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Eine Umfrage der AOK Rheinland/Hamburg zeigt: Viele Menschen befürchten, dass Nachbarn vereinsamen könnten

Mehr als jeder Zweite an Rhein und Ruhr hält es für möglich, dass Menschen im nahen Wohnumfeld unbemerkt vereinsamen. Im Regierungsbezirk Düsseldorf können sich sogar 64 Prozent der Befragten vorstellen, dass ihre Nachbarn unter Einsamkeit leiden.

55 Prozent der Einwohner in NRW halten es für möglich, dass Nachbarn vereinsamen. Das zeigt eine Umfrage der AOK Rheinland/Hamburg.

Rheinaufwärts ist die Zuversicht etwas höher: Im Regierungsbezirk Köln schließen 52 Prozent der Befragten aus, dass ihre Mitbewohner unbemerkt in die soziale Isolation geraten.

Großstadtmenschen sehen eher die Gefahr einer Vereinsamung

Während die Aufmerksamkeit unter Nachbarn in kleineren Gemeinden stärker ausgeprägt ist, nimmt sie in großen Städten ab. So schätzen Bewohner von Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern die Gefahr der Vereinsamung mit 39 Prozent deutlich geringer ein als Bewohner in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern (73 Prozent). Auffällig ist auch die unterschiedliche Wahrnehmung von jungen und älteren Befragten: 80 Prozent der 14- bis 29-Jährigen halten eine Vereinsamung in Wohnumfeld für möglich, bei den Menschen über 60 Jahren aber nur 37 Prozent.

Um sich selbst und andere vor Einsamkeit zu schützen, sind im Rheinland und im Ruhrgebiet bereits viele Initiativen aktiv. So engagiert sich der Verein „Königinnen und Helden“ in Düsseldorf dafür, dass Familien unterschiedlicher Herkunft im Stadtteil Oberbilk sozial eingebunden sind. In Köln betreiben die „Wunschnachbarn“ eine WG für Ältere und helfen sich im Krankheitsfall. In Aachen haben die Nachbarinnen vom Gut! Branderhof einen Einkaufsservice ins Leben gerufen und organisieren Fitness-Stunden. Die Lady-Colours in Mönchengladbach pflegen intensive Kontakte zu alleinstehenden Senioren und die Mülheimer Nachbarschaft verbindet generationsübergreifend ein eigener Podcast.

Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ mit 10.000 Euro dotiert

„Nachbarschaftliches Engagement kann viel bewirken. Es kann Menschen vor krankmachender Einsamkeit bewahren oder ihnen aus der Isolation zurück in ein soziales Miteinander helfen“, sagt Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. Nachbarschaftshilfe sei jedoch kein Ersatz für professionelle Hilfe. „Wenn man diese Grenze nicht erkennt, überfordert man nachbarschaftliches Engagement“, so Wältermann.

Wohnortnahe Gesundheits-Netzwerke zu stärken, ist das Ziel des Förderpreises „Gesunde Nachbarschaften“. Er wird von der AOK Rheinland/Hamburg zusammen mit dem bundesweiten Aktionsbündnis Netzwerk Nachbarschaft ausgelobt. Der Preis richtet sich an Nachbarinitiativen, die Projekte für ein gesundes und sozial interaktives Miteinander umsetzen. „Entscheidend für viele Nachbarschaften ist die Frage, wie sie sich als Gemeinschaft neu vernetzen und sich nachhaltig im Lebensalltag unterstützen“, sagt Erdtrud Mühlens, Gründerin von Netzwerk Nachbarschaft. Der Förderpreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Das Preisgeld geht an zehn nachbarschaftliche Gesundheitsprojekte im Gebiet Rhein/Ruhr und in Hamburg, die jeweils mit 1.000 Euro gefördert werden. Bewerbungen für den Förderpreis sind ab sofort möglich unter:
aok-foerderpreis.netzwerk-nachbarschaft.net

Hinweise an die Redaktion

Hier finden Sie die ausführlichen Ergebnisse der repräsentativen Umfrage, die Forsa im April 2021 durchgeführt hat.

Bildmaterial

InfografikUmfrage: Einsamkeit in Nachbarschaften

Bildmotiv „Königinnen und Helden“, Düsseldorf

Bildmotiv „Wunschnachbarn“, Köln

Bildmotiv „Gut! Branderhof“, Aachen

Bildmotiv „Lady Colours“, Mönchengladbach

Bildmotiv „Mülheimer Nachbarschaft“, Mülheim

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