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Ein Jahr Corona: An Rhein und Ruhr musste jeder zehnte infizierte Arbeitnehmer im Krankenhaus behandelt werden

2,3 Prozent der Beschäftigten an Rhein und Ruhr, die bei der AOK Rheinland/Hamburg versichert sind, haben in den ersten zwölf Monaten der Pandemie im Zusammenhang mit Corona vorübergehend an ihrem Arbeitsplatz gefehlt. Diese Bilanz hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) für den Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein gezogen.

Die meisten Corona-Krankschreibungen im Rheinland gab es im November

Ausgewertet wurden die Daten der AOK-Versicherten für die Monate März 2020 bis Februar 2021. NRW-weit lag der Anteil der Beschäftigten, die wegen Corona zeitweise nicht arbeiten konnten, ebenfalls bei 2,3 Prozent, deutschlandweit bei 2,6 Prozent.

Die meisten Krankschreibungen im Zusammenhang mit Corona gab es bislang im November 2020, also in der zweiten Pandemie-Welle. Hier lag die Quote der betroffenen Beschäftigten im Bereich der KV Nordrhein bei 0,76 Prozent. Oder anders gesagt: 761 je 100.000 Mitglieder der AOK Rheinland/Hamburg waren im November aus diesem Grund krankgeschrieben. Verhältnismäßig wenig Krankenscheine dieser Art sind im Juni 2020 ausgestellt worden, damals lag die Quote bei 0,14 Prozent. Eingeschlossen sind in diesen Zahlen sowohl Fälle, bei denen eine Corona-Infektion durch einen Labor-Test nachgewiesen wurde, als auch Verdachtsfälle aufgrund von typischen Symptomen oder wegen enger Kontakte zu einem Menschen mit bestätigter Infektion.

Durchschnittsalter der berufstätigen Corona-Erkrankten, die in den Krankenhäusern an Rhein und Ruhr behandelt werden mussten: 47 Jahre

Aus der Ein-Jahres-Corona-Bilanz des WIdO geht auch hervor, dass im Bereich der KV Nordrhein 11,3 Prozent der Corona-infizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bei der AOK Rheinland/Hamburg versichert sind, im Krankenhaus behandelt werden mussten, also rund jeder Zehnte. Das Durchschnittsalter dieser berufstätigten Corona-Patienten betrug 47 Jahre. Knapp drei Prozent (2,9) von ihnen überlebten die Erkrankung nicht. Deutschlandweit mussten 8,0 Prozent der Erwerbstätigen mit bestätigter Corona-Diagnose stationär behandelt werden, also rund jeder Zwölfte. Von ihnen sind 2,6 Prozent im Krankenhaus verstorben.

Beschäftigte in der Kinderbetreuung besonders häufig betroffen

„Wir wissen, dass die dritte Corona-Welle auch sehr viele jüngere Menschen trifft. Zum Glück sehen wir inzwischen aber auch, welche Effekte die Impfungen haben. Deshalb gibt es Grund für Optimismus. Es ist jetzt wichtig, weiterhin alle Vorsicht walten zu lassen, um die Zeit zu überbrücken, bis genügend Menschen gegen Corona geimpft sind“, sagt Matthias Mohrmann, Mitglied des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg.

Ein Blick auf die verschiedenen Berufsgruppen bestätigt nach zwölf Monaten Pandemie frühere Erkenntnisse der AOK Rheinland/Hamburg: Beschäftigte in Erziehungs-, Gesundheits- und Pflegeberufen sind besonders häufig im Zusammenhang mit Corona krankgeschrieben worden. In der Kinderbetreuung waren zwischen März 2020 und Februar 2021 rund 5,1 von 100 Beschäftigten im Bereich der KV Nordrhein betroffen, bei den Medizinischen Fachangestellten 4,5 je 100 Beschäftigte und bei den Altenpflegerinnen und -pflegern 4,4 je 100 Beschäftigte.

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