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Bilanz des Krankenstandes im ersten Halbjahr 2010:

Harter Winter lässt Unfallzahlen steigen – auch psychische Erkrankungen nehmen weiter zu.

Der Gesamtkrankenstand unter den knapp 90 000 AOK-versicherten Beschäftigten in Hamburg ist im ersten Halb-jahr 2010 gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 von 5,90 auf 6,02 Prozent leicht angestiegen. Dabei erreichte der Lohnfortzahlungskrankenstand einen Wert von 4,06 % (2009: 3,98 %). Für Erkrankungen mit einer Dauer von mindestens 43 Kalendertagen (Kran-kengeldkrankenstand) wurde ein Wert von 1,96 % regist-riert (2009: 1,92 %). Zum einen gab es eine Zunahme der Arbeitsunfähigkeitsfälle um rund 1,8 %, zum anderen hat sich die Falldauer leicht auf 11,8 Kalendertage erhöht.

Im vergangenen Jahr sorgten unter anderem die Atemwegserkrankungen für einen Anstieg der Arbeitsunfähigkeitstage. Im ersten Halbjahr 2010 sind die Atemwegserkrankungen wieder stark rückläufig. Sie verursachten knapp 155 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Versichertenjahre, ein Minus von rund 14,5 %. Somit wird der saisonale Charakter dieser Diagnosegruppe bestätigt.

Besorgniserregend ist die erneute deutliche Zunahme der Psychischen Erkrankungen. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausfalltage von knapp 105 je 100 Versichertenjahre um rund 6 % auf 111 an.

Die Psychischen Erkrankungen rangieren mit 10,2 % aller Diagnosen hinter den Muskel-Skelett-Erkrankungen (27,8 %) und den Atemwegserkrankungen (14,7 %) an dritter Stelle. Zusammen sind die drei Diagnosegruppen für knapp 53 % aller Ausfalltage verantwortlich.

Auffällig ist der deutliche Anstieg der Unfälle. Während die Arbeitsunfälle gegenüber dem Halbjahr um 21 % auf 75,7 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Versichertenjahre anstiegen, lag der Zuwachs bei den Freizeitunfällen bei 16 %. Der bis weit in den März hineinreichende harte Winter war Ursache für zahlreiche Unfälle.

Detaillierte Auswertungen für Betriebe ab 50 AOK-Versicherten im Unternehmen sind auf Anfrage möglich. Für weitere Auskünfte steht Ihnen die Geschäftsführung des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung (IBGF) in Köln, Petra Meisel, Telefon 0221 / 27180-107, zur Verfügung.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
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Kontakt: André Maßmann
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