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Deutsch-niederländischer Austausch: „Pflegepfade“ sollen künftig bei häuslicher Pflege helfen

Die AOK Rheinland/Hamburg und die niederländische Krankenversicherung CZ haben durch ein gemeinsames Euregio-Pflegeprojekt „Versorgung pflegebedürftiger Bürgerinnen und Bürger“ (auf Niederländisch: „Zorg voor hulpbehoevenden“) hilfreiche Erke

11.12.2014

Die Untersuchung hat vor allem deutlich gemacht, dass viele Pflegebedürftige und ihre Bezugspersonen trotz vielfältiger Informationsangebote wie Pflegekurse und Pflegeberatung nicht umfassend wissen, welche Leistungen die jeweilige Pflegekasse bietet und welche für sie in Frage kommen.

Meist liegt die Ursache darin, dass das Thema „Pflege“ erst dann aktuell wird, wenn ein Pflegefall eintritt. Als erste Maßnahme aus der Zusammenarbeit entwickeln daher die beiden Krankenversicherungen „Pflegepfade“. Diese dienen dazu, dass der Pflegebedürftige und sein pflegender Angehöriger oder seine Angehörige eine passgenaue Leistung zum richtigen Zeitpunkt erhalten.

Zufrieden mit den Erkenntnissen der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit zeigte sich Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg: „Wir wollen heute die Versorgung der Pflegebedürftigen individuell verbessern und die Weichen für eine bessere Versorgung von morgen stellen. Besonders wichtig dabei ist es, die Situation von pflegenden Angehörigen zu verbessern.“ Das gemeinsame Euregio-Pflege- projekt hat deutlich gemacht, dass die Pflegesituation diesseits und jenseits des Rheins durchaus unterschiedlich ist: Niederländer möchten lieber durch einen Pflegedienst versorgt werden, da diese Leistung fast zu 100 Prozent finanziert wird und Angehörige weniger belastet werden. Die Deutschen lassen sich hingegen lieber von ihren Angehörigen pflegen. Als  Hauptmotivation gelten hier eine gute Bindung und Zuneigung zum Pflegebedürftigen.

Zugleich lernen deutsche und niederländische Experten der beiden großen Krankenversicherungen viel voneinander. Neu war beispielsweise für die AOK-Fachleute die niederländische Internetplattform „We helpen“, welche u. a. die Krankenversicherungen in den Niederlanden aufgebaut haben. Hier können freiwillige Helfer ihre Unterstützungsleistungen anbieten und somit den sozialen Zusammenhalt fördern. Die Plattform bietet dabei Interaktionsfunktionen, wie man das von Facebook kennt. „Ein begleitendes Angebot, das es wert ist, zu klären, ob eine Übernahme hier möglich ist. Der Austausch über die Grenzen hinweg macht es möglich“, erklärte Bernd Hülsdünker, Fachbereichsleiter bei der AOK Rheinland/Hamburg.

Das Projekt „Zorg voor hulpbehoevenden“ wird im Rahmen des INTERREG IV-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Provinz Noord-Brabant, der Provinz Gelderland, dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-

Westfalen, der Provinz Limburg, der CZ, der AOK Rheinland/Hamburg kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Euregio Rhein-Waal.

Die AOK Rheinland/Hamburg ist mit rund 2,9 Millionen Versicherten die siebtgrößte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland. Im Rheinland und in Hamburg stehen 110 Geschäftsstellen für die Betreuung der Versicherten offen. Ein besonderer Service sind die langen Öffnungszeiten täglich von 8 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr. Das telefonische AOK-Servicecenter Clarimedis ist 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr erreichbar (0800 0326 326).

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1232