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Ständige Weiterentwicklung

Bedürfnisse der Patienten und Richtlinien ändern sich. Sich darauf einstellen, ist immanent wichtig. Bei der AOK PLUS hinterfragen wir daher regelmäßig unsere eigenen Prozesse und ob Versicherte genau die Leistungen erhalten, die sie benötigen. Bei Brustkrebspatientinnen führt dies jetzt z. B. zu Anpassungen bei der Kostenübernahme von Hilfsmitteln.

16.09.2021Autor/in: Matthias GottschalkRubrik: Grüner Kosmos und AOK-Welt, Versorgung und Innovation 0

Rund 40.000 Versicherte der AOK PLUS waren im vergangenen Jahr an Brustkrebs erkrankt. Vor allem Patientinnen zwischen 60 und 89 Jahren sind von der Diagnose betroffen. Wir unterstützen sie bei der Genesung unter anderem mit dem „AOK-Curaplan Brustkrebs“. Damit stellen wir sicher, dass Patientinnen während der gesamten Behandlung optimal betreut werden. Die Frage ist nur: Reicht das? Wünschen sich Patientinnen vielleicht andere Formen der Unterstützung? Und kann die AOK PLUS ihnen diese bieten?
Das sind Fragen, denen wir uns regelmäßig stellen. Immer dann nämlich, wenn wir unsere eigenen Prozesse und Leistungen kritisch hinterfragen. Wir begeben uns dann auf eine „Kundenreise“ und versuchen, den Weg der Patientinnen bei einer Behandlung nachzuvollziehen und die oben gestellten Fragen zu beantworten. So auch im vergangenen Jahr beim Thema Brustkrebs.

Alles zu Ihrer Zufriedenheit?

Um das zu erreichen, wurden mit betroffenen Patientinnen Interviews durchgeführt. Was läuft gut? Welche Wünsche gibt es? Wo kann die AOK PLUS noch weiter unterstützen? Auch mit Ärzten, Sanitätshäusern und Perückenstudios, also den Leistungserbringern, wurde gesprochen: Wie ist die Zusammenarbeit mit der AOK PLUS? Ist der Prozess in der derzeitigen Form in Ordnung? Gibt es Probleme, welche die Versorgung der Patientinnen erschweren? Das alles haben die Kolleginnen und Kollegen erfragt und konnten so ein genaues Bild über die derzeitige Versorgung gewinnen.
Das Ergebnis? Die Patientinnen sind mit der Versorgung zufrieden. Vor allem die Behandlung in den Brustkrebszentren (eine Übersicht über die Zentren bietet die OncoMap der Deutschen Krebsgesellschaft) wird als positiv wahrgenommen. Aber auch die Versorgung mit den meisten Hilfsmitteln (z. B. Brustprothesen, Perücken), die Beratung in den Filialen zur Übernahme der Fahrkosten zur Chemo- oder Strahlentherapie und die Krankengeldgewährung laufen ohne Probleme.

Schmerzpunkte gefunden

Also gut, kein Grund für Anpassungen? Nein. Denn es sind auch Sachen angesprochen worden, die besser werden müssen. Zum einen wissen viele Patientinnen nicht, welche Hilfsmittel bei und nach einer Brustkrebsbehandlung zur Verfügung stehen. Auch wird sich mehr Betreuung nach der Akutphase der Krankheit gewünscht. Und die Wechselversorgung mit Kompressions-BHs (sogenannten PostOP-BHs) ist nicht im Sinne der Patientinnen. Hier wünschen sie sich mehr Unterstützung.

Frage, Problem, Lösung

Und die erhalten sie. Zum einen haben wir einen Flyer entwickelt, der alle Informationen zum Thema Hilfsmittelversorgung enthält, die Patientinnen benötigen könnten. Dieser liegt in den Brustkrebszentren aus und kann auch in unseren Filialen ausgegeben werden. Intern haben wir das Thema Hilfsmittel ebenfalls angesprochen und sorgen mit überarbeiteten Arbeitshilfen für die Kolleginnen und Kollegen dafür, dass die Patientinnen die benötigten Hilfsmittel so schnell wie möglich erhalten. Und wir haben die Versorgung mit Kompressions-BHs angepasst: Wir übernehmen jetzt die Kosten für die Wechselversorgung. Das Sanitätshaus rechnet die Leistung nach entsprechender ärztlicher Verordnung dann direkt mit uns ab.

Vorsorge

Mit diesen Maßnahmen haben wir die Versorgung von Brustkrebspatientinnen verbessert. Trotzdem sind Vorsorgeuntersuchungen, vor allem bei Krebserkrankungen, der beste Weg, schnell wieder zu gesunden. Denn je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden. Gerade vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie kann ich nur dazu aufrufen, diese Früherkennungsuntersuchungen, wenn möglich, nicht zu verschieben oder gleich ganz abzusagen. Wir übernehmen die Kosten für die jährliche Untersuchung beim Frauenarzt und für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren auch das Mammografie-Screening.
Ich weiß, dass es komisch klingt, wenn ich als Mann das sage. Vor allem, da Männer richtige Vorsorgemuffel sind. Aber tun Sie mir den Gefallen und nehmen Sie das Thema nicht auf die leichte Schulter.

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