Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Rheinland/Hamburg
Ort/Kasse korrigieren

COVID-19: Ansteckung, Symptome und Behandlung

Die Anzeichen für eine Infektion mit dem Coronavirus ähneln anderen Atemwegserkrankungen und können zum Beispiel auch bei einer Grippe auftreten. Wie eine Ansteckung und die Krankheit COVID-19 verläuft, wer in Quarantäne muss und was über Post-/Long-COVID bekannt ist.

So erfolgt eine Ansteckung mit dem Coronavirus

Das Coronavirus verbreitet sich weltweit durch eine Übertragung von Mensch zu Mensch. Der Hauptübertragungsweg sind virushaltige Partikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen, Singen und Niesen entstehen. Dabei wird zwischen größeren Tröpfchen und kleineren Tröpfchen, den sogenannten Aerosolen unterschieden. Größere Tröpfchen entstehen eher beim Husten und Niesen. Aerosole werden vor allem beim Atmen, Sprechen, Schreien oder Singen ausgeschieden. Eine Maske sowie Abstand zu anderen Personen von mindestens 1,5 Metern kann die Übertragung der virushaltigen Partikel reduzieren.

Andere Übertragungswege beispielsweise wie eine Schmierinfektion über Oberflächen lassen sich nicht ausschließen, sind aber möglich. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung konnte dieser Übertragungsweg bisher noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden.

Weiterführende Informationen zu Übertragungswegen finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts

Welche Symptome treten auf?

Ein Großteil der mit dem Coronavirus Infizierten hat Husten, Fieber, Schnupfen sowie Geruchs- und Geschmacksverlust. Weitere Krankheitsanzeichen können unter anderem Gliederschmerzen, Hals- oder Kopfschmerzen, Atemnot, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall sein. Bei einem schweren Verlauf treten weitere Symptome bis hin zu lebensbedrohlichen Entzündungen der Lunge oder anderer Organe auf.

Bitte beachten Sie: Bei manchen Menschen zeigen sich überhaupt keine Symptome der Krankheit, obwohl sie sich angesteckt haben. Deshalb ist es so wichtig, die Hygiene- und Abstandsregeln zu beachten. Sie schützen damit andere Menschen.

Quarantäne bei Verdacht auf COVID-19

Wenn Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht, müssen Betroffene häufig in Quarantäne, damit sie niemanden anstecken können.

Quarantäne bedeutet, dass Infizierte oder Personen, die unter Infektionsverdacht stehen, vorübergehend isoliert werden. So soll die weitere Verbreitung der Krankheit verhindert werden. Das ist im Infektionsschutzgesetz (IfSG) geregelt. Demnach dürfen zur Abwendung der Ausbreitung bestimmter Infektionskrankheiten Freiheitsrechte eingeschränkt werden.

In der Regel bedeutet das „häusliche Quarantäne“. Der Patient darf die eigenen vier Wände nicht verlassen, und soll den Kontakt mit etwaigen Mitbewohnern vermeiden, bis die Ansteckungsgefahr vorüber ist. Da die Inkubationszeit des neuartigen Coronavirus laut Robert Koch-Institut bis zu 14 Tage beträgt, ist auch die häusliche Quarantäne auf diesen Zeitraum angesetzt.

Während der Quarantäne müssen die Betroffenen zweimal täglich Fieber messen sowie ein Tagebuch über mögliche Symptome, die Körpertemperatur und jegliche Kontakte mit anderen Menschen führen.

Notwendige Erledigungen außerhalb der eigenen Unterkunft (Einkäufe, Behördengänge, etc.) müssen je nach Dringlichkeit verschoben oder von Freunden, Familie oder anderen Personen übernommen werden. Dabei darf jedoch kein direkter Kontakt mit der sich in Quarantäne befindlichen Person stattfinden. Einkäufe müssten also zum Beispiel vor der Tür abgestellt werden.

Derzeit wird eine Quarantäne für jeden angeordnet, der akut gefährdet ist, sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt zu haben oder tatsächlich infiziert ist.

Als gefährdet gilt, wer engen Kontakt mit einem Infizierten hatte, sich ohne Mund-Nasen-Schutz mit dieser Person unterhalten hat oder sich länger als zehn Minuten im selben Raum befand.

Zudem sind nach Deutschland Einreisende und Reiserückkehrer zur häuslichen Quarantäne verpflichtet, wenn sie aus einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet kommen. Die Dauer der Quarantäne beträgt für Einreisende

  • aus einem Hochrisikogebiet zehn Tage und
  • aus einem Virusvariantengebiet 14 Tage.

Einreisende aus Hochrisikogebieten, die geimpft, genesen oder negativ getestet sind, können die Quarantäne vorzeitig beenden, wenn sie den entsprechenden Nachweis über das Einreiseportal der Bundesrepublik übermittelt haben.

Bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet nach Deutschland kann die Quarantäne hingegen nicht vorzeitig beendetet werden. Auch Geimpfte und Genesene sind zu 14 Tagen Quarantäne verpflichtet.

Ausführliche Informationen zur aktuellen Einreiseverordnung erhalten Sie auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums.

Zuständig für die Quarantäneverordnung sind in den meisten Fällen die Gesundheitsämter der Länder.

Auf der Website des Robert Koch-Instituts gibt es eine Datenbank mit allen Gesundheitsämtern. Hier kann das jeweilige Amt unter Angabe von Ort oder Postleitzahl gesucht werden.

Wie ist der typische Krankheitsverlauf?

Die Atemwegserkrankung COVID-19, die durch eine Infektion mit dem Coronavirus ausgelöst wird, verläuft nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in den meisten Fällen mild bis moderat. Typisch dafür ist das Auftreten grippeähnlicher Symptome, die sich nach wenigen Tagen langsam bessern. Nach etwa 14 Tagen sind die Betroffenen in der Regel wieder symptomfrei. Bei einem schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verlauf dauert die COVID-19-Erkrankung bis zu sieben Wochen an. In einigen Fällen kann die Krankheit tödlich enden.

Weitere Informationen zu Symptomen und Krankheitsverlauf gibt es zum Beispiel auf den Seiten des Robert Koch-Instituts (RKI)

Wie lange sind Betroffene ansteckend?

Bislang ist noch nicht bekannt, wie lange eine Person, die sich mit dem Coronavirus infiziert hat, ansteckend ist. Laut Robert Koch-Institut gilt es derzeit aber als sicher, dass Infizierte in der Zeit kurz vor und nach Symptombeginn am ansteckendsten sind, auch schon bevor erste Symptome auftreten. Bei einem milden bis mittleren Krankheitsverlauf geht die Ansteckungsfähigkeit zehn Tage nach Symptombeginn deutlich zurück. Bei schweren Krankheitsverläufen und bei Vorliegen einer Immunschwäche können Patienten auch noch erheblich länger als zehn Tage nach Symptombeginn ansteckend sein.

Wie wird COVID-19 behandelt?

Derzeit gibt es in Deutschland mehrere Impfstoffe, die vor einer Erkrankung mit COVID-19 schützen. Eine spezielle Therapie gibt es für die Atemwegserkrankung COVID-19 derzeit noch nicht. Die Behandlung ist davon abhängig, welche Symptome auftreten. Mögliche Maßnahmen sind fiebersenkende Mittel sowie Medikamente bei möglichen bakteriellen Zusatzinfektionen der Atemwege. In schweren Krankheitsfällen können Betroffene mithilfe einer Maschine beatmet werden. Eine weitere Möglichkeit bei einem schweren Atemnotsyndrom ist, das Blut vorübergehend mit Sauerstoff anzureichern.

Weiterführende Informationen zur Therapie finden beim Robert Koch-Institut und in der entsprechenden Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin.

An weiteren Impfstoffen und spezifischen Medikamenten gegen das neue Coronavirus wird weiterhin intensiv geforscht.

Post- und Long-COVID: Langzeitfolgen von COVID-19

Ähnlich wie bei einigen anderen Infektionskrankheiten kann es auch nach einer akuten Infektion mit Corona zu langanhaltenden Beschwerden kommen. In diesen Fällen spricht man vom Post- beziehungsweise Long-COVID-Syndrom. Post-/Long-COVID-Beschwerden werden von vielen COVID-19-Erkrankten berichtet. Sie können nach schweren, aber auch nach leichten Verläufen einer Corona-Infektion auftreten. Über die Ursachen dieser Beschwerden und ihr Fortbestehen ist allerdings bisher noch wenig bekannt.

Derzeit gibt es keine einheitliche Definition für Long- oder Post-COVID. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V., die federführend eine Leitlinie für Behandelnde zum Thema Post-/Long-COVID entwickelt hat, unterscheidet die Begriffe in Anlehnung an das britische NICE-Institut wie folgt: Von einem “Post-COVID-Syndrom“ wird gesprochen, wenn Beschwerden länger als zwölf Wochen nach der Infektion bestehen. Allerdings gibt es keine Hinweise darauf, dass nach zwölf Wochen spezifische Veränderungen eintreten, die auf einen chronischen Verlauf der Beschwerden hindeuten. Deshalb wird der Begriff „Long-COVID“ empfohlen für Symptome jeglicher Dauer über vier Wochen nach der Infektion – gemeint sind damit sowohl nach der Infektion neu auftretende Symptome als auch über mehr als vier Wochen ab Infektionszeitpunkt andauernde Symptome.

Die Post- beziehungsweise Long-COVID-Symptome, die von Betroffenen berichtet werden, sind sehr vielfältig. Eine genaue Definition des Beschwerdebilds gibt es daher noch nicht. Allerdings gibt es erste Daten dazu, welche Symptome von den Betroffenen besonders häufig und welche eher selten berichtet werden:

  • Sehr häufig: In Relation zur Belastung unverhältnismäßige Erschöpfung (Fatigue), Luftnot, Leistungs- und Aktivitätseinschränkungen, Kopfschmerzen, Riech- und Schmeckstörungen
  • Häufig: Husten, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, allgemeine Schmerzen, Haarausfall, Stress und andere
  • Selten: Lähmungen und Sensibilitätsstörungen, Schwindel, Tinnitus, Stimmverlust, Übelkeit und andere

Die genannten Symptome können auch im Zusammenhang mit anderen Krankheiten auftreten, sodass vor der Diagnose eines Post- oder Long-COVID-Syndroms andere mögliche Krankheitsursachen ausgeschlossen werden sollten.

Die Studien zur Häufigkeit von Long- beziehungsweise Post-COVID-Beschwerden beziehen sich auf sehr unterschiedliche Untersuchungsgruppen und Beobachtungszeiträume. Dabei wurden sowohl Beschwerden erfasst, die wenige Wochen nach der Infektion bestanden, als auch Beschwerden, die nach mehreren Monaten noch bestanden. Es ist daher noch nicht hinreichend klar, wie häufig langfristige Beschwerden sind und wie hoch die Wahrscheinlichkeit für eine Rückbildung dieser Beschwerden im weiteren Verlauf ist.

Die genauen Ursachen für ein Post- oder Long-COVID-Syndrom sind noch weitgehend unklar. Unter anderem wird vermutet, dass bei Betroffenen das Virus (bzw. Virusbestandteile) über Wochen oder Monate im Körper verbleibt und zu anhaltenden Symptomen führen könnte. Weitere Ursachen könnten nach einer COVID-Infektion erlittene Gewebeschäden sein, zum Beispiel an den Innenwänden der Blutgefäße, aber auch Störungen der Blutgerinnung, chronische Immunstörrungen oder Nebenwirkungen der COVID-19-Behandlung.

Aufgrund der Neuartigkeit der Erkrankung und den verschiedenen Symptomen, die auftreten können, gibt es aktuell keine gezielte Therapie gegen Post- oder Long-COVID. Bei Verdacht auf Langzeitfolgen ist der Hausarzt erster Ansprechpartner. Er kennt die Krankengeschichte Betroffener und kann zwischen bestehenden Erkrankungen und neuen Symptomen unterscheiden. Sollte sich die Diagnose Long- beziehungsweise Post-COVID bestätigen, ist eine weiterführende spezialärztliche Versorgung sinnvoll. Je nach Symptomatik kommen dann verschiedene Fachärzte zur weiteren Behandlung in Betracht, zum Beispiel Kardiologen, Neurologen oder Pneumologen.

Inhalte im Überblick

Sie suchen Informationen zum Coronavirus? Hier gelangen Sie direkt zu den folgenden Themen:

Kontakt zu meiner AOK Rheinland/HamburgOrt/Kasse ändern

Zur Kontaktseite

Newsletter

Der AOK-Newsletter schickt monatlich die neuesten Meldungen aus den Bereichen Medizin, Fitness, Ernährung, Karriere und Gesundheit in Ihr Postfach.

Um einen RSS-Feed zu abonnieren, benötigen Sie einen Browser, der RSS unterstützt. Die aktuellen Standardbrowser (z. B. Mozilla Firefox, Internet Explorer oder Chrome) unterstützen RSS-Feeds. Um die Feeds zu abonnieren, klicken Sie bitte auf den unten angegebenen Link. Benennen Sie den RSS-Link nach Ihren Wünschen und speichern Sie ab. Über eine neue Schaltfläche in Ihrem Browser können Sie dann die News erreichen.
Die RSS-Technologie ermöglicht Ihnen die tagesaktuellen News aus der Themenwelt der aok.de einfach und bequem zu abonnieren. Sie können sich unsere News-Themen in ihrem Browser oder einem RSS-Reader anzeigen lassen. Teilweise unterstützen auch Bildschirmschoner und E-Mail-Programme den RSS-Feed. Sie können daher die News sehr flexibel einsetzen.
Zur Kontaktseite
Sie haben Fragen? Wir helfen Ihnen.