit informiert sein.

Jungen und Mädchen mit Diabetes müssen ihrem Körper regelmäßig das fehlende Insulin durch Spritzen zuführen. Dabei wird die Insulinmenge der Nahrungsaufnahme angepaßt. Manchmal wird es notwendig, zusätzliche Mahlzeiten einzunehmen. Schüler mit Diabetes müssen deshalb auch während des Unterrichts oder einer Klassenarbeit essen können.

Schulsport, Wandertage oder Radtouren: Grundsätzlich können Kinder und Jugendliche mit Diabetes an solchen Aktivitäten teilnehmen, wenn einige Punkte beachtet werden. Damit es nicht zu einer Unterzuckerung kommt, muss vor allem der höhere Energieverbrauch aufgefangen werden. Dazu wird vorher entweder weniger Insulin zugeführt oder aber mehr gegessen. Wenn wegen einer Stundenplanänderung eine unerwartete Sportstunde ansteht, müssen die betroffenen Schüler vorher etwas essen können.

Doch auch bei genauer Einhaltung der Therapieregeln kann es immer einmal zu einer Unterzuckerung kommen. Rechtzeitig erkannt, bleibt eine Unterzuckerung aber harmlos. Erste Anzeichen sind Blässe, Schweißausbrüche, Konzentrationsstörungen, ein schneller Puls oder Heißhunger. In so einem Fall braucht ein Diabetiker sofort Kohlenhydrate, die schnell ins Blut gehen. Hier eignen sich zum Beispiel Traubenzuckertäfelchen, die das Kind immer bei sich tragen sollte. Cola und Limonade haben einen ähnlichen Effekt, wenn es sich dabei nicht um Light-Produkte handelt.

In speziellen Schulungs- und Behandlungsprogrammen lernen die Kinder das Erkennen einer Unterzuckerung und sind meist in der Lage selbst zu handeln. Auf keinen Fall darf ein Kind bei einer Unterzuckerung aus der Klasse oder nach Hause geschickt werden. Bei Ausflügen mit der Schule oder einer Freizeitgruppe brauchen Kinder mit Diabetes je nach Alter etwas mehr Aufmerksamkeit. Eltern und Betreuer sollten in so einem Fall vorher besprechen, was beim einzelnen Kind besonders zu beachten ist.