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Der Krankenstand sinkt weiter

Die Versicherten der AOK Rheinland/Hamburg waren im ersten Halbjahr 2017 seltener krank als im Vorjahreshalbjahr. Dies ergab eine Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsdaten von rund 1,2 Mio. Mitgliedern der AOK Rheinland/Hamburg. Demnach ist der Krankenstand in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016 von 5,84 % auf 5,67 % gesunken.

Kurz- und Langzeiterkrankungen rückläufig

Die Kurzzeiterkrankungen zeigen dabei genauso einen rückläufigen Trend wie die Langzeiterkrankungen: Von 4,38 % im ersten Halbjahr 2016 sank der Krankenstand bei den Kurzzeiterkrankungen (bis maximal 42 Fehltage) auf 4,28 %. Dieser Krankenstand ist, wie auch der Gesamtkrankenstand, zum zweiten Mal in Folge gesunken. Der Krankenstand der Langzeiterkrankungen sank von 1,45 % im 1. Halbjahr 2016 auf 1,39 % in 2017. Unter dem Begriff Krankenstand wird der Anteil der im Auswertungszeitraum angefallenen Arbeitsunfähigkeitstage verstanden.

Infektionserkrankungen steigen kontinuierlich an

Viele Diagnosegruppen zeigen niedrigere Quoten der Arbeitsunfähigkeit als im Vorjahr, wie etwa Erkrankungen am Muskel- und Skelettapparat (z. B. Rückenschmerzen), psychische oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Über alle Diagnosen gesehen verringerten sich die Erkrankungsfälle je 100 Versicherte von 184 auf 178. Rückläufig sind Diagnosen, die die Verdauungsorgane betrafen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Anders die Infektionserkrankungen: Diese steigen seit ein paar Jahren kontinuierlich an und spielen bei den Krankheitstagen eine immer wichtigere Rolle. Hierunter fallen auch die ansteckenden Magen-Darm-Erkrankungen. Erfreulicherweise hat sich der Anstieg der psychischen Erkrankungen in dem vergangenen Halbjahr nicht fortgesetzt. Wenn auch nur wenig, so sind die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund dieser Diagnosen doch um 1 % gesunken.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Beim Blick auf die größten Branchen fällt auf, dass bezüglich der Höhe des Krankenstandes deutliche Unterschiede bestehen. Die Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung hatten – wie auch schon im Vorjahreshalbjahr – den höchsten Krankenstand. Mit 7,93 % lag dieser deutlich über dem Durchschnitt aller versicherten Beschäftigten der AOK Rheinland/Hamburg (5,67 %). Die Ver- und Entsorgungsbranche (7,64 %), die Metallwirtschaft (7,38 %) und die Pflegebranche (7,30 %) folgten auf den Plätzen zwei bis vier. Deutlich niedriger waren die Werte hingegen in der Dienstleistungsbranche (3,74 %), im Gastgewerbe (3,77 %) und in der Informations- und Kommunikationsbranche (3,81 %).

„Betriebliche Gesundheitsförderung hat sich zu einem wichtigen Faktor bei der Gesunderhaltung von Arbeitnehmern gezeigt. Die AOK Rheinland/Hamburg bietet über ihr Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung detaillierte Analysen sowie individuelle, maßgeschneiderte Maßnahmen für Unternehmen an“, so Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg.

Ein Service der AOK Rheinland/Hamburg: Detaillierte anonyme Auswertungen für Betriebe sind ab einer Anzahl von 50 AOK-Versicherten im Unternehmen auf Anforderung möglich. Für weitere Auskünfte steht das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung zur Verfügung: Petra Meisel, Tel. 040 2390873-13, E-Mail: petra.meisel@bgf-institut.de.