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Deutlich mehr Langzeiterkrankungen im Jahr 2014

AOK Rheinland/Hamburg stellt neueste Auswertung zum Krankenstand vor

25.02.2015

Im Rheinland hat die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) deutlich zugenommen: Der Krankenstand der rund 1,1 Million AOK-versicherten Beschäftigten erhöhte sich im Jahr 2014 mit 5,61 Prozent spürbar gegenüber 2013 (5,40 %). Besonders stark war dabei der Anstieg der AU-Tage aufgrund von Langzeiterkrankungen – dabei handelt es sich um Erkrankungen, die länger als 42 Tage dauern. Hier stieg der Wert von 1,44 % im Jahr 2013 auf 1,61 % in 2014 – dies entsprach einer Zunahme von über zwölf Prozent. Außerdem erhöhte sich der Anteil der AU-Tage aus Kurzzeiterkrankungen von 3,96 % in 2013 auf 4,00 % in 2014 leicht.

Eine Erklärung für die Zunahme bietet der deutliche Anstieg der Ausfalltage bei Muskel-/Skeletterkrankungen (wie z.B. Rückenleiden) und psychischen Störungen, die häufig mit einer langen Krankheitsdauer einhergehen. Die Anzahl der Fehltage aufgrund einer Erkrankung am Muskel-Skelett-System stieg im Jahr 2014 um rund 8,5 % an, die Fehltage durch psychische Störungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr sogar um fast zwölf Prozent. Die durchschnittliche Dauer aller Erkrankungen verlängerte sich im Jahr 2014 um mehr als einen halben Tag. Eine Erkrankung dauerte 2014 im Schnitt 12,2 Kalendertage.

Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, erklärte dazu: „Wir beobachten mit großer Sorge, dass die Zahl der Langzeiterkrankungen angestiegen ist. Umso stärker setzt die AOK Rheinland/Hamburg daher künftig auf Vorsorge am Arbeitsplatz durch unser Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung.“

Ein Blick auf die Branchen im Rheinland zeigt  interessante Entwicklungen bei den Krankenständen. Den höchsten Wert mit 7,6 % verzeichnet die öffentliche Verwaltung. In dieser Branche gab es auch die größte Erhöhung beim Langzeitkrankenstand, der hier von 1,88 % auf 2,23 % im Jahr 2014 anstieg. Es folgten mit 7,10 % die Beschäftigten in der Ver- und Entsorgungsbranche, bei denen sich der Krankenstand im Vergleich zum Jahr 2013 allerdings nur geringfügig erhöhte (2013: 7,05 %). Auf Rang drei – mit einem deutlichen Anstieg zum Vorjahr – lag mit 7,10 % die Pflegebranche (2013: 6,71 %). Der geringste Krankenstand wurde mit 3,97 % in der Finanz- und Versicherungsbranche ermittelt (2013: 3,89 %).

Ein Service der AOK Rheinland/Hamburg: Detaillierte anonyme Auswertungen für Betriebe sind ab einer Anzahl von 50 AOK-Versicherten im Unternehmen möglich. Für weitere Auskünfte steht die Teamleiterin Gesundheitsberichterstattung,
Petra Meisel, im Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung in Köln zur Verfügung (Tel. 0221/27180-107).

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Schall
E-Mail: andre.schall@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1539
Telefax: 0211 8791-1232