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Berliner Gesundheitspreis 2017

Bonner Verein erhält 3. Platz für Projekt zur Arbeitsmarktintegration von Müttern mit Migrationshintergrund

Integration von Fachkräften mit Migrationshintergrund

Gleich drei Gesundheitsorganisationen aus dem Rheinland haben beim diesjährigen Berliner Gesundheitspreis mit Platzierungen und Nominierungen auf sich aufmerksam gemacht. Der Bonner Verein für Pflege- und Heilberufe e.V. hat mit seinem Projekt „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ den mit 5.000 Euro dotierten dritten Platz in der Kategorie II „Integration von Fachkräften mit Migrationshintergrund“ gewonnen. Zudem erhielten zwei weitere Organisationen Nominierungen. Der Berliner Gesundheitspreis stand in diesem Jahr unter dem Motto „Migration und Gesundheit – Integration gestalten“.

Bei der Preisübergabe im Hause des AOK-Bundesverbandes am Montagabend in Berlin würdigte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe das Engagement der Organisationen: „Ich freue mich, dass das Rheinland mit starken Projekten beim Berliner Gesundheitspreis 2017 vertreten ist. Teilhabe an einer guten Gesundheitsversorgung ist die beste Voraussetzung für eine gelingende Integration und ein gutes gesellschaftliches Miteinander.“

Auch Günter Wältermann, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg, würdigte die starke Beteiligung aus dem Rheinland. „Ich bin beeindruckt vom großen Engagement von, für und mit Menschen mit Migrationshintergrund und der Kreativität und Innovationskraft der Projekte.“, sagte Günter Wältermann. „Das erfolgreiche Bonner Projekt greift gleich zwei wichtige Aspekte auf: Die Integration von Müttern mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt sowie das Zukunftsthema kultursensible Pflege.“

Das Projekt

Ziel des Bonner Vereins für Pflege- und Heilberufe e.V. ist es, mit seinem Projekt „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“, Müttern mit Migrationshintergrund den Einstieg in einen Pflegeberuf als Chance zur eigenständigen Existenzsicherung zu ermöglichen. Die teilnehmenden Frauen werden hierbei vom Erstgespräch bis zur Erlangung des anerkannten Abschlusses begleitet. Die Jury sieht das Projekt als „gelungenes Beispiel, Mütter mit Migrationshintergrund qualifiziert dem Arbeitsmarkt zuzuführen“.

Weitere Nominierungen

Eine Nominierung erhielt zudem die Uniklinik in Köln für ihr Projekt „Integration durch Laienreanimation“. Ziel des Projektes war es, Menschen mit Migrationshintergrund das Wissen über Laienreanimation zu vermitteln und sie zudem mit potentiellen Arbeitgebern im Gesundheitssystem zu vernetzen. Insgesamt wurden 144 Menschen aus 74 Nationen erfolgreich in der Laienreanimation geschult. Laut Jury fördere das Projekt „die Identifizierung der Teilnehmer mit Gesundheitsthemen und die Ausbildung zum Lebensretter stärke mit Sicherheit auch die eigene Handlungskompetenz“.

Ebenfalls eine Nominierung erhielt Der Paritätische NRW für das Projekt „Migration und Selbsthilfeaktivierung – neue Wege zur Selbsthilfe und Impulse für eine kultursensible Selbsthilfe/-unterstützung in Nordrhein-Westfalen“. Ziel dieses Projekts ist es, die bisher von Menschen mit Migrationshintergrund wenig genutzte Selbsthilfe zielgruppenspezifisch aufzubauen und mehrsprachige Selbsthilfegruppen zu gründen. Nach Ansicht der Jury rage das Projekt aus den eingereichten Anträgen heraus, weil es „einen strukturierten Ansatz gewählt hat, um die Selbsthilfe für Migranten zu öffnen und die Ergebnisse beispielhaft zu dokumentieren“.

Der Berliner Gesundheitspreis

Der Berliner Gesundheitspreis ist ein bundesweiter Ideenwettbewerb von AOK-Bundesverband, Ärztekammer Berlin und AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, der seit 1995 alle zwei Jahre ausgeschrieben wird. Der Wettbewerb widmet sich jeweils einem ausgewählten Thema, das eine besondere Bedeutung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung hat. Gesucht werden innovative und praxiserprobte Projekte, Modelle oder zukunftsweisende Versorgungskonzepte, die zur Verbesserung von Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen beitragen. Dafür stellen die Initiatoren Preisgelder in Höhe von 50.000 Euro zur Verfügung. Die ersten Preise in den jeweiligen Kategorien sind mit 12.500 Euro dotiert, die zweiten Preise mit je 7.500 Euro und die dritten mit je 5.000 Euro.