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Der rote Faden für Patienten: AOK Rheinland/Hamburg und DAGIV eG schließen Versorgungsvertrag

Die Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten sowie Krankenhäusern zum Wohl des Patienten bekommt jetzt in Düren eine neue Qualität.

Durch einen Vertrag zur integrierten Vollversorgung arbeiten künftig niedergelassene Ärzte in Hausarzt- und Facharztpraxen sowie drei Kliniken eng zusammen. Der Patient, der mehr als einen Arzt aufsuchen muss, wird mit einer elektronischen Akte sinnvoll weitergeleitet. Resultat: Nicht abgestimmte Behandlungen, Verlust wichtiger Informationen, unnötige Untersuchungen, mangelnde Absprachen bei der Einweisung oder Entlassung aus der Klinik, aber auch bei Änderungen der Medikation für Patienten – all das wird vermieden.

Für die AOK-Versicherten wird ein roter Faden geknüpft, der den Patienten bei seiner Behandlung leitet und begleitet. „Mit dem Vollversorgungsvertrag in Düren bieten wir unseren Versicherten die Versorgung 'aus einer Hand' an. Durch den Einsatz einer elektronischen Patientenakte sowie abgestimmter Behandlungspfade lösen wir die Schnittstellen zwischen Hausarzt, Facharzt und Krankenhaus auf – ein echter Qualitätsgewinn für die Versicherten der AOK in Düren“, so Cornelia Prüfer-Storcks, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg.

Die AOK Rheinland/Hamburg und die Dürener Arbeitsgemeinschaft zur Integrierten Versorgung, DAGIV eG, haben jetzt gemeinsam ein derartiges Modell entwickelt und dazu am 8. Juli 2009 einen Vertrag geschlossen. Die AOK Rheinland/Hamburg als größte Krankenkasse in NRW steuert dabei insbesondere ihre Managementkompetenz bei und ermöglicht diesen IV-Vertrag über eine finanzielle Förderung. Das Team von DAGIV mit 116 Haus- und 64 Fachärzten sowie das Krankenhaus Düren GmbH, das St. Augustinus-Krankenhaus und das St. Marien-Hospital werden mit einem Anbieter von Software-Produkten für Arztpraxen eine elektronische Patientenakte installieren. Zugleich werden sowohl medizinische Standards vereinbart als auch Qualitätsziele und vor allem die Zuständigkeiten festgelegt. Dies alles soll die Behandlung der AOK-Versicherten weiter verbessern.

Dr. Wolfgang Deiters, DAGIV eG, erklärt: „Unser Dürener Projekt soll aus dem Nebeneinander ein Miteinander machen und ein Gesundheitsnetz aller Leistungserbringer knüpfen. Auch in Klinik und Praxis wollen wir enger miteinander kooperieren und uns dabei moderner elektronischer Medien bedienen.“ Dr. Deiters weiter: „Wir freuen uns, in der AOK Rheinland/Hamburg einen kompetenten und engagierten Partner gefunden zu haben und sind zuversichtlich, in den nächsten Jahren gemeinsam die Versorgung der Patienten verbessern zu können.“

Die so genannte sektorale Trennung zwischen Hausärzten, Fachärzten, Kliniken und anderen Berufsgruppen sollte bisher durch Integrationsverträge (IV-Verträge) zur besseren Kooperation und Kommunikation der verschiedenen Berufsgruppen oder Sektoren reduziert werden. Doch waren diese IV-Verträge auf einzelne Krankheitsbilder wie z. B. Diabetes beschränkt. Komplexer sind die so genannten Vollversorgungsmodelle oder bevölkerungsbezogenen Modelle, da sie alle Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern einschließen. Die Beteiligung der Krankenkasse gehört dazu.

Ein großer Vorteil dieses Modells ist die zu erwartende Qualitätssteigerung der medizinischen Versorgung – vor allem, weil die personellen Ressourcen effektiver genutzt werden können, und die Ärzte so wieder mehr Zeit für den einzelnen Patienten haben. Einen zweiten Vorteil erwarten die Vertragspartner in finanzieller Hinsicht. Die verbesserte Kommunikation hilft beispielsweise dabei, unzureichend abgestimmte Behandlungen und Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Diese Gewinne sollen dazu verwendet werden, das Projekt weiterzuentwickeln.

Für die AOK-Versicherten gilt: Sie behalten die freie Arztwahl und stellen ihr persönliches Gesundheitsnetz zusammen.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
Kontakt: André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1125