Kein Ort gewählt
Keine AOK gewählt

Grippewelle sorgt für mehr Fehltage im Rheinland

Die heftige Grippewelle zu Jahresbeginn hat den Krankenstand in den Betrieben im Rheinland im ersten Halbjahr 2018 leicht ansteigen lassen. Das geht aus einer Auswertung der Daten von rund einer Million bei der AOK Rheinland/Hamburg versicherten Beschäftigten hervor.

Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung haben höchsten Krankenstand

Demnach lag der Krankenstand in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bei 5,97 Prozent; im ersten Halbjahr 2017 hingegen nur bei 5,75 Prozent. Unter dem Begriff Krankenstand wird der Anteil der Arbeitsunfähigkeitstage an den Arbeitstagen eines Kalenderjahres verstanden.

Während die Fehltage aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen rückläufig waren, zeigte sich insbesondere bei den Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr 2018 eine deutliche Zunahme: Im Durchschnitt fehlte jeder Beschäftigte mehr als vier Arbeitstage mit einer Atemwegserkrankung. Damit nahm die Anzahl der Fehltage in den Unternehmen aufgrund dieser Diagnose um knapp 20 Prozent zu.

Die Grippewelle war im vergangenen Winter in Deutschland besonders heftig. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts handelte es sich um die stärkste Grippewelle seit 2001.

"Für die Risikogruppen - Schwangere, Menschen über 60 Jahre, chronisch erkrankte Menschen und medizinisches Personal - ist eine frühzeitige Impfung gegen Grippe besonders wichtig", sagt Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg. "Viele Firmen bieten die Grippeimpfung über ihre Betriebsärzte im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung an. Die Grippeimpfung ist jetzt besonders vorteilhaft, da der neue Vierfach-Impfstoff einen breiteren Schutz gegen Grippeviren bietet."

Ein Blick auf die größten Branchen zeigt, dass bezüglich der Höhe des Krankenstandes nach wie vor deutliche Unterschiede bestehen: Die Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung hatten - wie auch schon im Vorjahreshalbjahr - den höchsten Krankenstand. Mit 8,22 Prozent lag dieser deutlich über dem Durchschnitt aller versicherten Beschäftigten der AOK Rheinland/Hamburg. Die Ver- und Entsorgungsbranche (8,04 Prozent), die Metallerzeugung (7,49 Prozent) und die Pflegebranche (7,47 Prozent) folgten auf den Plätzen zwei bis vier. Deutlich niedriger waren die Werte hingegen in der Dienstleistungsbranche (3,87 Prozent), in der Informations- und Kommunikationsbranche (3,82 Prozent) und im Gastgewerbe (3,74 Prozent).

Ein Service der AOK Rheinland/Hamburg: Detaillierte Auswertungen zur Mitarbeitergesundheit in Betrieben sind ab einer Anzahl von 50 AOK-Versicherten im Unternehmen möglich. Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF-Institut) in Köln zur Verfügung. Der Ansprechpartner ist Torsten Krüger. Er ist erreichbar unter der Telefonnummer 0221/27180-119 bzw. per E-Mail nils-torsten.krueger@bgf-institut.de.