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AOK fordert am Weltkrebstag: Mehr Krebspatienten in Tumorzentren behandeln

Frühzeitige und richtige Therapie erhöht Überlebenschance

02.02.2015

Immer noch werden zu wenige Krebspatienten in spezialisierten Tumorzentren behandelt. „Auch wenn wir ein Hightech-Land sind, so muss die Behandlung von Krebserkrankungen in Deutschland in dieser Hinsicht weiter verbessert werden“, fordert Günter Wältermann, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg zum Weltkrebstag am 4. Februar 2015.

Zwar zeigt die Auswertung von Krankendaten der AOK Rheinland/Hamburg, dass 80 Prozent der an Brustkrebs erkrankten Frauen im Rheinland und in Hamburg in einem zertifizierten Tumorzentrum behandelt werden. Bei Darmkrebs sinkt diese Quote der Patienten jedoch auf ein Drittel und bei Lungen- oder Prostatakrebs sogar auf nur ein Fünftel. „Wir müssen dazu kommen, dass die besten Mediziner und die besten Kliniken sich um die Menschen kümmern, damit die Chance, den Krebs zu besiegen weiter steigt“, so Wältermann.

Nur in Tumorzentren sind spezialisierte Therapien möglich. So haben beispielsweise Experten am Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln Analysen entwickelt, mit denen herausgefunden wird, welche genetische Veränderung zur Entstehung beziehungsweise zum Wachstum eines Lungentumors geführt hat. Die Patienten werden dann mit gezielt wirksamen Medikamenten behandelt, und bei vielen wurde dadurch die Überlebenszeit gegenüber klassischen Therapieformen deutlich gesteigert. Diese überzeugenden Ergebnisse hatten die AOK Rheinland/Hamburg als erste Krankenkasse in Deutschland dazu veranlasst, für ihre Versicherten die Kosten dieser aufwändigen Diagnostik zu übernehmen.

Die frühzeitige Diagnose der Erkrankung verbessert die Therapiemöglichkeiten und erhöht die Heilungschancen. Die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen sind ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den Krebs. Eine nüchterne und sachgerechte Aufklärung über den Nutzen und die Risiken von Früherkennungsuntersuchungen ist notwendig, die Weiterentwicklung dieser Untersuchungen wie auch der Krebsdiagnostik insgesamt unerlässlich.

Krebs ist nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache in der Bundesrepublik. Jährlich erkranken rund 500.000 Menschen neu an Krebs, 221.000 sterben an ihrer Erkrankung. In der Gesamtbevölkerung ist mit 62.430 neuen Fällen (Quelle: RKI 2010) Darmkrebs die häufigste Krebserkrankung. Bei den Frauen ist es Brustkrebs (70.340) und bei den Männern Prostatakrebs (65.830).

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Pressestelle
Dr. Ellen von Itter
E-Mail: ellen.vonitter@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1038
Telefax: 0211 8791-1232