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AOK-Testumfrage im Rheinland offenbart: Patienten warten immer noch bis zu einem halben Jahr auf einen Facharzttermin

Im Rheinland müssen GKV-Patienten bis zu einem halben Jahr auf einen Facharzttermin warten.

20.01.2016

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der AOK Rheinland/Hamburg von Januar 2016. „Dieses offenkundige Problem ist lange bekannt, die Ergebnisse unserer Befragung bestätigen es noch einmal“, so Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. „Es ist gut, dass die Politik hier gehandelt hat. Wichtig ist jetzt eine patientenorientierte Umsetzung der Terminservicestellen durch die Kassenärztliche Vereinigung.“

In der Region Oberberg/Leverkusen/Rheinisch-Bergischer Kreis zeigt die AOK-Umfrage, dass gesetzlich Versicherte durchschnittlich erst nach 187 Tagen einen Termin beim Kardiologen bekommen. Nicht ganz so dramatisch, aber ebenfalls eklatant sieht es bei den Radiologen aus: In der Städteregion Aachen/Kreis Düren hätte der Patient im Schnitt erst nach 61 Tagen einen Termin erhalten. Auf einen Termin beim Dermatologen musste ein GKV-Versicherter im Rhein-Erft-Kreis/Kreis Euskirchen immerhin noch 35 Tage warten, beim Orthopäden in der Region Kreis Kleve/Kreis Wesel 34 Tage. Und bei den Augenheilkundlern im Bereich Mönchengladbach/Kreise Heinsberg und Viersen wären es durchschnittlich 52 Tage gewesen.  

Allerdings waren nicht alle Resultate so besorgniserregend: In Düsseldorf mussten gesetzlich Versicherte im Schnitt beispielsweise nur sieben Tage auf einen Termin beim Dermatologen warten, im Kreis Mettmann bei einem Orthopäden sogar nur sechs Tage.

Gesetzlich Versicherte im Rheinland erhalten bei den in der Umfrage berücksichtigten fünf Facharztgruppen im Schnitt erst nach 39 Tagen einen Termin. Allerdings gibt es auch Einzelfälle, in denen die Wartezeit bis zu einem halben Jahr beträgt. Dass es auch anders geht und Termine durchaus vorhanden sind, zeigt ein Blick auf die Vergleichswerte für Privatpatienten, die im Rahmen der AOK-Umfrage ebenfalls ermittelt wurden.

Methodik: Die größte gesetzliche Krankenversicherung in NRW hat vom 12. bis 18. Januar Anrufe bei Augenärzten, Dermatologen, Kardiologen, Orthopäden und Radiologen im Rheinland durchgeführt. Je Region und Fachrichtung wurden mindestens zehn Terminvereinbarungsversuche unternommen (sofern ausreichend Fachärzte in der jeweiligen Region niedergelassen waren). Die genannten Beschwerden blieben dabei je Arztgruppe identisch. Die Anrufer meldeten sich entweder als „gesetzlich Versicherter“ oder „Privatversicherter“, ohne den Namen einer konkreten Kasse zu nennen. Knapp 2.200 Terminvereinbarungsgespräche flossen in die Analyse ein. Bereits 2011 hatte die AOK Rheinland/Hamburg eine ähnliche Befragung initiiert.

AOK reagierte bereits vor Jahren

Die AOK Rheinland/Hamburg war bereits vor Jahren auf das Problem der Wartezeiten bei Fachärzten aufmerksam geworden und hatte im Jahr 2007 einen Arztterminservice für ihre Versicherten eingerichtet. Dieser hat sich bei den Kunden etabliert – mittlerweile erhält die AOK durchschnittlich 1500 Anfragen pro Monat, ob telefonisch, online oder direkt in einer ihrer 110 Geschäftsstellen. „Die Nachfrage steigt stetig. Wir werden diesen Service daher auch künftig für unsere Versicherten anbieten“, erklärt Günter Wältermann. „Gerade bei Facharztgruppen wie den Augenärzten, Hautärzten, Orthopäden und Radiologen können wir für unsere Kunden mithilfe des Arztterminservices in vielen Fällen schneller einen Termin organisieren.“

Das System läuft wie folgt: Der Versicherte wendet sich (entweder mit oder ohne Überweisung) an die AOK Rheinland/Hamburg und erbittet einen schnellstmöglichen Facharzttermin. Die AOK ist vor Ort gut vernetzt und erhält so bei den ansässigen Fachärzten einen frühen bzw. früheren Termin für den Kunden. In den größeren Städten wie Köln, Düsseldorf oder Essen klappt die Terminvermittlung nahezu immer innerhalb der Stadtgrenzen. Insgesamt gelingt es der AOK in rund 95 Prozent der Fälle, für den Versicherten einen zeitnahen Facharzttermin zu organisieren.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Schall
E-Mail: andre.schall@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1539
Telefax: 0211 8791-1232