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AOK Rheinland Hamburg meldet Anstieg des Krankenstandes

Bei den Arbeitsunfähigkeitstagen im ersten Halbjahr 2009 hat es im Rheinland fast keine Veränderung gegeben, aber auch keinen weiteren Rückgang.

Denn der Krankenstand der AOK-Versicherten stieg hier im ersten Halbjahr 2009 leicht an und betrug 5,31 Prozent (Vergleichszeitraum 2008: 5,24 Prozent). Einen weiteren Anstieg und damit den höchsten Wert der letzten vier Jahre meldet die AOK bei den Arbeitsunfähigkeitstagen ihrer Versicherten im ersten Halbjahr in Hamburg. Der Krankenstand stieg dort von Januar bis Ende Juni auf einen Wert von 5,83 Prozent (im Vorjahr: 5,76 Prozent). Das ist der Höchststand seit 2006.

Dies zeigt die Analyse der Arbeitsunfähigkeit von 900.000 Versicherten aus fast 160.000 Unternehmen des Rheinlands und in Hamburg, die das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) der AOK vorgelegt hat.

Zum Rheinland: Krankheitstage aus Erkrankungen von über sechs Wochen Dauer nahmen ebenfalls etwas zu: In den ersten sechs Monaten 2009 waren 1,69 Prozent aller Arbeitstage krankheitsbedingte Ausfalltage mit Krankengeldanspruch, 2008 waren es nur 1,61 Prozent.

Die Zahlen der AOK Rheinland/Hamburg bestätigen damit nicht die Presseberichte des Bundesgesundheitsministeriums von Anfang Juli, in denen historisch niedrige Krankenständen aufgrund der Krise gemeldet worden waren. Das Bundesgesundheitsministerium bezog sich seinerzeit auf die so genannten „Stichtageskrankenstände“, die die Krankenstände am Ersten jeden Monats widerspiegeln. Fünf von sechs Monatserste waren aber im vergangenen Halbjahr Wochenend- oder Feiertage, an denen Krankmeldungen aufgrund der geschlossenen Arztpraxen selten ausgestellt werden.

Die AOK Rheinland/Hamburg erfasst dagegen die Krankmeldungen kalendertäglich und bildet daraus den Halbjahresdurchschnitt.

27 Prozent aller Krankheitstage entstehen aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen. Obwohl die Zahl der Fehltage um 5,6 Prozent zurückging, blieben diese Erkrankungen die Gruppe mit den meisten Kalendertagen. Es folgen Atemwegserkrankungen mit 16,5 Prozent und psychische Erkrankungen mit 8,4 Prozent.

Geringfügig längere Erkrankungsdauer
Die durchschnittliche Erkrankungsdauer je Krankmeldung ist nach zwei Jahren Rückgang minimal angestiegen. In 2008 wurde mit 11,3 Kalendertagen der niedrigste Wert seit 1994 erreicht, in diesem Jahr beträgt die durchschnittliche Falldauer 11,4 Kalendertage.

Der Anstieg der Krankmeldungen in Hamburg ist im Wesentlichen auf Atemwegserkrankungen (plus 12,9 Prozent) und Psychische Erkrankungen (plus 5,9 Prozent) zurückzuführen. Rückläufig sind dagegen Arbeitsunfälle (minus 13,6 Prozent), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (minus 9,8 Prozent) und Erkrankungen im Verdauungsbereich (minus 3,5 Prozent).

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
Kontakt: André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1125