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AOK Rheinland/Hamburg zahlt Mandel-Operation für Kleinkinder

Teilentfernung statt Komplettentnahme

18.01.2012

Für Kleinkinder bis zu sechs Jahren bezahlt künftig die AOK Rheinland/Hamburg die schonende Teilentfernung von krankhaft vergrößerten Gaumenmandeln als ambulante Leistung. In Deutschland leiden etwa fünf Prozent aller Kinder an vergrößerten Mandeln, der Tonsillen-Hyperplasie. Allein unter den mitversicherten Kindern bei der AOK Rheinland/Hamburg sind im rheinischen Bereich etwa 8000 Mädchen und Jungen betroffen. Für etwa 1000 davon im Jahr kommt eine Operation an den Gaumenmandeln in Frage. Da ihre Teilentfernung (die sogenannte Tonsillotomie) nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung gehört, mussten bisher Eltern die Kosten für den Eingriff selbst übernehmen, nicht selten bis zu einer vierstelliger Höhe.

In anderen Fällen verzichtete man auf die für die Gesundheit der betroffenen Kleinkinder sinnvolle Tonsillotomie, die Teilentfernung. Oder die Mandeln wurden komplett entfernt, was immunologisch zu Nachteilen führen kann. Deshalb ist der neue Tonsillotomie-Vertrag zwischen der AOK Rheinland/Hamburg und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) ab 1.1.2012 in mehrfacher Hinsicht ein Fortschritt und eine Leistungsverbesserung.

AOK-Vorstandschef Wilfried Jacobs erklärte dazu: „Für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen setzen wir bevorzugt besondere Akzente, weil wir das gesunde Aufwachsen fördern wollen. Die Leistungsübernahme für die Teilentfernung vergrößerter Gaumenmandeln hilft betroffenen Kindern gesundheitlich sehr und entlastet die Eltern. Deshalb haben wir diesen innovativen Vertrag gerne geschlossen.“

Vergrößerte Gaumenmandeln bei Kindern können entstehen, wenn das Immunsystem häufig mit der Abwehr von Erregern beschäftigt ist oder immer wiederkehrende Entzündungen vorliegen. Dies trifft besonders auf Kleinkinder zu, da ihr Immunsystem erst „lernen“ muss, Viren und Bakterien abzuwehren. Unnötige Mandelentfernungen können jetzt durch eine Teilentfernung bei Kostenübernahme durch die AOK Rheinland/Hamburg vermieden werden.

Zudem können mit diesem schmerz- und risikoarmen Eingriff, zum Beispiel mittels Laser-Tonsillotomie, Sprachentwicklungsverzögerungen und körperliche Entwicklungsstörungen verhindert werden. Diese Beeinträchtigungen entstehen beispielsweise durch unruhigen nächtlichen Schlaf, der auf eine schwere Atemwegsbehinderung, verursacht durch die vergrößerten Mandeln, zurückgeht. Darüber hinaus ist das Mandelgewebe für Kinder bis sechs Jahren immunologisch bedeutsam, weil sich ihr Immunsystem noch in der Entwicklung befindet. Wird nur ein Teil der Mandeln entfernt, bleibt deren Funktion erhalten.

Mit der Übernahme der Kosten ermöglicht die AOK Rheinland/Hamburg allen bei ihr versicherten Kindern eine normale körperliche Entwicklung durch die Teilerhaltung der für ihr Immunsystem wichtigen Gaumenmandeln. Zudem können den kleinen Patienten damit mehrtägige stationäre Aufenthalte, möglicherweise mit Schmerzen und Risiken, erspart werden, die bei der kompletten Entfernung der Mandeln erforderlich sind.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1232