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Alte Krankenversichertenkarte verliert Gültigkeit

Ohne elektronische Gesundheitskarte drohen Privatrechnungen

22.12.2014

Am 31. Dezember 2014 verliert die alte Krankenversichertenkarte endgültig ihre Gültigkeit. Dann haben gesetzlich Versicherte nur noch mit einer elektronischen Gesundheitskarte (eGK) einen gültigen Versicherungsnachweis. Sollten sie diese bei einem Praxisbesuch nicht vorlegen, können Ärzte und Zahnärzte ihren Patienten Privatrechnungen stellen. Darauf weist die AOK Rheinland/Hamburg jetzt hin.

„Rund 98 Prozent aller Versicherten der AOK Rheinland/Hamburg sind bereits mit einer neuen elektronischen Gesundheitskarte, der eGK, ausgestattet“, sagte Günter Wältermann, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg. „Wer noch keine eGK beantragt hat, sollte sich schnellstmöglich bei seiner Krankenkasse melden. Der Gesetzgeber sieht vor, dass es ab dem 1.1.2015 keine Ausnahmeregelungen mehr gibt“.

Mit der Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte wurde 2011 begonnen. Insgesamt wurden ca. 67 Millionen gesetzlich Versicherte in der Bundesrepublik versorgt. Neu an der eGK ist, dass sie ein Bild des Versicherten trägt, um Missbrauch durch Fremde auszuschließen. Derzeit sind auf der elektronischen Gesundheitskarte nur Name, Geburtsdatum, Anschrift, Geschlecht sowie die Kassenzugehörigkeit gespeichert, die der Arzt zur Abrechnung benötigt. In den nächsten Jahren soll es ermöglicht werden, auch eine Organspendeerklärung oder Notfalldaten wie Allergien oder Medikamentenunverträglichkeiten zu speichern. Diese Daten werden jedoch immer erst nach vorheriger Zustimmung des Versicherten aufgenommen.

Versicherte ohne eine gültige elektronische Versichertenkarte können ab dem 1.1.2015 innerhalb von zehn Tagen nach einem Praxisbesuch entweder eine gültige eGK oder eine Versicherungsbescheinigung ihrer Krankenkasse beim Arzt nachreichen. Tun sie dies nicht, sind Arzt oder Zahnarzt berechtigt, eine Privatrechnung auszustellen. Diese kann jedoch höher ausfallen, als eine Rechnung auf Grundlage des gesetzlichen Leistungskataloges. Ob und in welcher Höhe eine gesetzliche Krankenkasse diese Privatrechnung im Nachhinein erstatten kann, muss in jedem Einzelfall geprüft werden.

Die Ausstellung einer neuen elektronischen Gesundheitskarte ist kostenlos. Versicherte können in den Geschäftsstellen der AOK Rheinland/Hamburg kostenfrei Bilder für die neue Karte erstellen lassen. Wer bereits ein digitales Bild besitzt, kann dieses online unter www.aokbild.de/rh hochladen und an die AOK Rheinland/Hamburg übermitteln. Es werden aber auch Papierbilder angenommen – über dieses Verfahren informiert das AOK-Clarimedis ServiceCenter kostenfrei unter der Rufnummer 0800 0 326 326. Die neue elektronische Gesundheitskarte wird nach Verarbeitung des Bildes in rund zehn Tagen postalisch zugestellt.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Pressestelle
Dr. Ellen von Itter
E-Mail: ellen.vonitter@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1038
Telefax: 0211 8791-1232